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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

1185)] Die sittlichen Kräfte, ihre Wirkung auf Blüte und Verfall. 677 
Wir sahen, daß den großen volkswirtschaftlichen Aufschwungsperioden Zeiten 
geistig⸗-sittlichen Fortschrittes vorausgegangen waren. Wir erblicken die letzte Ursache 
untergehender Völker und Volkswirtschaften in dem Erlbschen ihrer sittlichen Kräfte. 
Was verstehen wir darunter? 
Wir haben das nützliche als das zweckmäßige Handeln auf dem Gebiete der 
niedrigen äußeren Zwecke, das sittliche Handeln als das zweckmäßige auf dem Gebiete 
der hoͤheren und socialen Zwecke definiert (( 8 62). Alles politische und volkswirt— 
schaftliche Leben, sofern es auf einem Zusammenwirken von Menschen beruht, gehört 
diesem Gebiete an. Die steigende Erkenntnis der gesellschaftlichen und psychologischen 
Folgen des menschlichen Handelns bahnt uns den Weg zum Sittlichen; der Sieg der 
höheren edlen Gefühle über die niedrigen giebt uns die Kraft, sittlich zu handeln. Der 
künftige oder sofortige Sieg der edlen, sür Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfenden Helden, 
Staatsmänner, Apostel und Märtyrer über die Gemeinheit, Dummheit, den Egoismus 
hebt die Völker empor, schafft fittliche Kräfte in breiteren Schichten. Indem die 
Menschen nicht bloß dem Augenblick und dem Genuß, sondern zugleich der Zukunft, 
der Gesellschaft, dem Staate, der Menschheit leben wollen, erheben sie sich zu sittlichen 
Charakteren. Wo die Menschen diese Höhe des Standpunktes nicht einnehmen oder wieder 
verlieren, nur sich und ihrem Egoismus leben, sinken sie herab, lösen und bedrohen 
fie die Bande der Gesellschast. Alle Bildung von führenden Aristokratien und Re— 
gierungen beruht darauf, daß sie einerseits Vertreter der geistig-technischen Fortschritte, 
andererseits zugleich die sittlichen Fuhrer ihres Volkes sind. Sobald sie aufhören dieses 
zu sein, schwächt sich ihre Stellung, beginnt die Klassenherrschaft, das Unrecht. Für 
aͤlle höher entwickelten Völker ist es daher eine der wichtigsten Fragen, ob und wie 
weit Regierende und obere Klassen dem Gesamtwohl dienen oder dem eigenen Vorteil, 
dem eigenen Genuß und Erwerb. Wo sie in letzterer Weise handeln, ahmen ihnen not⸗ 
wendig bald auch die übrigen Klafsen nach; das ganze Volk degeneriert moralisch. 
Dabei verlangt natürlich die sittliche Pflicht niemals, daß der einzelne, stehe er 
hoch oder niedrig, nicht für sich, seine Familie und Kinder, für seinen Erwerb und sein 
Vermögen, seine Gesundheit, sein Emporsteigen sorge; das ist erlaubt und sogar Pflicht. 
Eine Ration von Idealisten, die das vergäße, die den Selbsterhaltungstrieb ausrotten 
wollte, ginge zu Grunde. Aber die selbstischen Sorgen sollen nie allein die Menschen 
beherrschen; es soll ein Gleichgewicht zwischen ihnen und dem höheren Streben vorhanden 
sein; und dieses Gleichgewicht wird sich in den Regeln der Moral, der Sitten, des Rechtes, 
in den Institutionen zeigen. Wenn veränderte äußere und innere Umstände die alten 
Regeln und Institutionen auflösen, so müssen bei der Neubildung derselben nicht bloß 
der Egoismus, sondern ebenso Pflichtgefühl und Hingabe an das Gemeinwohl Pate stehen; 
zumal in den Zeiten der Auflbsung des Alten, der Bildung des Neuen müssen solche 
Kräfte, die wir die sittlichen nennen, stark genug im ganzen Volke und bei seinen 
Führern vorhanden sein. 
Man hat oft gesagt, es gebe keinen sittlichen Fortschritt, sondern nur einen 
folchen des Wissens. Auch Goethe sagt: „klüger und einsichtiger werden die Menschen, 
aber nicht befser, glücklicher und thatkräftiger oder nur auf Epochen.“ Manche meinen, 
nur die Inflitutionen würden besser, nicht die Individuen. Aber diese wirken doch 
auf die Menschen zurück. Ursprünglich war der Mensch fast ein Tier, heute wird er 
von VBernunft, höheren Gefühlen, kluger Einsicht und Fernsicht, steigendem Wissen be⸗ 
herrscht, und das macht ihn besser. Ich möchte den Satz Goethes umkehren: der Mensch 
ist körperlich, geistig und moralisch unendlich fortgeschritten; aber der Fortschritt ist 
schwierig und schwankend; gar leicht wird bei Umbildung zu neuen Zuständen die Harmonie 
hon Korper und Geist, von Wissen und Charakter, von Egoismus und Pflichtgefühl gestört; 
und deshalb werden immer wieder vorüber gehende Epochen des körperlichen, des geistigen, 
des moralischen Verfalles kommen. Immer wieder wird der Mensch vor größere Aufgaben 
gestellt, denen er, denen die Gefühle, Ideen, Institutionen der Gegenwart noch nicht 
—— nach mancherlei Schwankungen, Irrfahrten, Rückschlägen
	        

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