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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

116 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes u. der Einkommensverteilung. —[574 
verhältnisse, die schon länger bestehen, die vielleicht bisher als erträgliche und billige 
angesehen wurden, können durch den Wechsel der Maßstäbe, durch neue Vergleiche mit 
nalogen Werten, die gestiegen sind, durch veränderte Ansprüche ans Leben, nun als 
anbillige empfunden werden. Im einen wie im anderen Fall wird das um so mehr 
geschehen, als die Preise mit dem rücksichtslosen Gebrauch der Macht und wirtschaft⸗ 
ichen Überlegenheit zusammenhängen, als sie Folge der Ausnützung der Not und der 
Unkenntnis der Schwächeren sind. Sie werden eben dann als Not- und Wucherpreise, 
As Ausbeutung und Ungerechtigkeit bezeichnet werden; manchmal gewiß mit Unrecht, 
oft aber auch mit Recht. 
Wir kommen damit zur allgemeinen Frage: giebt es einen gerechten Wert und 
Preis überhaupt? Und waäas ist sein Ursprung, seine Bedeutung, seine Folge? 
Indem wir auf das verweisen, was wir allgemein über das Princip der Ge— 
rechtigkeit in der Volkswirtschajst (1S. 74 und 75) und über die Schranken und Regu— 
ierungen der freien Konkurrenz (j1l 8 160, 161) sagten, geben wir zu, daß die Wert⸗ 
erscheinungen zu einem erheblichen Teile nur Folge natuͤrlicher Elemente, zujälliger 
Freignisse sind, daß sie von den unbeherrschbaren Schicksalen der Völker mit bedingt 
sind. Aber das gilt nicht für glle Teile der Wertbildung; an vielen Stellen sehen wir 
lar, daß die Preise und ihre AÄnderungen von individuellem Willen, von gesellschaft⸗ 
lichen Einrichtungen allein oder mit bestimmt sind. Und soweit das der Fall, sprechen 
wir von gerechtem oder ungerechtem Wert. 
Nun ist freilich die Scheidung dieser zwei Gruppen von Thatbeständen und Ur— 
jachen der Wertbildung sehr schwierig. Der Mißmut der Betroffenen sieht leicht eine 
Schuld und erhebt Anklagen, wo keine vertretbaren Fehler vorliegen. Andererseits 
zeneralisiert der rücksichtslose gewinnlustige Realist ebenso falsch; er sieht nur die Fälle, 
n denen Natur, Zusall, Schicksal die Preise für den verlierenden Teil so hart gestaltet 
haben, und behauptet deshalb allgemein, daß es sich in der Volkswirtschaft nur um 
Größenverhältnisse und ihre Folgen handele, die einer sittlichen Betrachtung nicht unter— 
lägen. Zumal in einer materialistischen Zeit, in den habsüchtigsten Kreisen der Ge— 
schäftswelt hält man es für das gute Recht des Klugen und Geriebenen, jede Gewinn— 
möglichkeit mit äußerster Rücksichtslosigkeit auszunutzen. Und eine Gesellschaft mit 
reiem Privateigentum und relativ freiem Verkehr muß das auch bis auf einen gewissen 
Brad dulden, wenn sie nicht die freie wirtschaftliche Bewegung aufheben will. Aber 
daneben wird die Gesellschaft und werden besonders alle höher stehenden, alle edleren, 
feinfühligen Elemente in ihr sich bewußt bleiben, daß die Werte und Marktpreise in 
der oben angegebenen Beschränkung durch menschliche Anordnungen und Einrichtungen 
korrigierbar sind. Hier wird man sich stets erinnern, daß die Preise Gewinn und 
Verlust in bestimmten Kreisen verteilen, welche, gesellschaftlich und sittlich verbunden, 
eine billige und gerechte Ordnung ihres Einkommens erhoffen, verlangen und, soweit 
es geht, durchseßzen wollen; unser Innerstes fordert, daß eine solche Ordnung im 
zroßen und ganzen bestehe oder erstrebt werde. Keine Gruppe zusammengehsriger 
Menschen, keine Markt- oder sonstige Gesellschaft wird je über unbillige Preise und 
über eine unbillige Einkommensverteilung als deren Folge sich damit trösten können 
und dürfen, das“ sei eben das Ergebnis des freien, willkürlichen Machtgebrauches der 
Individuen. Sie wird immer zwischen sittlich und rechtlich erlaubtem und unerlaubtem 
Machtgebrauch unterscheiden. Sie wird immer wieder den sittlich unerlaubten tadeln, 
den rechtlich unerlaubien zu hindern und zu strafen suchen und überlegen, bis wohin 
das rechtlich Unerlaubte gehen dürfe. 
Die hierbei maßgebenden Gefühle und Überlegungen werden dabei stets dahin 
treben, die größeren oder kleineren zusammengehörigen Gruppen von Menschen nach 
hren Eigenschaften, Tugenden, Verdiensten, Fehlern in gewisse abzuschätzende Reihen 
und Stufen zu bringen; man wird sagen: die Ehren und die Güter, die Strafen und 
»ie Nachteile sollten diesen Urteilen, diesen Stufen entsprechen. Dann hätte jeder das 
Seine, dann wäre die Gerechtigkeit voll und ganz hergestellt. 
Jeder Vernünftige und billig Denkende weiß nun wohl, daß dieses Ziel nie ganz
	        

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