Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Schutz dem Arbeiter!

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Object: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

diesen schlechten Zeiten etwas mehr zu verdienen«. Von den Arbeitern wird freilich meiste 
theils der Vortheil dieser Ueberzcit und des Mehrverdienstes nicht eingesehen, denn P 
sagen, daß dieser Mchrvcrdienst bei verlängerter Arbeitszeit wieder verausgabt werden 
für besseres Essen, so daß ein finanzieller Vortheil ihnen dadurch gar nicht erwachse. 3» 
vielen Fällen wurde die rcgierungsräthlichc Ucberzcitbcwilligung in ihrem ganzen tt» 1 ' 
fange gar nicht benutzt, weil der Arbeitgeber bald einsah, daß die Mehrproductio» 
so gering sei, daß Heizung und Licht daraus kaum bestritten werde, und daß die Arbcü 
am folgenden Morgen mit weit weniger Energie fortgehe, als bei Einhaltung ^ 
kürzern Dauer. Oefter willigten auch die Arbeiter in eine Verlängerung der Arbeit»' 
zeit nicht ein, besonders wenn sie mit Stückarbeit beschäftigt gewesen waren." 
Auch bezüglich der Stickereien, bei denen die Durchführung de» 
Maximal-Arbeitstages am schwierigsten erschien, führt der Fabrik-Jnspector 
an, daß derselbe sich jetzt ziemlich eingebürgert habe und man sich „am 
seitig mit großer Befriedigung" über die Erfolge ausspreche: 
„So sagte man fast überall int Vorderland und Mittelland des Cantons Appens 
wo ich bei meinem ersten Besuche, hauptsächlich der Arbeitszeit wegen, auf viele Schwierig 
keilen gestoßen war: »Der Normal-Arbeitstag habe sich als eine große Wohlthat st 
die Arbeiter und F ab rica nt en erwiesen; es werde viel regelmäßiger gearbei^ 
das Blaumachen, über das früher so viel geklagt worden, kenne man kaum mehl' 
während der kürzern Arbeitszeit werde intensiver gearbeitet und sorgfältigere u» 
bessere Arbeit geliefert. Der Normal-Arbeitstag erweise sich als eine der besten 
stimmungen des Gesetzes.« 
Zum Schlüsse sagt dieser Inspector: 
„Aus der großen Zahl von Gesuchen um Ueberzcitbcwilligung könnte geschlosst'^ 
werden, daß die elfstündige Normal-Arbeitszeit wirklich zrr kurz sei. Betrachtet man 1)0 
Verzcichniß (ber Gesuche) aber genauer, so ist ersichtlich, daß nur ein Fünftel säm»' 
licher Fabriken diese Ueberzcit bedürfen und daß stets die gleichen wieder um ernew 
erte 
öS»' 
all-l 
bisher gemachten Erfahrungen kann mit Bestimmtheit behauptet werden, daß die Arbe^ 
»ohlthat erblicken. Wäre ^ 
c# 
psindlich auf die Stückarbeiter drücken, was aber keineswegs der Fall zu sein scheint. 
früher so oft ausgesprochene Befürchtung, »es werde die kürzere Arbcitsdauer den Arbe^ 
mehr zum Wirthshausbesuch veranlassen,« hat sich als unbegründet bewies^ 
Die schweizerische Industrie hat durch den Normal-Arbeitstag an G*' 
currenzfähigkeit nicht verloren." 
Bewilligung nachsuchen, während vier Fünftel der Etablissements mit der gew 
lichen kürzern Arbeitszeit auszukommen wissen. — In Berücksichtigung 
bisher gemachten Erfahrungen kann mit Bestimmtheit ļ 
fast ausnahmslos im Normal-Arbeitstag eine große 
bedeutende Productionsündcrung damit verbunden, so müßte dieselbe in erster Linie 
Derselbe Fabrik-Jnspector führt pro 1884/85 an. 
„Wiederholt äußern sich die Fabrikbesitzer dahin, daß sie nur in ganz dringe»^ 
Fällen von den U e berzei tb ewilligungen Gebrauch machen, da es sich iin»'^ 
mehr herausstelle, daß damit weder für die Arbeitgeber, noch für ^ ļ 
Arbeiter ein erheblicher Vortheil erzielt werde." 
Der Fabrik-Jnspector des I. Bezirkes, Dr. Schuler, war stets ein 
zeugter Vertreter des Maximal-Arbeitstages. Derselbe constatirt V* 
1884/85 sogar bezüglich der Spinnereien, welche sonst stets 1 
längste Arbeitszeit für sich in Anspruch nehmen:
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Zusammenstellung Der Aus- Und Durchfuhrverbote. R. v. Decker’s Verlag G. Schenck, Kgl. Hofbuchhändler, 1917.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.