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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Natur und die menschliche Arbeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

—13 
gung aus. In den meisten Fällen bedarf es einer Anstrengung, 
um aus dem passiven Zustande des Bedürfnißfühlens in den gctiven 
der Befriedigung überzugehen, indem eine Mühewaltung nöthig ist, 
um das Mittel der Befriedigung, den Gegenstand des Genusses 
oder des Gebrauches herbeizuschaffen oder herzustellen. Beim Athmen 
fällt Bedürfniß und Befriedigung fast zusammen: es liegt zwischen 
beiden keine Anstrengung als Mittelglied, die Luft strömt uns überall 
von selber zu. Im Allgemeinen aber ist das unmittelbare Material, 
das nicht verarbeitet zu werden braucht, nur gering: selbst die Luft 
hat man sich oft zu erwerben, indem man sie zu erwärmen hat. 
Das Bedürfniß des Essens, Wohnens und Sichkleidens verlangt vor 
der Befriedigung mannigfaltige Anstrengungen und Mühen, um 
die Speisen, das Haus, die Kleidung herzustellen. Diese Anstren- 
gungen können größer oder geringer sein. Zum Wassertrinken ist 
in der Regel nur das Herbeiholen des Mittels der Befriedigung 
nöthig. Wie viele Anstrengungen dagegen haben sich erst einander 
folgen und sich vereinigen müssen, um die Mittagstafel selbst in einer 
einfachen Haushaltung herzustellen! Denn der Mensch unterscheidet 
sich vom Thiere gerade auch dadurch, daß er die sinnliche Befriedi⸗ 
gung umständlich macht, daß er wie die alten Komiker scherzten, 
ein Thier ist, welches kocht, einen Tisch deckt, die Speisen und Ge— 
tränke in zierlichen Gefäßen aufstellt, schöngeformte Löffel, Messer 
und Gabeln gebraucht u. s. w. Der Zweck der Nothdurft, sich zu 
erhalten, wird durch diesen Apparat der Mittel als das Feigenblatt 
der Cultur veredelt. Das Mittel steht hier also höher als der 
Zweck, der dadurch erreicht wird, wie eine Maschine in ihrer sinn 
reichen Einrichtung mehr sein kann, als das Produkt, welches sie 
liefert, ein Webstuhl z. B. mehr, als die Nachtmütze, die er webt. 
Die Mittel, die uns demnach zur Befriedigung unserer Be— 
dürfnisse zu Gebote stehen, sind zwei: die Natur und die Arbeit, 
das Geschenk Gottes und die Anstrengung.) Wenn das Athmen 
N Durch das ganze Buch von Bastiat geht dieser Gegensatz von Natur 
und Arbeit und kehrt unter anderen Formen immer wieder. So stehen bei 
ihm zwei Reihen von Begriffen sich einander gegenüber, von denen die eine⸗ 
aus dem Wesen der Natur, die andere aus dem der Arbeit resultirt. Durch
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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