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Richtsätze der Landesfinanzämter für die Einkommensteuerveranlagung der nichtbuchführenden Handwerker im Frühjahr 1927

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Bibliographic data

fullscreen: Richtsätze der Landesfinanzämter für die Einkommensteuerveranlagung der nichtbuchführenden Handwerker im Frühjahr 1927

Monograph

Identifikator:
1774764512
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160421
Document type:
Monograph
Author:
Nitsch, Harry http://d-nb.info/gnd/117023272
Title:
Das Hotel- und Gastgewerbe
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Floeder
Year of publication:
1928
Scope:
804 Seiten
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
60. Der Sprechbrief
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Richtsätze der Landesfinanzämter für die Einkommensteuerveranlagung der nichtbuchführenden Handwerker im Frühjahr 1927
  • Title page
  • Contents
  • I. Bäcker
  • II. Bildhauer
  • III. Böttcher, Küfer
  • IV. Buchbinder
  • V. Buchdrucker
  • VI. Bürsten- und Pinselmacher
  • VII. Dachdecker
  • VIII. Drechsler
  • IX. Elektroninstallateure, Elektrotechniker
  • X. Fleischer
  • XI. Friseure
  • XII. Galvaniseure und Gürtler
  • XIII. Gerber
  • XIV. Glaser
  • XV. Graveure
  • XVI. Juweliere, Gold- und Silberschmiede
  • XVII. Klempner, Installateure
  • XVIII. Konditoren
  • XIX. Korbmacher
  • XX. Kupferschmiede
  • XXI. Kürscher
  • XXII. Maler
  • XXIII. Maurer
  • XXIV. Mechaniker (Fahrräder, Nähmaschinen)
  • XXV. Messerschmiede und Schleifer
  • XXVI. Müller
  • XXVII. Mützenmacher
  • XXVIII. Ofensetzer und Töpfer (Hafner)
  • XXIX. Optiker
  • XXX. Photographen
  • XXXI. Putzmacherinnen, Modistinnen
  • XXXII. Sattler, Tapezierer, Dekorateure, Polsterer
  • XXXIII. Seiler
  • XXXIV. Schirmmacher
  • XXXV. Schlosser
  • XXXVI. Schmiede
  • XXXVII. Schneider
  • XXXVIII. Schneiderinnen
  • XXXIX. Schornsteinfeger
  • XL. Schuhmacher
  • XLI. Stellmacher
  • XLII. Straßenbauer, Pflasterer
  • XLIII. Stukkateure
  • XLIV. Tischler
  • XLV. Uhrmacher
  • XLVI. Wäschereien und Färbereien, Plättereien
  • XLVII. Weißnäherinnen
  • XLVIII. Zimmerer

Full text

Fleischer 
7. Landesfinanzamt Düsseldorf (Bezirk d. Hwk. Düsseldorf). 
Brutto- Netto- 
______Verdienstsatz 
20—30% 10—15% 
8. Landesfinanzamt Hannover (Bezirk der Hwk. Aurich, Braunschweig, Hannover, Harburg, 
Hildesheim, Osnabrück, Stradthagen). 
(Merkblatt für die Berechnung des Umsatzes und Einkommens im Fleischergewerbe.) 
Bei der Berechnung des Umsatzes und Einkommens im Fleischergewerbe ist vom Einkaufs- 
„reis der geschlachteten Tiere ‚auszugehen, 
Hinsichtlich der Errechnung des Einkaufspreises und der Menge des geschlachteten Viehes 
wird, falls vom Steuerpflichtigen keine zuverlässigen Belege vorgelegt werden, auf die Ausfüh- 
rungen der vom Landesfinanzamt Magdeburg herausgegebenen Materialsammlung unter dem 
Stichwort „Fleischer“ verwiesen. 
Auf den Einkaufspreis wird im allgemeinen ein Bruttogewinnaufschlag von 30% geschlagen, 
der beim allein arbeitenden Meister bis auf 25° sinken kann. 
Von dem so gefundenen Umsatz beträgt der Reingewinn nach der Auffassung des Bezirks- 
vereins Hannover im Deutschen Fleischergewerbe durchschnittlich 10% (8—12%). Die Rich- 
tigkeit dieses Satzes ist von einem zuverlässigen Sachverständigen bestätigt worden. Eine Anzahl 
besonders ländlicher Aemter hält dagegen einen Reingewinnsatz von 12—15°%, und höher für 
" Höhere Gewinnsätze als 15% sind bei der Veranlagung nur anzusetzen, wenn einwand- 
freie Unterlagen für die höhere Schätzung vorhanden sind.. du prüfen ist insbesondere, ob nicht 
die hohe Gewinnquote darauf zurückzuführen ist, daß von zu niedrigen Umsätzen ausgegangen wird. 
Die Höhe des Gewinnsatzes wird insbesondere durch die Tüchtigkeit des Meisters, die Lage 
des Geschäftes und die Kautkraft des Kundenkreises beeinflußt. Der Durchschnittsgewinnsatz 
vermindert sich bei Engrosverkäufen (z. B. an andere Schlachtermeister und Gasthöfe). 
Der Gewinnsatz als solcher wird durch das Halten von Gesellen nicht beeinflußt. Die durch 
das Halten von Gesellen an sich entstehenden Unkosten werden durch wirtschaftlichere Ausnutzung 
des Betriebes wieder ausgeglichen. 
Im allgemeinen wird mangels anderer a nhaltepunkte davon auszugehen sein, daß ein allein- 
arbeitender Meister, der nicht nur tageweise in der Woche beschäftigt ist, einen Umsatz von 
ungefähr 40000.— A (30—45000 X) hat und das Einkommen sich demgemäß auf 4000 AM 
(3000—4500 A) bemißt. Mit der Heschäftigung von Gesellen wächst naturgemäß im allge- 
meinen der Umsatz. Eine bestimmte Umsatzzahl für jeden beschäftigten Gesellen kann bei den 
sehr verschieden gelagerten Verhältnissen im Schlachtergewerbe nicht aufgestellt werden. 
Als weiterer Anhalt für die Gewinnermittlung kann folgende Aufstellung dienen: 
Lebendgewicht 
Großvieh Kälber 
Bis 800 Pfd. Gewinn AA 40,— Bis 100 Pfad. Gewinn MM 6.— 
iber, 800—1200 „ „' „  50.— über 100—130 „ „ „7.50 
1200 ” „ 60.— „  130—160 ” „  10.— 
„160—200 „ „12.50 
200 . . „  15.— 
I Schweine 
Bis 200 Pfd. Gewinn AA 12.— 
über 200—250 „ ” „ 16.— 
250 ” ” » ZU.— 
Schafe für 1 Stück Schaf oder Hammel AM 4.—. 
+. 
(Vgl. hierzu das am Schluß des Heftes wiedergegebene Rundschreiben des Landesfinanzamtes 
Hannover vom 9. März 1927).
	        

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