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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

14 
Einleitung. 
boten, 1394 wurde sie allgemein, ausser nach mit England in 
Feindschaft lebenden Staaten, erlaubt. Dies wurde 1494 be- 
stätigt, jedoch so, dass die Ausfuhr in bestimmten Fällen zum 
Vortheil des Landes beschränkt werden konnte und 11 Jahre 
später wurde die Ausfuhr von dem Preise des Getreides ab- 
hängig gemacht, 
Waren die bisherigen Ausfuhrerleichterungen mehr durch 
das Agriculturinteresse als durch Freihandelsideen durchgesetzt, 
so wurden diese Anfänge auch nicht zur baldigen Durchsetzung 
vollständigen Freihandels mit Getreide weiterentwickelt, son- 
dern 1463 gelang es, die Einfuhr fremden Korns zu verbieten, 
so lange der Preis des Korns nicht im Inlande eine bestimmte 
Höhe erreicht hatte. Es wurde also der inländische Grund- 
besitz gegen zu starkes Sinken der Getreidepreise geschützt. 
Trotz einiger Schwankungen in der Gesetzgebung der 
folgenden hundert Jahre stand seit Elisabeth das Prineip 
freier Getreideausfuhr innerhalb gewisser Grenzen fest. 
Wenn auch die Getreidepreise, bis zu deren Erreichung 
die Ausfuhr gestattet war, wechselnd normirt und dem Weizen 
zugleich Ausfuhrzölle auferlegt waren, so wurden doch die 
Einfuhrzölle auf Getreide sehr hoch normirt und fielen nur bei 
exorbitant hohen Getreidepreisen ganz weg. 
Gewiss war bei vielen Vertheidigern dieses Systems -der 
Gedanke lebendig, es sollten dadurch gleichzeitig die Interessen 
der Getreideproducenten und Consumenten befriedigt, erstere 
gegen zu niedrige, letztere gegen Zu hohe Preise geschützt 
werden. Abgesehen aber davon, dass man zwar den kleinen 
und mittleren Getreidebauer heben wollte, bei dem eng- 
lischen Landsystem aber die gegen zu niedrige Getreidepreise 
geschützte Person immer mehr nicht der Bauer, sondern der 
Grundbesitzer war, so ist klar, dass dadurch der durchschnitt- 
liche Getreidepreis erhöht, sehr häufig ein Preis hervorgebracht 
wurde, der höher war, als er bei vollem Freihandel gewesen 
wäre, fast nie einer, der niedriger war, als der Preis bei 
vollem Freihandel. Es konnten dadurch nur die Differenzen 
zwischen dem höchsten und niedrigsten Preis gemildert wer- 
den, indem das mögliche Minimum der Preise erhöht wurde,
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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