Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

36 ERSTER TEIL: GEOGRAPHISCHE GÜTERLEHRE 
Austern genannt. Sie beleben alle von dem Golfstrom berührten Küsten 
des Atlantischen Ozeans und kommen auch in der nördlichen Adria vor. 
Ihr Hauptverbreitungsgebiet sind die atlantischen Küsten der Union bis 
hinab nach Carolina. Hier werden jährlich gegen 1 Milliarde Stück gefischt, 
und die Auster spielt daher unter den gewöhnlichen Nahrungsmitteln des Ameri- 
kaners eine Rolle, die man in Europa nicht kennt. Die ergiebigsten Austern- 
felder finden sich im Long-Island-Sund und in der Chesapeake-Bai. 
Baltimore ist der größte Austernmarkt der Welt. Nach der Union ist Frank- 
reich mit verschiedenen Plätzen an seiner Westküste der wichtigste Produzent, 
Ferner kommen England, Holland und Deutschland in Betracht. Längst 
schon ist die Auster auch Gegenstand planmäßiger Zucht in sogenannten Austern- 
parks geworden. Solche liegen bei Arcachon in Frankreich und in der 
Themsemündung. Belgien mästet fremde Austern für den Export. 
Die wichtigsten Fischereistaaten der Erde, Wie wir sahen, hat man 
in der Seefischerei zwischen Hochseefischerei und Küstenfischerei 
zu unterscheiden. Die Küstenfischerei wird längs der Küsten und in 
den Flußmündungen in einem Raum von mindestens drei Seemeilen 
Breite (alte Kanonenschußweite vgl. S. 228) ausgeübt und ist im all- 
gemeinen nur den Angehörigen der betreffenden anliegenden Staaten 
gestattet. Die Hochseefischerei dagegen hat ihren Schauplatz im offenen 
Meere außerhalb jenes Saumes nationaler Gewässer und ist jedermann 
freigestellt, also international. Da aber auch die Fischgründe der 
Hochsee, weil an die Schelfs gebunden, meist in der Nähe der Küsten 
liegen, so werden sie am meisten von den nächstbenachbarten Län- 
dern ausgebeutet. Deshalb finden wir die an der Fischernte des Meeres 
am stärksten beteiligten Staaten in der Umgebung der wichtigsten Fisch- 
gründe, d. h. vor allem in den Randgebieten des nördlichen Atlantischen 
Ozeans, nächstdem in den Randländern des nördlichen Stillen Ozeans. 
Eine möglichste Förderung der Fischerei lassen sich die meisten Kultur- 
staaten aus mancherlei Gründen angelegen sein. Zunächst bilden die Fang- 
ergebnisse in vielen Staaten einen wichtigen Bestandteil der Volksernährung, der, 
da er keine Ausbeute heimischer Hilfsquellen darstellt, einen reinen nationalen 
Gewinn bedeutet, ganz anders als z. B. der Abbau heimischer Bodenschätze. 
Sodann gibt die Fischerei einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung Lebens- 
unterhalt oder lohnenden Nebenerwerb nicht nur durch den Fangbetrieb selbst, 
sondern auch durch die mannigfaltige Verarbeitung und den Versand der Aus- 
beute. Endlich bildet für jeden Staat die in hohem Grade seegewohnte Besatzung 
der Fischerboote die beste Bemannung seiner Kriegsmarine. 
Die stärkste Fischereibevölkerung hat Japan, wo 1,3 Mill. Einwohner in 
fast 400000 Booten Seefischerei betreiben. Die Japaner sind die eifrigsten Fisch- 
osser unter allen Völkern. Man schätzt den jährlichen Verbrauch auf 50 Pfund 
pro Kopf gegen 40 Pfund in England und 17 in Deutschland. Für die Ver- 
ainigten Staaten wird die in Fischerei und Fischindustrie tätige Bevölkerung 
mit rund 200000 Köpfen angegeben, für Norwegen 108000, für England 82000, 
für Kanada 75000. Dasjenige Land, dessen Existenz zum weitaus größten Teil 
auf der einen wirtschaftlichen Quelle der Fischerei beruht, ist Neufundland, 
wo 1921 mehr als 65000, d. i. mehr als ein Viertel der gesamten Bewohner, 
acht Neuntel der Erwerbstätigen im Fischfang und der Fischindustrie tätig waren. 
Über den Betrieb der Fischerei und Fischindustrie in den einzelnen 
Staaten wurden bereits in anderem Zusammenhange Mitteilungen ge- 
macht. Hier seien noch einige zusammenfassende Bemerkungen über 
die englische, amerikanische und deutsche Fischerei nachgetragen.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.