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Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

Monograph

Identifikator:
1823190766
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-220010
Document type:
Monograph
Title:
Finanzen und Steuern im In- und Ausland
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1930
Scope:
896 S
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

817)] Die Kassen der Orden und Arbeitervereine. Resultate. 359 
im Jahre also etwa 19 Mill.) aus. Da die 14 größten Orden 1899 nur 2,7 Mill. J 
(55 Mill. Mtk.) für Hülfszwecke an ihre männlichen erwachsenen Mitglieder zahlten, so 
erhellt die relative Bedeutung des Gewerkvereinskafsenwesens immerhin. 
Die großen Hülfskafsen der Bergarbeiter entstanden von 1863 an nach den Haupt— 
distrikten des Bergbaues; es nehmen jetzt über 300 000 Arbeiter teil, jede zählt tausende 
von Mitgliedern, die größte 1896 — 122 257 Bergleute; ihr Hauptziel ist die Ver— 
sorgung der im Betrieb Verunglückten; sie geben den Betroffenen Krankengeld, Alters- und 
Invaliden-, Witwen- und Waisen⸗-, sowie Sterbegelder; die Unternehmer zahlen Zuschüsse 
von 8-200/0 der Arbeiterbeiträge; die größte, die Northumberland- und Durhamkasse 
nahm 1896 2,26 Mill. Mk. ein, gab 1,75 Mill. Mk. für Versicherungszwecke aus, allein 
iür Alte und ganz Erwerbsunfähige fast 1 Mill. Ein Oberverband faßt die Kassen 
pusammen. 
Was ist nun in Großbritannien mit der 150 jährigen Arbeit auf dem Gebiet 
des Arbeiterversicherungswesens, abgesehen von den neuesten Reformen, erreicht worden? 
Sehr breite Schichten des Arbeiter- und Mittelstandes, vielfach nebst Frauen und Kindern, 
wohl 20—25 Mill. Personen, sind auf den Todesfall mit einem kleinen Sterbegeld 
versichert; aber es fehlt einem großen Teil dieser Versicherung jeder Segen eines genossen— 
ichaftlichen Vereinslebens, und ein sehr erheblicher Teil der Kassen ist heute noch mit 
Wucher, Trinkgelagen, schlechter Verwaltung, Betrug, allzu häufigem Bankerott behaftet. 
Gegen Krankheit sind wohl 426 Mill. höherer Arbeiter und Personen des Mittelstandes 
leidlich versichetrt und zwar der größere Teil derselben in kräftig blühenden Vereinen, 
die fittlich und wirtschaftlich ihre Mitglieder erziehen. Für Alter, Invalidität und 
Anfall waren 1880 nur wenige Prozente versichert; auch heute ist es nur für den Unfall 
etwas besser. Nach Hasbach waren zwar 1876 von 1000 Einwohnern des Vereinigten 
Königreiches 191 Mitglieder von Hülfskassen; von 11804 Armenhäuslern aber waren 
7391 aus Hülfskassen ausgetreten oder hinausgeworfen worden, 83918 hatten einer Kasse 
angehört, die bankerott machte; davon hatten über 2000 10-40 Jahre Beiträge ge— 
zahlt. Schottland und Irland ist an der ganzen Entwickelung nicht viel beteiligt. 
Der Grund, daß trotz unsagbarer Anstrengung im ganzen doch nicht so sehr viel 
erreicht wurde, liegt wohl auch an der früheren und teilweise noch heute vorhandenen 
Unzulänglichkeit der Löhne; noch mehr aber an der langsamen Umbildung der geld— 
wirtschaftlichen Sitten der unteren Klassen, an der unendlichen Schwierigkeit des 
Problems, die alten Gildefitten halb zu erhalten, halb mit kaufmännischem Rechnen 
iür ferne Zukunft zu verbinden, sast ohne staatlichen Zwang mit geringer Hülfe der 
oberen Klassen ein gutes Arbeiterversicherungswesen zu organisieren. Das Große, was 
doch — hauptfächlich in den Orden und Gewerkvereinen — erreicht ist, liegt in der 
moralisch-psychischen Umbildung und Erziehung der Arbeiterelite; Millionen haben 
gelernt, in human-brüderlichem Geist Opfer zu bringen, für die Zukunft zu sorgen, ohne 
immer wieder den größeren Teil des gesammelten Geldes zu vertrinken, zu teilen u. s. w.; 
sie haben dabei Versicherungsgeschäfle für Menschenalter zu führen gelernt; ihre Vor— 
stände und Sekretäre gehören zu den führenden Geistern auf dem Gebiete der mathe— 
natischen Versicherungswissenschaft. Aber sie konnten doch nur bei den höchststehenden 
Vereinen und in Bezug auf Krankheit und Sterbegeld seit den letzten 25 Jahren wirklich 
Vollkommenes erreichen. Das Problem der Unfall-, Alters- und Invaliditätsversicherung 
ist unendlich schwieriger, setzt größere festere Körperschaften voraus, als es die Orden 
und Gewerkvereine im ganzen sind. 
Die guten Elemente der englischen Arbeiterversicherung haben einen fast er— 
schöpfenden Kampf mit der Roheit, Indolenz und Gedankenlosigkeit der unteren Klassen, 
gegen die Erwerbslust der Aktiengesellschaften, gegen die Gleichgültigkeit und Abneigung 
des Parlamentes und die egoistischen Klafseninteressen der Parteien geführt. An hoch— 
stehenden Geistern, die dabei auf die Seite der Arbeiter traten, hat es zwar nie gefehlt, 
aber sie beherrschten das Parlament nicht. So tauchten auch in England seit dem 
18. Jahrhundert Verstaatlichungspläne der Arbeiterversicherung stets wieder auf. Lord 
Althorp fuchte 1833, Gladstone 1864 Altersrentens und Sterbegelder für Arbeiter bet
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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