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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
183264667X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222130
Document type:
Monograph
Author:
Boissonnade, Prosper http://d-nb.info/gnd/101724543
Title:
Le travail dans l'Europe chrétienne au moyen âge (Ve-XVe siècles)
Edition:
Nouv. éd
Place of publication:
Paris
Publisher:
Alcan
Year of publication:
1930
Scope:
II, 431 S.
Ill.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Livre II. La restauration, l'émancipation, i'œuvre et l'apogée du travail das l'europe chrétienne du milieu du xͤ au milieu du xivͤ siècle
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

Mitteln nicht allzu wählerisch zu sein, die Wonne des Leerens zu ge 
nießen. Während wir also unter dem gegenwärtigen System das kleinere 
Übel gelegentlicher Mißgriffe bei Wahlen erdulden müssen, schirmt es 
uns gleichzeitig gegen entwürdigendes Feilschen und Markten, gegen 
Bestechung und andere Arten des Bettels um Majoritäten, was alles der 
Bekanntmachung der Resultate der Hauptwahl folgen und bis zum 
Schluß der Stichwahl anhalten würde. Die Macht des politischen 
Mechanismus, der im Dunklen arbeitet, wird zu einer Gefahr; könnte 
er das bekannte Zahlenmaterial der Hauptwahl verwenden, so müßten 
sich seine dunklen Seiten noch um viele Grade tiefer nuancieren. Wir 
wehren die widerlichen Ergebnisse des Parteihasses ab, wie sie in 
Belgien, durch das Stichwahlsystem begünstigt, zutage treten, wo 
Liberale für die Katholiken stimmten, um die Sozialisten zu ärgern, 
und die Sozialisten Katholiken wählten, um die Liberalen zu krän 
ken (1894 und 1896). Wir schützen uns gegen das bedenklichere 
Übel, daß die Gewalt kleiner Koterien geistig beschränkter Wähler, 
die irgendein eigenes Elixir über die allgemeine Wohlfahrt stellen — 
oder vielleicht auch nicht intelligent genug sein mögen, zu erkennen, 
daß sie dies wirklich tun —, bei der Stichwahl darüber entscheiden 
soll, wer von zwei Konkurrenten in das Parlament zu senden sei, um 
un der Regierung des Reiches teilzunehmen. Alle diese Übelstände 
sind heute schon vorhanden, nur daß ihnen die Einführung der Stich 
wahl neue Wirkungsmöglichkeiten eröffnen und eine erweiterte Macht 
sphäre verleihen würde. 
Wenn auch unser heutiges System hinfällig und veraltet ist, so wird 
doch ein System von Stichwahlen, möge es nach außen immerhin den 
Eindruck einer mechanischen Verbesserung machen, weder den wirk 
lichen Fortschritt erleichtern, noch den demokratischen Willen in 
seiner politischen Ausprägung befestigen, noch die politische Urteils 
kraft erhöhen: ja wahrscheinlich wird es durch die konzentriertere 
Reizbarkeit und durch das intensivere Schachern und Handeln, die 
bei Wahlen erzeugt werden, die parlamentarische Vertretung noch un 
genauer als heute gestalten. 
Nun sind dem Stichwahlsystem, das lange Zeit als der einzigste 
praktische Ausweg gegenüber unserem bestehenden Wahlsystem be 
trachtet wurde, auch in den Verteidigern der Verhältniswahl Kritiker 
erstanden. Einst war das Proportionalwahlsystem, das zuerst von Herrn
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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