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Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1779855281
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164105
Document type:
Monograph
Author:
Mahlberg, Walter http://d-nb.info/gnd/101605218
Title:
Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Gloeckner
Year of publication:
1928
Scope:
VI, 122 S.
graph. Darst
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • 1. Die Unmöglichkeit des Ausgleichs von Zahlungsbilanzsalden und der Denkfehler der Ausgleichsnotwendigkeit
  • 2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
  • 3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts

Full text

6 Die Sabotage der Reparationszahlung durch den Mechanismus der Weltwirtschaft, 
denn den Schaden, den er durch den Steuernachlaß im Porzellanladen des eng- 
lischen Wirtschaftskreislaufs anrichtet, erkennt der einfache Mann aus dem Volke 
nicht als solchen, sodaß der entstehende Schaden anderen Ministerkollegen an- 
gekreidet wird, dem Wirtschafts- oder dem Arbeitsminister usw, Die Steuerredu- 
zierung bedeutet, daß die englische Regierung die mit dem Gelde erstellten Dienst- 
und Sachleistungen. ihrer Betriebsstellen gratis abgibt, statt daß diese von den 
Steuerzahlern bezahlt werden. Wir wollen letztere die „Nichtsteuerzahler‘‘ nennen. 
Dann ergibt sich folgendes: 
1. Die „Nichtsteuerzahler‘“ stellen nach einiger Zeit fest, a) daß die Renta- 
bilität ihrer Betriebe gestiegen, ihr Aufwand in Betrieb und Haushalt gesunken ist, 
ihre Gewinne bzw. Überschüsse sich vergrößert haben um den Betrag der nicht ‚ge- 
zahlten Steuer, daß sich Kapital insoweit bei ihnen gebildet hat; b) daß sie dadurch 
relativ flüssig sind, der einzelne und alle zusammen, weil sie die Summen nicht zu 
bezahlen brauchten bzw. was dasselbe ist, weil zu ihren sonstigen flüssigen Mitteln 
die „Bankguthaben‘“ bei Baring Brothers & Co. hinzukommen. 
2. Daraufhin — und zwar aus beiden Motiven, der größeren Gewinn- oder 
Überschußerzielung und der Geldflüssigkeit — treten die „Nichtsteuerzahler‘ 
unternehmend in den Kreislauf der englischen Wirtschaft ein. Der eine vergrößert 
seine Fabrik, der zweite gründet eine neue Spinnerei, der dritte eine ärztliche 
Praxis, der vierte kauft sich das lang ersehnte Ruderboot, der fünfte läßt seinen 
Sohn studieren usw, Auch die Spartätigkeit wird verstärkt, aber nicht im Umfange 
ler ganzen Reparationszahlung bzw. Steuerersparung, denn die vorstehend auf- 
geführten „Unternehmer“ (Disponenten über das volkswirtschaftliche Kapital) 
„sparen“ nicht, sondern leiten ihre durch Nichtsteuerzahlung ersparte, durch ihrer 
Köpfe oder Hände erworbene Kaufkraft an ihre Lieferanten weiter, Der vorstehende 
Satz ist im wesentlichen falsch, denn die vermehrte Spartätigkeit bedeutet nur, daß 
die ersparte Kaufkraft von den Sparkassen, Banken usw. bzw. von deren Schuldern 
kaufend im Markt ausgeübt wird, sodaß auch für diese Beträge irgendwelche .Dinge 
„unternommen“ werden; nur wenn die obigen sparenden „Nichtsteuerzahler‘“ oder 
ihre Nachmänner für die Ersparnisse deutsche Forderungen, kurz- oder lang- 
fristige, ins Eigentum und damit Risiko übernähmen, fiele ihre Kaufkraft weg. 
3. Was tun die Lieferanten. der „Nichtsteuerzahler‘‘? Sie leiten die ver- 
stärkten Einnahmen weiter an ihre Vorlieferanten, diese an ihre Vorlieferanten 
usw. usw. — z. B. Maschinenfabrik an Stahlwerk, dieses am Kohlenzeche, 
weiter an Grubenholzlieferant, Forstverwaltung, Löhne für Waldpersonal, von da 
an Lieferanten für Kleidung, Wohnung, Nahrung, weiter an deren Lieferanten usw. 
eine unendliche Kette, Auf der ganzen Linie entsteht eine Umsatzsteigerung im 
Kreislauf der englischen Wirtschaft. Das wiederum führt zu steigenden Gewinnen 
und Überschüssen, also zu verstärkter Kapitalbildung, aber — wie jedem Ge- 
winn, d, i Kapitalbildung — steht diesen Beträgen bereits irgendwo ein Aktivum 
gegenüber, sodaß nicht etwa die so ersparten privatwirtschaftlichen Kapitalien 
zeeignet sind, die Guthaben bei Baring Brothers & Co, oder was dasselbe ist, die 
deutschen Aktiva der Firmen A, B.; C. D.; E. F.; G. H. ‚usw. der Illustration 13 
ins Eigentum, also auf die Aktivseite der entsprechenden Bilanzen zu übernehmen, 
Die Geldflüssigkeit hält also trotz großer Umsätze und Kapitalbildung an. — Die Liefe- 
ranten der „Nichtsteuerzahler‘“, deren Vorlieferanten, deren Vorvorlieferanten usw. 
erkennen den großen Umsatz, der wegen seines Umfangs nicht zu fallenden sondern 
zu steigenden Preisen führt, die gute Gewinne ermöglichen; sie sehen den flüssigen 
Geldmarkt, reichliches Kapitalangebot "und unternehmen infolgedessen ihrerseits 
ebenfalls Neues, Sie fangen an zu bauen, neue Organisationen zu schaffen, ihren
	        

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Das Land Der Unbegrenzten Möglichkeiten. F. Fontane & Co., 1911.
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