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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

thumbs: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
1779855281
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164105
Document type:
Monograph
Author:
Mahlberg, Walter http://d-nb.info/gnd/101605218
Title:
Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Gloeckner
Year of publication:
1928
Scope:
VI, 122 S.
graph. Darst
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

o 
— 86 — 
% 
wegen WeitmimnßelS nid)t uöüig eingebrad)t merben, maë um jo embfinb= 
mjer "mat, aïë fid) bereite bie Goncnrrena be§ Dlübeuaucîctë merfbar 
ma#. llnmitteïbar nad) bem mifftanbe, 1879, begonnen ue#iebene 
Gesellschaften, namentlich ber circulo de hacendados (Verein ber Gnts- 
hcfitjer), mit 3Serind)en anr mnfn^rnng freier Arbeiter, aber oijue merîbaren 
Erfolg. Ein anberer Versuch, Ostinbier anzuwerben, mißlang. Die Be 
mühungen, mit Anam einen Vertrag abzuschließen, verliefen fruchtlos. 
Weiße Arbeiter ans Spanien mürben bnrch Krankheiten bezimirt und 
weigerten sich, mit Schwarzen ans bem Felbe zusammen zu arbeiten. Die 
Einfuhr von Jnbianem ans Yucatan mürbe von ber Amerikanischen Re 
gierung verboten. Besser gelang es Anfangs mit Chinesen. 
Es bitbete sich eine besonbere Gesellschaft, welche Agenten in China 
unterhielt. Diese schlossen baselbst mit Chinesen ähnliche Verträge, wie 
bieienigen, bnrch welche heute noch in Europa Answanberer nach nber- 
ieeiid)cn Säubern mit bünnet 0eoöiternng gelodt merben. S)ie Sente 
nn#m fid) uerbfiid)ten, ad)t 3aí)re lang gegen einen So^t uon 4'/, dollar 
(goíb nmnatlid) an arbeiten; nad) Ablauf bieder Seit loüten sie anrüd= 
beforbert werben. Allein ans ben Pflanzungen mürben sie ans bas gram 
famfte beíjaubelt nnb gellten mie bie (^flauen; mit ^#1# ans ben 
Arbeitermangel versagte ihnen bie enbanische Regierung bie freie Rückfahrt 
nnb bestimmte, baß sie entmeber ans eigene Kosten heimkehren ober sich 
cmberweit verbürgen mußten. Nur wenige hatten sich so viel gespart: was 
in ihrer Heimath ein sehr reiäflicher Sohn schien, erwies sich hier nur 
eben znreichenb. Bei weitem bie meisten blieben nnb verpflichteten sich ans 
mettere 4 bis 6 Jahre. Allein ihre Behanblnng mar eine so harte, baß 
endlich bie chinesische Regierung bei ber spanischen Einspruch erhob nnb 
^gleich bie Ausfuhr von Arbeitern nach Cuba verbot. Am ITJNouembet 
1877 mürbe sobann zwischen bethen Mächten ein Vertrag geschlossen, worin 
ansbrncklich bestimmt mar, baß fernerhin Arbeiter nach bem Contracts- 
system nicht mehr verpflichtet werben bürsten. Den Chinesen, welche nach 
Cuba gelangten, mürben bie Rechte ber Angehörigen frernber Nationen 
gewährleistet; ein Generalconsul Chinas, behnfs besonberer Ueberwachnng 
ber Ausführung bieses Vertrages, mürbe in Havana zugelassen. . Bemerkens 
werth ist bie Bestimmung, baß, meint unter ben zur Zeit in Citba als 
Arbeiter lebenbett Chinesen sich Sente ans ber Klasse ber Bea nt ten ober 
Gelehrten fänben, bie Spanische Negierung biesen ein Schiff zur freien 
Heimkehr stellen werbe. Ans spanischer Seite hatte man gehofft, baß ans 
Grnnb bieses Vertrages nunmehr freie Arbeiter ans China nach Cuba 
herüberkommen mürben. Allein kein Chinese, ber bas Ueberfahrtsgelb zu 
bezahlett im Staube war, wollte sein Vaterlanb verlassen. Inzwischen 
sinb bie meisten Verträge mit ben bisherigen Arbeitern abgelaufen, nnb bie 
Pflanzer müssen nun bie ans ihren Verpflichtungen Entlassenen als freie
	        

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Die Zucker-Industrie Auf Cuba. Kayssler, 1887.
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