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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Teil: Der Konzernbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

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kenntnis der mannigfaltigen Formen der Erscheinungen wird es 
möglich sein, begrifflich an das Wesen des Konzerns heranzukom- 
men, Als konstitutive Merkmale lassen. sich nun folgende heraus- 
Schälen: ; 
1. Der Konzern ist ein Zusammenschluß von mehreren recht- 
lich selbständigen Unternehmungen. Diese Tatsache wird fast in 
allen Definitionen hervorgehoben. Dabei ist es gleichgültig, ob 
die Beziehungen unmittelbar hergestellt werden, wie bei der Jnter- 
Essengemeinschaft, oder ob sie nur mittelbar auftreten, z. B. durch 
den modernen Effektenkapitalismus. Die Konzerne sind aber keines- 
wegs nur Zusammenfassungen bisher selbständiger Unternehmun- 
gen, also Konzentrationserscheinungen. Das Begriffsmerkmal 
„Mehrheit von Unternehmungen“ wird auch sehr oft künstlich, 
durch Abspaltung einzelner Tätigkeitsgebiete aus einer Unterneh- 
nung hergestellt, indem diese sich aufteilt in mehrere, äußerlich 
Selbständige, aber innerlich verbundene Unternehmungen, soge- 
hannte Tochtergesellschaften, oder durch völlige Neugründung von 
Solchen. Daher ist ein einzelnes Großunternehmen, auch wenn es 
loch so gigantisch und produktionsverzweigt ist, nie ein Konzern 
und ebensowenig ist für eine Fusion von mehreren Unternehmun- 
Sen zu einer einzelnen der Begriff Konzern anwendbar. Beide 
können zwar Träger und Rückgrat eines Konzerns, seine: führende 
Unternehmung sein, aber ohne Verbindung mit anderen rechtlich 
Selbständig bleibenden Unternehmungen sind sie immer nur ein 
Einzelunternehmen. 
Die wirtschaftlich technische Zusammensetzung ist kein kon- 
Stitutives Merkmal: Es können verschiedenartige oder gleichartige 
Unternehmungen sein. Der horizontale Aufbau, die Zusammen- 
fassung von Betrieben der gleichen Produktionsart und Produk- 
jonsstufe unter einheitlicher Leitung hat den Zweck der Kostener- 
Sparnis; zwischen den unter einer Oberleitung vereinigten Firmen 
wird eine weitgehende Arbeitsteilung und Spezialisierung durch- 
Seführt, meist in Verbindung mit Normalisierung und Typisierung 
der Produkte. Bei vertikaler Zusammenfassung sind Betriebe ver- 
Schiedener Produktionsstufen oder ganz verschiedener Produktions- 
Zweige zu einem wirtschaftlichen Gebilde vereinigt. Natürlich ist 
auch der. Fall möglich, daß horizontaler und vertikaler Aufbau in 
einem Konzern vorkommen. Daher darf man auch keineswegs den 
Konzern als Verkörperung einer konkreten wirtschaftlichen Zu- 
Sammenschlußart ansehen z. B., der vertikalen Konzentration, wie 
77
	        

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Zur Begriffsbestimmung Der Kartelle Und Konzerne. Weiss, 1931.
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