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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 
selbst: mit einem Worte, seine Wünsche dehnen sich in's Endlose aus. 
Aber auch bei keiner andern Art von Geschöpfen sind die 
Kräfte einer solchen Entwickelung fähig, als beim Menschen. Er 
allein vergleicht und urtheilt, er allein schließt und spricht; er sieht 
voraus; er opfert die Gegenwart der Zukunft; er überliefert von 
Generation zu Generation seine Arbeiten, seine Gedanken und die 
Schätze seiner Erfahrung; er endlich allein ist einer Vervollkommnung 
fähig, deren unmeßbare Kette jenseit dieser Welt ihren Anknüpfungs- 
punkt hat. Blieben wir bei der Anerkennung dieser Thatsachen 
stehen, so würde der Mensch von den andern Geschöpfen sich nur 
durch die größere Ausdehnung seiner Bedürfnisse und durch die 
Ueberlegenheit seiner Fähigkeiten unterscheiden. Während aber die 
Natur ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Thiere und 
ihren Fähigkeiten hergestellt hat, — die letzteren entsprechen jenen 
vollständig — hat sie den Menschen mit mehr Größe und Frei- 
gebigkeit behandelt. Um ihn zur Geselligkeit zu bringen, hat sie 
gewollt, daß in der Abgeschlossenheit seine Bedürfnisse seine Fähig 
keiten überträfen, daß hingegen im gesellschaftlichen Zustande seine 
Kräfte den Bedürfnissen überlegen wären und dadurch seinen edlen 
Genüssen ein unbegrenztes Feld öffneten. 
Unsere Frage ist nun: auf welche Weise giebt der Tausch 
den Fähigkeiten das Uebergewicht über die Bedürfnisse? Der Tausch 
äußert sich auf zweierlei Weise: in der Vereinigung der Kräfte, 
in der Theilung der Arbeit. 
Es ist einleuchtend, daß die vereinigte Lraft mehrerer Menschen 
größer ist, als die Summe unserer vereinzelten Kräfte. Wir neh-⸗ 
men an, es sei eine schwere Last von der Stelle zu bewegen. Da 
wo tausend Menschen nach einander vergeblich sich bemühen könnten, 
ist es möglich, daß vier Menschen mit vereinten Kräften zum ZSiele 
kommen. Wie viele Diuge in der Welt wären ohne solche Ver⸗˖ 
einigung nicht zu Stande gekommen! Das Zusammenwirken zu 
einem gemeinsamen Siele der Muskelkraft ist aber noch nichts, wenn 
wir bedenken, daß die Natur uns mit sehr mannigfaltigen physischen, 
sittlichen, geistigen Kräften ausgestattet hat. Auf der verschiedenen
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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