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Die deutsche Volkswirthschaft und der Weltmarkt

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Volkswirthschaft und der Weltmarkt

Monograph

Identifikator:
1821348664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217403
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Kaliindustrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1929
Scope:
XII, 175 Seiten
Tab
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die deutsche Volkswirthschaft und der Weltmarkt
  • Title page
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.

Full text

X . 
— 66 — 
durchleuchten, eine das bisherige Dunkel vielfach erhellende,, wenn auch nicht 
restlos erklärende Fackel der Erkenntnis entziindete er hier. In seinen Wer 
ken, insbesondere in den drei Riesenbänden des „Kapital" ist eine schier ver 
schwenderische Fülle von Geist ausgegossen. Ueberall schöpft Marx bei der 
Konzeption seiner Cedanlengänge aus erster Hand, die kleinsten Einzel 
heiten aller parlamentarischen Blaubücher über die wirtschaftliche Lage der 
englischen Arbeiterklasse sind ihm wohlbekannt. Unermüdlich sammelt er al 
les, rastlos durcharbeitet er alles, auf das Scharfsinnigste durchdenkt er alles. 
Namentlich das „Kapital" „enthüllt eine solche Fülle wirtschafts-theore- 
tifcher, wirtschaftsgeschichtlicher und wirtschaftspolitifcher Ideen, stellt eine 
solche Fundgrube nationalökonom'ischen Wissens dar, daß jeder, auch wenn 
er die einseitigen Gesichtspunkte, aus denen das ganze Material verarbeitet 
und gesichtet ist, sich nicht zu eigen macht, die reichste Anregung und Beleh 
rung aus diesem Werke erhält." (D'iehl a. a. O., S. 414.) 
Sein großes Verdienst ist es insbesondere, daß er auf die außerordentlich 
schweren Gefahren, die unser ganzes Wirtschaftsleben zufolge des Vorhan 
denseins der industriellen Reservearmee — deren Existenz in der Tat als 
Signatur unserer privatkapitalistischen Wirtschaftsordnung nicht gut in Ab 
rede gestellt werden kann — bedrohen, mit furchtbarem Ernst hingewiesen 
hat. Irrig freilich ist es, wenn er hierbei lehrt, daß die „industrielle Re 
servearmee" sich immer wieder von neuem aus sich selber erzeuge. Denn 
diese, die durch ihr Ueberangebot auf dem Wirtschaftsmarkt die Löhne herab 
drückt, hat ihren Ursprung und ihr Rekrutierungsgebiet, wie dieses der be 
rühmte Soziologe Franz Oppenheimer in seinen verdienstvollen Werken 
(„Die Siedelungsgenossenschaft", 2. Auflage, 1913, „Das Großgrundeigentum 
und die soziale Frage", 1898, „Die soziale Frage und der Sozialismus", 1919) 
einwandsfrei erwiesen hat, auf dem Lande in den Eroßgllterbezirken. Von 
dort setzt die massenhafte Abwanderung ein, die in die gewerblichen Zentren 
einströmt und dort auf die Löhne drückt. Aus den Großgüterbegirkenj, den 
Gebieten des wirtschaftlichen Hochdrucks strömen die Menschenmassen zu un 
gezählten Tausenden jahrein, jahraus in die Gebiete des wirtschaftlichen 
Niederbruchs, um dort verwüstend zu wirken. Eine Bekämpfung der Groß 
güter muß daher zur Gesundung des sozialen Lebens in allererster Linie 
beitragen. Diese großen Zumsammenhänge hat Marx verkannt, seine Be 
trachtung heftete sich zu ausschließlich an dem einen Produktionsfaktor: 
menschliche Arbeit, er vergaß hierbei die gewaltige Bedeutung des anderen 
Produktionsfaktors: Grund und Boden so gut wie vollkommen! Vor allem 
aber hat Marx den Arbeiter erst gewissermaßen für sich selbst gewonnen und 
ihm das Verständnis für seine gewaltige Bedeutung im Produktionsprozesse 
beigebracht, er hat ihn hingewiesen mit flammenden Worten auf das Un 
würdige seiner Stellung, daß ihn der Unternehmer nur als dienendes Teil 
rädchen im Produktionsprozeß betrachte. Schon ihm war letzten Endes die 
Hebung der ganzen Persönlichkeit des Wirtschaftsmenschen, seine Heraus 
hebung aus dem bloßen Objekt der Wirtschaft zu ihrem Subjekt, Menschen 
ökonomie und nicht Steigerung der Produktivität das Primäre! So hat 
er den wissenschaftlichen Sozialismus auf das Tiefste begründet. Gewiß 
auch er war nur ein Kind seiner Zeit, ein irrender Mensch und kein Gott, 
seine angeblichen „ehernen Gesetze" der menschlichen Wirtschaft passen durch-
	        

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Wissenschaftlicher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus Und Bolschewismus. Nordische Verlagsanstalt R. Hieronymus, 1919.
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