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Ueber einige Verwaltungseinrichtungen und das Tarifwesen auf den Eisenbahnen Englands

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Bibliographic data

Metadata: Ueber einige Verwaltungseinrichtungen und das Tarifwesen auf den Eisenbahnen Englands

Monograph

Identifikator:
826610137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-78190
Document type:
Monograph
Author:
Reitzenstein, Eduard
Title:
Ueber einige Verwaltungseinrichtungen und das Tarifwesen auf den Eisenbahnen Englands
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vahlen
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (V, 212 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

1. Sittentafeln für den Handlungslehrling. 
139 
achten: aus Pfennigen werden Taler. Daher wirst du im Großhandel den Klein 
handel nicht gering schätzen, der jenem zugrunde liegt. 
Der Kleinhandel ist die Schule der Betriebsamkeit: der Spekulationshandel geht 
noch über deine Fassungskraft, die aber in deiner Lehre eben dafür gebildet 
werden soll. 
Handeln, Sammeln und Einteilen lernst du am Ladentisch, im Lager schätzen; 
am Schreibepult Anschaffen und Anordnen (Disponieren). 
Mit Menschen aus allen Ständen hast du zu schaffen: so lernst du sie behandeln, 
wirst leutselig, gefällig und einnehmend; die Gewohnheit folgt, die Ungeduld ver 
schwindet. 
Beharrlichkeit wird dir Bedürfnis werden. An langweiligen Arbeiten und 
anderen Prüfungen deiner Ausdauer wird es nicht fehlen; sie werden dich aber in 
deiner Tugend stärken, ohne welche du deiner Bestimmung als Kaufmann nie ent 
sprechen kannst. 
Immer um Mein und Dein handelnd, erwirbst du dir Menschen- und Selbst 
kenntnis, und, bist du klug, so benutzest du beide zu deiner Veredlung wie zu deinem 
Emporkommen. 
Selbstbeherrschung, wenn du jetzt sie lernst, wird in reiferen Jahren dich be 
glücken. Denke bei jeder Versuchung daran; fliehe aber die Versuchungen. 
Deine äußeren Verhältnisse, deine inneren Mängel werden zu Hindernissen 
deiner Bestrebungen werden; du wirst bei größeren Aufgaben immer auf größere 
stoßen; sei nicht verzagt; kluge Beharrlichkeit führt zum Ziel. Das größte Hindernis 
deiner Ausbildung und der Erfüllung deiner Pflichten ist Verdrossenheit; meide sie. 
Bei freudigem Eifer gelingt jedes Bemühen, jede Arbeit leichter. 
Entschlossenheit wirst du immer weniger haben, als brauchen. Im Drange 
der Geschäfte wird deine Geistesgegenwart, deine Umsicht geprüft. Mit Sicherheit 
sollst du handeln lernen. Aber dazu bietet nicht so die Stille der Schreibestube Ge 
legenheit, wie der lebendige Handelsverkehr, bei welchem Kopf und Glieder in Tätig 
keit sind. Lernst du jetzt im kleineren Geschäfte besonnen und entschlossen handeln, 
so wirst du einst auch in einem umfassenderen Wirkungskreise nicht leicht den Kopf 
verlieren, wenn anders du überhaupt Kopf zu deinem Berufe mitbringst. 
Verschwiegenheit sei eine deiner heiligsten Pflichten, jetzt zunächst für anderer, 
künftig mehr für dein eigenes Wohl. 
Du wirst bald genug einsehen, wie wichtig ein ausgebreiteter Kredit für den 
Kaufmann ist. Kein Vertrauen ohne Redlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Treue bei dir. 
Demut lehrt dich deine Abhängigkeit. Aber deine Lehrzeit ist nur die Vor 
schule; frei wirst du einst als Kaufmann, aber, wie jetzt von deinem Lehrherrn, bist 
du dann von deiner Welt abhängig. Nur durch guten, treuen Dienst erwirbst, er 
hältst du beider Gunst. Die freie Wahl seiner Wirksamkeit ist die Freiheit des Kauf 
manns und Demut im Glück seine Würde. 
III. 
Du sollst, um dein Selbst willen, deinen Lehrherren gehorsam sein, ihr Bemühen 
für dein Bestes freudig anerkennen und mit Liebe ihnen danken. Von manchem, 
was du jetzt lernen und üben mußt, wirft du erst später Gebrauch und Nutzen ein 
sehen; darum folge willig der reiferen Einsicht. 
Um für freies Wirken tüchtig zu werden, sollst du jetzt deine Kraft im Geschäfte 
deines Lehrherrn üben. Die Lehre gibt dich ihm zum Dienste; diene ihm fleißig, 
redlich, treu und gewissenhaft: fleißig, durch Arbeitslust und Emsigkeit; redlich, durch 
Wahrheit und Vertrauen, Heilighalten des Eigentums, Sorgfalt für die Ehre und 
den Vorteil deines Herrn; treu, durch Anhänglichkeit, Liebe und Ergebenheit; ge
	        

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Geschichte Des Öffentliche Kredites. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1927.
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