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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

153 
Textilindustrie durch die mechanischen Spinnmaschinen und Webestühle 
in einen ganz anderen Betrieb hineingedrängt wurde, durch welche 
der Handarbeiter mehr und mehr um seine bisherige Thätigkeit gebrachtist. 
Dies übertrug sich allmählich auf andere Branchen, bei den nächstliegenden 
durch die Erfindung der Striek- und Wirkmaschinen. Demnächst 
wurde die Papierfabrikation, die Verarbeitung der Metalle in die 
yleiche Richtung durch Erfindung einer grossen Zahl von Maschinen 
hineingezogen, und schliesslich blieb kaum ein Handwerk, abgesehen 
von den Dienstgewerben, durch die Erfindung neuer Maschinen oder 
neuer Gewerbsmethoden unberührt. Dadurch war der Anlass und die 
Handhabe geboten, um den Kleinbetrieb in Grossbetrieb zu verwandeln, 
wobei mit einer geringen Zahl von Arbeitskräften durch Zuhilfenahme 
von Maschinen viel billiger, viel schneller und viel mehr produziert 
werden konnte als bisher. Die Wirkung der Maschinen wurde aber in 
der bedeutsamsten Weise durch neue gewaltige Motorkräfte gefördert, 
vor Allem durch die Verwertung der Dampfkraft. Durch ihre Ver- 
mittlung vermag man durch ein Kilogramm Steinkohle die Tagesarbeit 
eines kräftigen Mannes zu leisten. Jetzt werden in Deutschland gegen 
120 Millionen Tonnen Steinkohlen verbraucht, und durch Dampf- 
maschinen wird hier eine Arbeit vollbracht, die der von etwa 60 Milli- 
onen Menschen gleichkommt. Mit zwingender Gewalt musste dadurch 
das Gewerbe in ganz andere Formen gebracht werden. 
Zwei Umstände waren es aber, welche die Ausbildung des Gross- 
betriebes in besonderer Weise begünstigten, einmal wie erwähnt, die 
Entwicklung der Kreditwirtschaft, welche die Konzentrierung er- 
heblicher Kapitalien zu einem einzelnen Unternehmen wesentlich er 
leichterte. Wir erinnern vor allem an die Form der Aktiengesell. 
schaften, welche in der neueren Zeit eine früher nicht geahnte Bedeu- 
tung gewonnen haben. Auf der anderen Seite brachte das Zeitalter 
des Dampfes eine Verbesserung der Kom unikationsmittel, welche 
in bezug auf Schnelligkeit, Billigkeit und Exaktheit des Transportes 
dem wirtschaftlichen Leben ganz andere Aufgaben zu stellen vermochten, 
und dadurch, dass sie sich in verhältnismässig kurzer Zeit in den 
Dienst Aller stellten, sowohl für das Leben des Einzelnen, wie für die 
Entwicklung der Gesamtheit die höchste Bedeutung gewannen. Durch 
die Herstellung von Kanälen, welche namentlich in England. und Frank- 
reich besonders in dem 18. Jahrhundert zum Ausbau gelangten, war 
schon eine wesentliche Erleichterung des Binnenverkehrs geschaffen. 
Seit dem Beginne des 19. Jahrhunderts griff die Anlage von Kunst- 
strassen, hesonders Chausseen mehr und mehr um sich, welche das 
[nnere des Landes, namentlich in dem grossen Landkomplex von 
Deutschland in bedeutsamer Weise erschlossen. Aber was sind diese 
Verkehrserleichterungen gegen die, welche die Eisenbahnen zu bieten 
vermochten. 1840 gab es in Deutschland erst 469 km. Schienenstränge, in 
zanz Europa erst 3103, 1900 in Deutschland gegen 50 000 km, in Europa 
[898: 265000 km. Das einzelne Land ist nun durch ein engmaschiges 
Netz von Haupt- und Nebenbahnen durchzogen, welches alle Teile 
des Landes miteinander verbindet und in Beziehung zu den Haupt- 
marktorten bringt, während die grossen durchgehenden Bahnen den 
internationalen Austausch vermitteln und die entlegensten Gegenden in 
den Weltverkehr hineingezogen haben. Eine wesentliche Ergänzung erfuhr 
Kredit. 
Verbesserte 
Kommuni- 
irationsmittel.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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