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Lebenserinnerungen

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Bibliographic data

fullscreen: Lebenserinnerungen

Monograph

Identifikator:
826719449
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-30888
Document type:
Monograph
Author:
Schuster, Richard
Title:
Die Social-Demokratie
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Steinkopf
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 236 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lebenserinnerungen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
  • Schluß
  • Index

Full text

8 
O ! .. f vO *.•. 
Hrflc Kinderjahre. 
Ili eine ersten Schicksale waren wenig glücklich. Beinahe wäre 
U f viii) rasch durch einen Unfall aus dem Leben geschieden. 
Ich saß, kaum einjährig, auf dem Schoß meiner Mutter, ergriff 
aus einem Schlüsselkorb blitzartig ein offenes Vorhängeschloß 
und steckte es in den Mund, um es herunterzuschlucken. Ls hing 
nun alles daran, daß ich nicht erstickte. Meine Mutter bemühte 
sich mit größter Kraft jenes Schloß zu erfassen und zurückzuziehen. 
Inzwischen wurde aber der ganze Hals zerrissen. Lndlich gelang 
es ihr das Schloß herauszuziehen, sie wurde dann ohnmächtig. 
Das ganze Haus lief zusammen. Vier oder fünf Ürzke wurden 
gerufen, sie alle glaubten, daß ich in einigen llugenblicken sierben 
müsse. Der Hausarzt meinte: „Lassen Sie das Kind in Kühe ster 
ben". Trotzdem versuchte die großmutter mir etwas Haferschleim 
einzuträufeln, und indem sie die Wirkung dessen sorgfältig beob 
achtete, gewahrte sie, daß ich einige Tropfen herunterschluckte. Dies 
gab dem Hausarzt wieder Mut, und ich wurde gerettet. Über 
natürlich war ich auf lange Zeit arg geschwächt. 
Dieses Unglück war nicht das einzige. Lin Scharlachfieber 
hatte in seinen Tolgen größere Wucherungen auf der Hornhaut 
meiner Llugen hervorgerufen. Ich wurde dabei ärztlich zunächst 
falsch behandelt, völlig vom Licht abgesperrt und ganze Wochen 
in ein völliges Dunkel gebracht; alle Mittel, die ziemlich bar 
barisch waren, halfen nicht das mindeste. Lndlich eröffnete der 
Llrzt meinen Litern, daß ich das Llugenlicht verlieren werde. 
Natürlich wurden nun andere Ürzte zugezogen, der berühmte Llugen- 
arzt, Dr. Lange in Lmden, hat mich gerettet, der uns befreundete 
berühmte Professor Trerichs aber sein Urteil bestätigt. Ünfänglich 
waren die Llugen noch sehr zart, ich wurde später ihretwegen 
als dauernd untauglich zum Militärdienst erklärt, sie haben sich 
aber im Laufe der Zeit immer mehr gekräftigt. Meine durch diese 
Leiden geschwächte gesundheit wurde durch den wiederholten Be 
such von Seebädern sehr gefördert. 
Olle diese Lrlebnisse gaben mir einen großen Lrnst und haben 
mich bald in manches grübeln gebracht, um so mehr, weil die 
schweren Verluste meiner Llngehörigen hinzu kamen. Zunächst 
wurde mir mein einziger lieber kleiner Bruder genommen. Voch 
am Weihnachtskage 1850 hatten wir miteinander vergnügt gespielt 
und uns über einen gemeinsamen Schlitten gefreut. Llm Sylvester- 
abend wurden wir nach dtr Kirche gebracht, um die Posaunen 
zu hören, mit denen nach dortiger Sitte damals der Schluß des
	        

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Ferdinand Lassalle. Verlag Ullstein & Co, 1919.
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