Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Handelskammern

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Full text: Die Handelskammern

Monograph

Identifikator:
1831750147
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-221175
Document type:
Monograph
Title:
Almanach d'adresses de la Chambre de Commerce, d'Industrie et de Métier `a Zagreb
Place of publication:
[Erscheinungsort nicht ermittelbar]
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Year of publication:
1930
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Industrija. Industrie - Industrie - Industry
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

4. Der Handel nach sozialistischer Anschauung. 
49 
Konkurrenten. Jeder strebt daher danach, diese zu vernichten, und es entstehen daraus 
Bankerotte, Aufkauf, Wucher, Börsenspiel und eine Menge anderer unsittlicher Manöver 
der Gewinnsucht, wodurch der eine bloß auf den Ruin des andern hinarbeitet, alle 
Erwerbsvcrhältnisse in ein ewiges Schwanken und in fortwährende Unsicherheit verseht 
und zugleich die ganze Gesellschaft beraubt. 
Kritik dieser Angriffe. 
Der Handel ist an sich kein Zeichen der Demoralisation, sondern nur eine Sphäre, 
in der sich die inenschliche Selbstsucht geltend macht. Er ist unter allen gesellschaftlichen 
Formen eine Notwendigkeit und ein Hebel der Kultur, denn er ist der Amsatz der 
verschiedenen individuellen Arbeitsprodukte zur gegenseitigen Befriedigung der menschlichen 
Bedürfnisse, er ist der Prozeß, durch welchen die Individuen wie die Völker mit ihren 
mannigfachen Einlagen und Kräften sich gegenseiüg in ihrer Entwicklung unterstützen. 
Ohne ihn verliert jede Privatarbeit ihre gesellschaftliche Bestimmung, ihre Beziehung 
zum Gemeinwohl. Aber es gibt vom Handel einen sittlichen Gebrauch und einen 
unsittlichen Mißbrauch. Die Sozialisten schildern nur den letzteren und begreifen unter 
dem Handel nur den Wucher, der auf die Not und das Anglück anderer spekuliert; 
sie schildern nur den menschlichen Egoismus, wie er sich auf dem Gebiete des Verkehrs 
zeigt. Das Mißtrauen, die Verheimlichung der wahren Eigenschaften eigener Produkte 
und das Streben, von der Ankenntnis anderer Vorteil zu ziehen, sind nicht die 
notwendigen Gefährten des Handels, sondern Äußerungen derselben menschlichen Selbst 
sucht, die sich auch vor dem Verkehr durch andere Mittel offenbarte, und die gerade 
umsomehr aus dem Verkehre verschwinden, je ausgebildeter das Gewerbe des Handels ist. 
Was aber die nationalökonomischen Nachteile des Handels betrifft, welche die 
Sozialisten hervorheben, so beruhen diese ebenfalls auf einer einseitigen Parteiauffassung 
des Lebens, welche einzelne Mißbräuche der Sache für den allgemeinen Gebrauch 
derselben ausgibt. 
Sie sagen: Der Handel beschäftigt eine Menge überflüssiger Zwischenpersonen, 
welche nur konsumieren und die Waren verteuern. Aber der wahre Handel beschäftigt 
im Gegenteil eine Menge Personen, welche dadurch produzieren, daß sie die Güter 
verteilen, Überfluß und Mangel ausgleichen und durch ihre Arbeit den Konsumenten 
die Waren verwohlfeilern. 
Sie sagen: Die produktiven Gewerbe verlieren durch den Handel eine Menge 
Arbeitskräfte. Aber im Gegenteil, die übrigen Gewerbe gewinnen durch den Handel 
Arbeitskräfte, weil der Kaufmann die ganze Arbeit verrichtet, welche ohne denselben 
jeder Produzent mit weit mehr Zeitaufwand selbst verrichten müßte. 
Sie sagen endlich: Der Handel beherrscht Produktion und Konsumtion; aber der 
Handel wird vielmehr durch die Produktion und Konsumtion beherrscht und steht mit 
beiden wirtschaftlichen Tätigkeiten in fortwährender Wechselwirkung. Er verteilt, was 
die Produktion ihm zur Verteilung überliefert, und übergibt die Produtte den 
Konsumenten, die ihrer bedürfen. 
Wo er allein den Martt beherrscht, wo er die kleinen Produzenten nötigt, unter 
dem Wert zu verkaufen, und die Konsumenten, über den Wert zu kaufen, da ist er 
eben ausgeartet, da ist er nicht mehr Handel, sondern Wucher. Alle jene unmoralischen 
Auswüchse des Verkehrs, Aufkauf, Börsenspiel usw. sind durchaus verwerflich, aber 
durch ihre Verwerflichkeit wird nicht die redliche Tätigkeit des Kaufmanns und die 
nationalökonomische Produttivität seiner Arbeit widerlegt. Aus dem Mißbrauche des 
Handels folgt nicht die Notwendigkeit seiner Aufhebung, sondern die Notwendigkeit 
seiner Veredelung. 
Mollat, BolkswirtschastUches Lesebuch. 
4
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Grundzüge Der Theorie Der Statistik. G. Fischer, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.