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Meer und Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Meer und Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1777318467
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-161768
Document type:
Monograph
Author:
Eckert, Max http://d-nb.info/gnd/115861319
Title:
Meer und Weltwirtschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Zentral-Verl.
Year of publication:
1928
Scope:
79 Seiten
graph. Darst., Kt.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Eigenproduktion des Meeres
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Meer und Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Größe und allgemeine Bedeutung der Meere
  • II. Die Eigenproduktion des Meeres
  • III. Weltverkehr und Weltwirtschaft zur See
  • IV. Meer und Menschheit. Weltpolitik und ozeanische Kraftfelder

Full text

= Oel, aus Fleisch und Flossen = Delikatessen für China und Japan, aus 
Kncchen = Viehfutter, aus Nase = Leim, aus Bauchspeicheldrüse == Beize). 
In keinem Ozean ist die Perlenfischerei so gewinnbringend wie im 
Indischen Ozean. Die Perlenauster findet sich auf den Meeresbänken des 
Roten Meeres, des Persischen Meerbusens und an der Westküste von Ceylon. 
In der Ausfuhr Arabiens haben die Perlmutterschalen den größten Wert; sie 
wurden vor dem Kriege vom Oesterreich-Ungarischen Lloyd nach Triest ver- 
schifft oder in schönsten Stücken nach Jaffa und weiterhin nach Jerusalem 
gebracht, wo sich ein ansehnlicher Industriezweig zur Erzeugung von Perl- 
müuttergegenständen gebildet hat. Die Perlen der Bahreininseln waren schon 
bei den chaldäischen und phönizischen Kaufleuten, die den Transithandel 
zwischen Indien, Arabien und den Mittelmeerländern unterhielten, eine ge- 
suchte Ware. Ueber 4000 Boote, jedes mit 4 bis 40 Perlenfischern bemannt, 
obliegen zur bestimmten Jahreszeit der Perlenfischerei, die in glücklichen 
Jahren auf je einen Mann einen Gewinn von 650 bis 800 M. ‚abwirft. Dieser 
Fischereizweig ist sehr gefährlich; die Arbeit 'unter dem Wasser führt zu 
Augenkrankheiten, vielfach zu Erblindungen; Hai- und Sägefische fordern ihre 
Opfer, jede Saison 18 bis 20 Menschenleben. Der Hauptperlmarkt ist auf der 
kleinen Insel „Delma‘. Die Perlfischereidistrikte „Pearl Fiskery Camps“ 
Ceylons befinden sich an der Nordwestküste der Insel. In günstigen Jahren 
werden gegen 50 Millionen Muscheln eingesammelt. Zwei Drittel dieser Perl- 
muscheln steht der britischen Regierung zu. 1000 Stück Perlmuscheln werten 
30 bis 80 M.; von schönen Perlen wird das Stück mit 600 bis 5000 M. und 
mehr verkauft. 
Der Indische Ozean bietet die hauptsächlichsten Fundstätten der Kauri- 
muschel, vorwiegend bei den Lakkediven und Malediven, an der afrıka- 
nischen Küste von der Rufidschimündung an bis zur Mündung des Sambesi. 
Die Kauris dienen zunächst in Indien als Schmuckgegenstand, bis sie kleinste 
Scheidemünze wurden, was sie heute noch im Innern Afrikas und in Melanesien 
sind. Der Tauschwert der Kaurimuschel ist schwer festzustellen. 500 Stück 
Kaurimuscheln schätzte Emin Pascha gleich einem Maria-Theresia-Taler oder 
3,50 bis 4 M. Für 1000 Stück konnte man in Unioro, Uganda und den benach- 
barten Gebieten ein Schaf oder 2 kg Salz kaufen, einen Ochsen für 6000 bis 
7000 Stück. 
Der Große Ozean hat hinsichtlich seiner Produktionskraft in seinem nörd- 
lichen Teile viel mit dem nordatlantischen Ozean gemeinsam, in seinem süd- 
lichen Teil ähnelt er mehr dem Indischen Ozean, Wir enthalten uns darum der 
Aufzählung der einzelnen Erzeugnisse. 
AM
	        

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Meer Und Weltwirtschaft. Zentral-Verl., 1928.
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