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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

23 
2. Der Bürgerstand. Dadurch, daß einem jeden der Zugang zu allen 
Stellen, Gewerben und Beschäftigungen eröffnet wird, gewinnt der Bürgerstand 
und muß dagegen auch seinerseits auf alles Verzicht leissien, was andere Stände 
hisher ausschloß. 
3. Der Bauernstand. Der zahlreichste und wichtigste, bisher allerdings 
am mehrsten vernachlässigte und gedrückte Stand im Staate, der Bauernstand, muß 
notwendig ein vorzüglicher Gegenstand seiner Sorgfalt werden. Die Aufhebung 
der Erbuntertänigkeit müßte durch ein Gesetz kurz und gut und sogleich verfügt 
werden. 
5. Freier Gebrauch der Kräfte der Untertanen aller Klassen. Die 
Ausübung persönlicher Kräfte zu jedem Gewerbe oder Handwerk werde frei und 
die Abgabe darauf gleich in den Städten und auf dem Laude. Die Abschaffung 
der Zünfte und der Taxen, wo nicht auf einmal, doch nach und nach, würde fest⸗ 
zusetzen sein. 
6. Nur eine Radikalkur unserer Verfassung kann dem Staate wieder neues 
Leben geben und ihm solches erhalten. Möge man sie doch nicht scheuen und mit 
starker Hand die nötigen Maßregeln — ja keine halben — ergreifen! Hindernisse 
werden sich genug auftürmen, aber sie werden zusammenfallen, wenn man ohne 
Weitläufigkeit und mit Mut auf sie losgeht. 
Wir geben nun noch kurz einen knappen Überblick über die unter 
Hardenberg entstandenen Reformen. Dieser entfaltete jetzt eine erstaun— 
liche Tätigkeit. Die Gesetze folgen Schlag auf Schlag. Das erste war 
die „Verordnung über die veränderte Verfassung aller obersten Staats— 
behörden in der preußischen Monarchie“ vom 27. Oktober 1810. Der 
„Staatsrat“ wird errichtet, freilich im anderen Sinne, als Stein es 
einst gewollt. Hardenberg stärkte hierin die Macht des Staatskanzlers 
und damit die seinige; an einem selbständigen Leben der Einzelprovinzen 
lag ihm nicht viel. Unter demselben Datum folgt ein „Edikt über die 
Finanzen“, das einen umfassenden Finanzplan zum Zwecke der Schulden— 
zahlung an Frankreich bekannt macht. 
Am 8. November 1810 ergeht in einem für damalige Zeiten — 
wo der harte Gesindezwang kaum erst aufgehoben war — ungemein 
freisinnigen, ja radikalen Geiste die Gesindeordnung; es werden hier 
zum ersten Male die Pflichten und Rechte der Herrschaft und des Ge— 
findes gesetzlich geordnet. Das Edikt vom 2. November 1810 und das 
Gesetz vom 8. September 1811 brachten sodann in kühner Neuerung, 
die ihrer Zeit weit vorauseilte, die vollständige Gewerbefreiheit, wie 
sie unter Stein schon angebahnt war. Der kleine Mann genoß fortan 
in Preußen eine wirtschaftliche Freiheit, wie sie nirgendwo in Deuschland 
hestand. 
Wir haben hier noch ganz besonders zu betonen, daß dies Gesetz 
eigentlich erst der Wirkung der Städteordnung Steins freie Bahn 
öffnete, ja sie insofern zum Abschluß brachte, als jetzt erst, durch 
die Freiheit des gewerblichen Lebens angeregt, die Bevölkerung in den 
Städten zunächst langsam und sodann unaufhaltsam anzuwachsen be—
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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