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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

Full text: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1815583320
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-204544
Document type:
Monograph
Author:
Fisher, Irving http://d-nb.info/gnd/118533541
Title:
The stock market crash - and after
Place of publication:
New York
Publisher:
Macmillan
Year of publication:
1930
Scope:
XXVI, 286 S.
graph. Darst
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter VIII. Scientific Research and Invention
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Stemanis 
431 
Störe 
Abkochung von Blauholz und Galläpfeln, die 
ßiit Essig, Alaun und Eisenvitriol und darauf 
mit Gummiarabikum und Terpentin gemischt 
■wird. Zum Zeichnen der Wäsche wird meist 
ein Gemisch von ammoniakalischer Silbedösung 
mit Soda und Gummiarabikum benutzt. 
Sternanis (Badian, lat. Fructus anisi stellati, 
Semen badiani, frz. Badiane ou Anise ötoilö, 
engl.Star anise)nemnt man die würzigen Früchte 
eines im östlichen Asien heimischen, in China 
häufig angebauten, immergrünen Baumes aus 
der Familie der Magnoliazeen, Illicium ani- 
satum, der auch in Japan und auf den Philip 
pinen gezogen wird. Der Name rührt von der 
eigenartigen Form der Frucht her, die aus fünf 
bis acht schotenförmigen, mit den Spitzen auf 
wärts gebogenen Fächern sternförmig zusammen 
gesetzt ist. Bei der Fruchtreife springen die 
Fächer oben auf und bilden nun kahnförmige 
Gebilde, in denen je ein linsenförmiger, glän 
zend hellrotbrauner Samenkern sichtbar ist. In 
der Handelsware finden sich die unversehrten 
Früchte meist mit Bruchstücken und ausgefalle 
nen Körnern vermengt. Die holzigen, zerbrech 
lichen Hülsen oder Kapseln sind außen grau 
braun und runzelig, innen glatt und braunrot. 
Die Droge hat einen starken Geruch nach Anis 
und einen würzig süßlichen, etwas brennenden 
Geschmack. Sie wird hauptsächlich als Gewürz, 
doch auch bisweilen medizinisch als Bestandteil 
v on Brusttee und anderen Tees angewandt. Das 
dem eigentlichen Anisöl sehr ähnliche ätherische 
Ol findet sich am reichlichsten, bis zu s o/o, in 
den Kapseln, in den Kernen hingegen nur zu 
2 %, und wird meist schon in China durch De 
stillation der frischen ganzen Früchte dargestellt. 
—- Das Sternanisöl (lat. Oleum anisi stellati, 
frz. .Essence de badiane 'ou d’anise ötoilö, engl. 
Oil of Star anise) wird in ziemlich erheblicher 
Menge aus Südchina bezogen und in Blechkani 
stern versandt, die mit dem bekannten grau 
grünen, mit chinesischen Schriftzeichen versehe 
nen Papier beklebt sind. Das spez. Gew. des Öles 
liegt zwischen 0,980 und 0,990, der Erstarrungs- 
Punkt bei —f— 14 bis -f-18 °. Sternanisöl löst 
sich in drei Teilen 900/oigem Spiritus klar auf. 
Neben Safrol, durch dessen Anwesenheit es 
sich von Anisöl unterscheidet, sind als wich 
tigste Bestandteile Anethol, Methylchavikol 
Und Pinen zugegen. Das öl wird hauptsächlich 
tur Herstellung von Likören benutzt. In der 
Medizin dient es, wie Anisöl, als würzhaftes, er 
wärmendes Mittel. — Von den bisweilen beobach 
teten Verwechslungen mit anderen ähnlichen 
Samen ist besondere Vorsicht gegenüber den 
Früchten der in Japan heimischen Art Illicium 
r eligiosum geboten, die wegen des Gehaltes an 
den Glykosiden Shikimin und Shikiminsäure 
giftig- wirken. Man erkennt sie leicht an der ge- 
fingeren Größe und dem stark zurückgebogenen 
Schnabel am Ende eines jeden Fachs. 
Sternwurzel (Sterngraswurzel, Leucht- 
sternwurzel, Kolikwurzel, engl.Blazingstar), 
e ir»e in Nordamerika sehr bekannte und all 
gemein als Hausmittel angewandte Droge, die 
Ueuerdings auch in Europa als Arzneimittel 
empfohlen wird, stammt von der Liliazee Ale 
xis farinosa und besteht aus einem wage- 
fechten, s—8 cm langen Wurzelstock von 0,4 bis 
1,0 cm Dicke. Der letztere ist oben glatt, unten 
konkav und mit hellgrauen, faserigen oder schup 
pigen Blattresten besetzt und trägt an seiner 
unteren, konkaven, Fläche zahlreiche, einfache, 
im älteren Zustande 'glänzendschwarze, im jünge 
ren braune oder weißliche Wurzelfasern von 
S—8 cm Länge. Das Innere des Wurzelstockes 
ist meist mehlig, von zerstreuten Netzbündeln 
durchzogen, der Geschmack anfangs nur mehlig, 
später aber sehr bitter. 
Stickoxydul, N 2 0, bildet im verflüssigten Zu 
stande einen Gegenstand des Handels upd wird 
ähnlich wie die flüssige Kohlensäure in eisernen 
Flaschen versandt. Es wird hauptsächlich von 
Zahnärzten zum Betäuben an Stelle des Chloro 
forms benutzt und wegen eines eigentümlichen 
Zustandes der Berauschung, den es erzeugt, 
Lachgas oder Lustgas genannt. Man gewinnt 
das S. durch Erhitzen von Ammoniumnitrat als 
ein färb- und geruchloses, nur aus Stickstoff 
und Sauerstoff bestehendes Gas von süßlichem 
Geschmack. Es ist i.szmal schwerer als Luft 
und wird bei o° unter einem Drucke von 30 At 
mosphären flüssig. Unter gewöhnlichem Luft 
druck bildet es erst bei —88° eine farblose 
Flüssigkeit, die bei — 100 0 C zu einer eisartigen 
Masse erstarrt. 
Stiefmütterchenkraut (Dreifaltigkeits 
blume, lat. Herba violae tricoloris seu Herba 
jaceae, frz. Pensee sauvage, engl. Pansy), das 
getrocknete, blau blühende Kraut des wild 
wachsenden Stiefmütterchens, Viola tri- 
color (L.), wird in Apotheken und Drogen 
handlungen als blutreinigender Tee und gelinde 
wirkendes Abführmittel für kleine Kinder ver 
kauft. Es besitzt einen nur schwachen Geruch 
und süßlich schleimigen Geschmack und enthält 
als wirksamen Bestandteil ein Glykosid, Viola- 
querzitrin, neben Salizylsäurementhylester. Es 
muß jährlich frisch gesammelt werden. In vielen 
Gegenden werden nur die Blüten der Pflanze 
(lat. Flores violae tricoloris seu Flores jaceae, 
frz.Fleurs de pensüe sauvage, engl. Pansy flowers) 
als Tee verlangt. 
Stillingiasamen sind die talghaltigen Samen 
des zu den Euphorbiazeen gehörenden Talg 
baumes, Stillingia sebifera Michx., der im 
tropischen Asien und China vielfach angebaut 
wird. Die schwarzen Samen liegen in den drei 
kantigen Früchten in einer fettigen Masse von 
gleicher Zusammensetzung wie das Samenfett 
eingebettet und geben beim Auspressen einen 
weißen Talg, der chinesischer Talg, vege 
tabilischer Talg (frz. Suif d’Arbre, engl. Vege- 
fable tallow of China) genannt wird und zur 
Herstellung von Seifen und Kerzen Verwen 
dung findet. Seine Hauptbestandteile sind Pal 
mitin und Stearin. 
Stiltonkäse, ein überfetter englischer Weich 
käse, der in dem Dorfe Stilton in der Graf 
schaft Huntington und in einigen Gegenden von 
Leicestershire bereitet wird, bildet zylindrische 
Stücke von 15—20 cm Durchmesser, 20—30 cm 
Höhe und 3—10 kg Gewicht. Er ist erst gegen 
Ende des zweiten Jahres genügend reif und gilt 
als besonders gut, wenn er im Inneren von 
Schimmel durchsetzt ist. 
Störe, Acipenseridae, zu den Schmelz 
schuppern (Ganoidei) gehörende Fische mit
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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