Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

YI. DIE BERGWERKE DER ERDE 
PETROLEUM (ERDÖL) 
Die weltwirtschaftliche Bedeutung des Petroleums beruht auf seiner 
Verwendung zu Leucht-, Heiz- und Schmierzwecken und wurde durch 
die zunehmende Einbürgerung der Ölfeuerung für Verkehrs- und In- 
dustriemaschinen in den letzten Jahren ganz außerordentlich gesteigert 
(vgl. S. 194). Daraus erklärt sich auch die schnelle Zunahme der 
Petroleum-Weltproduktion, die sich seit 1900 reichlich versechsfacht 
hat und seit 1923 auf mehr als 1 Milliarde Barrels? gestiegen ist. Für 
1927 wird die Weltproduktion mit 173,7 Mill. t angegeben. 
Wie die Kohle, ist das Erdöl ein Mineral organischen Ursprungs. Die heute 
allgemein geltende Ansicht geht dahin, daß es aus den Fettresten einer unter. 
gegangenen Tierwelt durch Destillation infolge der natürlichen Erdwärme in Ver 
bindung mit dem in der Tiefe herrschenden Druck entstanden ist. In manchen 
Fällen dürften auch fetthaltige Pflanzen, namentlich Wasserpflanzen, das Material 
geliefert haben. 
Petroleum tritt ähnlich wie die Kohle sowohl in jungen wie in alten 
Gesteinsschichten auf. Die jüngeren, meist dem Tertiär, aber auch der 
Kreide angehörigen Lager finden sich vor allem in den schwach ge- 
falteten Vorländern der jungen Faltengebirge. Sowohl der meridionale 
Faltenzug der Neuen Welt, wie der westöstliche Eurasiens sind reich 
an Petroleumvorkommnissen (westliche Union, Mexiko, Südamerika — 
karpatische, kaukasische, persische, indische Lager). Neben diese „Falten: 
lager“ treten die an Zahl geringen, aber an Ausdehnung und Bedeutung 
großen „Tafellager“ in nahezu ungestörten geologischen Schichten 
des Altertums der Erde. Ihnen gehören die riesigen Lager im Öst- 
lichen und mittleren Teile der Vereinigten Staaten an. — Die Träger 
des Erdöls sind in der Regel stark durchlässige, also leicht durchdring- 
bare Gesteine, wie Sande, Sandsteine, gewisse Kalke usw. 
Vielenorts tritt das Petroleum in reichfließenden natürlichen Quellen 
zutage, so im Bakugebiet, in Texas und an anderen Stellen der Union, 
in Mexiko. Meist. aber wird es durch Brunnen gewonnen, deren An- 
lage in manchen Feldern ganze Wälder von Bohrtürmen entstehen 
ließen. Die mit den Petroleumlagern verknüpften Gase entweichen 
dem Boden stellenweise in großer Masse, so auf der Halbinsel] 
Apscheron am Kaspisee, im Ohiobecken und im Staate Oklahoma 
(U. 8. A.). Dort stellen sie als Lieferanten von Heiz-, Koch- und 
Leuchtgas eine wichtige Bezugsquelle für die Industriefeuerung sowie 
für die Haushaltung und die Gasversorgung zahlreicher Städte dar. 
Bei ihrer leichten Entzündbarkeit erzeugen die Gasquellen häufig die 
bekannten natürlichen Feuer. Ein solches soll bei Baku bereits seit 
dem 10. Jahrhundert brennen. 
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Rußland als Erdölproduzent 
führend. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts traten: an seine Stelle die 
Vereinigten Staaten mit rasch steigenden Förderziffern, die gegen- 
wärtig fast drei Viertel der Weltförderung darstellen. Bis 1917 be- 
hauptete Rußland den zweiten Platz, stand aber bereits in scharfem 
Wettbewerb mit dem neuerschienenen Ölstaat Mexiko, der nach dem 
Zusammenbruch des Russischen Staates dessen Ölproduktion schnell 
1 Barrel = 1,59 hl. 1 Millarde Barrels = etwa 140000 t.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.