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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1774764512
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160421
Document type:
Monograph
Author:
Nitsch, Harry http://d-nb.info/gnd/117023272
Title:
Das Hotel- und Gastgewerbe
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Floeder
Year of publication:
1928
Scope:
804 Seiten
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
14. Kombinierte Anzeigereklame
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

Nationalökonomische Erläuterung, V. 
613 
besagt das Wirtschaftsleben etwas durch und durch Gewordenes, das 
auch nie aufhört, ein Werdendes zu bleiben. Zeitliche und örtliche 
Grenzen sind jedenfalls dem Vorwurf unserer Wissenschaft grundsätz 
lich nicht gezogen. In diesem Geiste versuchte ich einst die National 
ökonomie auch zu kennzeichnen, an der Hand bewußt unaufgelöster 
Begriffe und in roher Annäherung bloß, als die „Erfahrungswissen- 
schaft vom Alltagsleben aller Zeiten und Völker“. 
Man könnte mich nun fragen, weshalb ich nicht gleich den Namen 
unserer Wissenschaft umgeändert wissen will, aus „Volkswirtschafts 
lehre“ in „Allwirtschaftslehre“; das wäre sie doch, meiner Auffassung 
nach. Gewiß ist sie das, ihrer eigenen Theorie herkömmlicher Haltung 
zum Trotz; und sie ist Allwirtschaftslehre nicht bloß im Grundsätze, 
sondern ausdrücklich auch der tatsächlichen Auffassung nach, soweit 
diese in der Empirie lebt, im markigen Großteil der Wissenschaft. 
Aber gerade dies hält mich von der Neubenennung ab. Ich würde es 
ja begrüßen, wenn mehr Einheit im Gebrauch des zureichend ab 
gegriffenen Namens „Nationalökonomie“ zustande käme, auch auf Kosten 
der krankhaften Neubildung „Sozialökonomik“. Dagegen erschiene es 
mir recht müßig, an einer einmal so eingebürgerten Bezeichnung zu 
rütteln. Wozu? Nur um der Wissenschaft auch noch im Namen auf 
zudringen, was sie in der Sache zum besten Teile längst schon er 
rungen f Da bleibt es meine Anschauung, daß einer Wissenschaft, die 
sich selber gefunden hat, gar nichts gleichgültiger sein kann als ihr 
eigener Name. 
V. 
Bloß der nationalökonomischen Theorie halse ich den Namen 
„ All wirtschaftslehre “ auf, unter dem Vorbehalt ihrer Läuterung. Übrigens 
auch ihr nur vorübergehend. Je früher sich das Neuwort wieder ent 
behrlich machen würde — hätte sich nur erst die so benannte Auf 
fassung auch in unserer Theorie überwiegend durchgesetzt, waren 
Theorie und Empirie nur erst glücklich im Geiste geeint, dürfte also 
die „allwirtschaftliche“ als die nationalökonomische Grundauffassung 
schlechtweg gelten — je früher mithin dieser Name als Streitruf im 
Kampfe schon seinen Dienst getan und abdanken könnte, um so besser! 
In der Zwischenzeit aber ist diese Nennung für die Theorie sicher nicht 
gleichgültig. Die nationalökonomische Theorie, im Durchschnitt, hat 
sich ganz und gar noch nicht selber gefunden. Im Gegenteil, sie hat 
sich innerlich verloren, an eine Einzelheit des großartigen Vorwurfes
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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