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Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1895264332
Document type:
Multivolume work
Author:
Myers, Gustavus
Title:
Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1916 -
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1895266750
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242184
Document type:
Volume
Author:
Myers, Gustavus http://d-nb.info/gnd/10190651X
Title:
Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
XL, 412 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil: Die Verhältnisse in der Niederlassungs- und Kolonialzeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil: Die Verhältnisse in der Niederlassungs- und Kolonialzeit
  • Zweiter Teil: Die grossen Landvermögen
  • Dritter Teil: Die grossen Vermögen aus Eisenbahnen

Full text

55 
vor Heuchelei. Er schritt, ein grausamer Gauner, durch 
die Welt und spähte mit kalten Augen nach Beute, aber 
er verbarg seine Motive nie unter einer berechneten 
Miene von Frömmigkeit oder Wohlwollen. Er betrog 
Tausende über Tausende, denn Geschäft ist Geschäft, 
aber sich selber betrog er nicht. Seine bitteren Ausfälle 
gegen das, was er theologischen Blödsinn und Aberglauben 
nannte, und seine heftige Art, Geistliche abzuweisen, die 
Geld von ihm wollten, trugen sicherlich nicht wenig dazu 
bei, ihm den Ruf zu verleihen, in dem er stand. Er kümmerte 
sich den Teufel um die kirchlichen Drohungen mit gött- 
lichen Strafen; er lebte in seiner Welt des Handels, wühlte 
sie um und steckte sich die Taschen voll. Bis zuletzt 
flammte sein vulkanischer Geist ungebrochen, selbst als er, 
achtzigjäihrig, mit abgeschnittenem Ohr, mit zerquetschtem 
Gesicht und ohne Augenlicht dalag, weil er von einem 
Lastwagen überfahren worden war. 
Die ganzen achtzig Jahre lang hatte das Mitleid keinen 
Platz in seinem Herzen. Als er aber im Dezember 1831 
starb und sein Testament geöffnet wurde, war das Staunen 
groß! Alle seine Verwandten bekamen Legate; sogar seine 
Lehrlinge empfingen je 500 Dollar, seine alten Diener Pen- 
sionen. Hospitäler, Waisenhäuser und andere mildtätige Ein- 
richtungen waren bedacht. 500 000 Dollar gingen an die 
Stadt Philadelphia für öffentliche Bauten; 300 000 Dollar 
für die Kanäle Pennsylvaniens; ein Teil seines wertvollen 
Gutes in Louisiana an die Stadt New Orleans zur Ver- 
schönerung dieser Stadt. Den Rest seines Vermögens, 
atwa sechs Millionen, bekam ein Kurator zur Errichtung 
and Ausstattung eines Waisen-Gymnasiums, das denn auch 
nach ihm benannt wurde. 
Nun erhob sich ein allgemeines Staunen und Lobpreisen, 
Wer hatte jemals einen derartigen Gemeinsinn gesehen? 
Wo gab es eine so hohe Seele, die man so mißverstanden 
hatte? — Hier und da wurden schwache Proteststimmen 
laut: Girards Reichtum stamme aus der Allgemeinheit, 
und es sei nur recht und billig, wenn er wieder an die 
Allgemeinheit zurückgehe; seine Geschäftsmethoden hätten 
Witwen und Waisen verursacht, und es sei nur recht und
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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