Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1779855281
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164105
Document type:
Monograph
Author:
Mahlberg, Walter http://d-nb.info/gnd/101605218
Title:
Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Gloeckner
Year of publication:
1928
Scope:
VI, 122 S.
graph. Darst
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • 1. Die Unmöglichkeit des Ausgleichs von Zahlungsbilanzsalden und der Denkfehler der Ausgleichsnotwendigkeit
  • 2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
  • 3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts

Full text

_Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts, 107 
— Kate nn HE 
Überfluß kurzfristiger Auslandgelder dauernd und zwingend zum “Kapitalmarkt, 
wo sie hingehören, also in langfristige Anlage zu überführen. Das ist, wie gesagt, 
die Kernfrage: Die ausländischen Gelder müssen „mangels Masse‘. hier bleiben, 
ihr Transfer ist, volkswirtschaftlich gesehen, unmöglich; ihre Besitzer versuchen, 
dauernd, sie „zurückzuziehen“, d, h., privatwirtschaftlich gesprochen, sie kündigen 
die.Gelder, wodurch die Forderungsbeträge von neuen. Händen übernommen. werden. 
müssen; die neuen Hände sind immer ‚wieder kurzfristig, lassen sich aus Miß- 
verständnis auf langfristige Anlage nicht ein, sodaß ein Überangebot von flüssigem 
Geld entsteht. — Das gewöhnliche Mittel, solchem Überangebot zu begegnen, be- 
steht in der Zinsdifferenzierung, indem für kurze Gelder ein relativ niedrigerer Satz 
als für langfristige Kapitalhergabe gilt. Dann scheidet sich automatisch die Kon- 
trabierung der Eigentumsrechte an von Dritten benutzten Gütern in langfristige 
und kurzfristige Form, indem der Zinsgenuß aus kurzfristiger Anlage unter den- 
jenigen aus langfristiger, etwa Hypothekenanlage sinkt. Warum kommt es jetzt 
nicht dazu, warum haben wir Diskonterhöhung, wo doch Kapitalüberfluß herrscht 1)? 
Hier zeigt sich die aus der Zwangswirtschaft geborene Diskrepanz zwischen. Form 
und Inhalt, die Verkehrsstörung, welche trotzdem mit aller Störung nichts an der 
Unmöglichkeit ändert. Es treffen hier 3 Störungsursachen zusammen. 
ij. Störungsursache: Die psychologischen Hemmungen der aus- 
Jändischen Kapitaleigentümer gegenüber bewußter oder gegenüber langfristiger 
Anlage in Deutschland, 
2, Störungsursache: Der Unterschied der Währung und der 
sich daraus ergebende Zusammenhang zwischen Wechselkurs und Inlandsdiskont; 
der Zusammenhang ist in unserem Falle im Prinzip rein formaler Art, denn von hier 
aus kann es zu Diskonterhöhungen kommen, nicht weil — was sonst die Ursache 
zu sein pflegt — der Kreislauf der Wirtschaft „heißgelaufen‘ ist, sondern weil die 
Eigentümer wirtschaftlich total gesunder Betriebe zufällig Ausländer sind. 
3. Störungsursache: Die derzeitige Unvollkommenheit der Zins- 
kontrahierung, welche nicht nur im vorliegenden Falle, sondern auch bei 
anderen Gelegenheiten, namentlich bei dem gewöhnlichen Konjunkturaufschwung, 
stört. Die Unvollkommenheit besteht darin, daß für langfristige Anlagen, das 
heißt für deren privatwirtschaftliche Kapitalform, nicht ein variabler, sondern 
ein fester Zinssatz für lange Jahre im voraus kontrahiert wird. Es werden dadurch 
bei niedrigem Zinsstand für lange Jahre, auch für diejenigen hoher Zinssätze, nied- 
rige Zinskosten für die Geld aufnehmenden Betriebe und umgekehrt bei hohem 
Zinsstand für sämtliche Kontraktjahre anormal hohe Zinskosten kontrahiert, welche 
nur in der Zeit der Kontraktschließung wirtschaftlich berechtigt waren. Mit ande- 
1) Selbstredend bezieht sich diese Fragestellung auf die Situation, wie sie sich aus dem 
Reparationsproblem ergibt, also unter der Voraussetzung, daß nicht andere Momente größeren 
Gewichts, etwa hier für die Frage des Kapitalmangels, gegeben sind. Würde man z. B. als 
weitere Voraussetzung unterstellen müssen, daß die öffentliche Hand in größerem Umfange 
Fehldisposition über das Sozialprodukt vorgenommen hätte, dann könnte von da aus der Zins 
in Deutschland steigen müssen, was aber mit dem Reparationsproblem nicht zusammenhinge 
und folglich von uns nicht zu berücksichtigen ist. Tatsächlich braucht man wohl die vor- 
stehende Voraussetzung nicht oder wenigstens noch nicht als gefährlich störend zu unter- 
stellen: vermutlich wird es so sein, daß, wie oben gezeigt, die private Hand sich bei ihrer 
Dispositon über das Sozialprodukt wegen der unmöglichen Zinsen sehr stark zurückhält, wäh- 
rend die öffentliche Hand — man sollte eigentlich sagen „die nicht verantwortliche 
Hand‘ — wie ein junges Füllen auf der Wiese des Sozialprodukts weidet, welch beide Kin- 
flüsse sich vielleicht aufheben; nur würde, wenn die beiden Parteien sich umgekehrt ver- 
hielten, "die Produktivität der Verwendung des Sozialprodukts voraussichtlich größer sein.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Banking Standards under the Federal Reserve System. A. W. Shaw Company, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.