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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

4. Kap. Die nichtfreie Preisbildung. 
199 
schiedes ist übrigens auch darin zu suchen, daß reiche Kunden das Feilschen 
^ unter ihrer Würde ansehen oder sich um die einzelnen Vorgänge in ihrem 
Haushalte nicht sonderlich kümmern und die Bezahlung den Dienstboten 
überlaffen. Die aber machen den Verkäufern hinsichtlich des Preises meist 
keine Schwierigkeiten. Auch haben viele Leute keine Zeit zum Feilschen und 
Handeln. In den Fällen, in welchen Geschäftsleute den Dienstboten bei den 
Ankäufen, die sie für ihre Herrschaften machen, eine Prämie bewilligen und 
ļktztere in den Preis einrechnen, sind die Preise an sich nicht so hoch, wie 
şiê scheinen. 
Aber das unrichtige Verhältniß zwischen den Preisen im großen und 
denjenigen im kleinen hat noch einen dritten Grund. Gewisse Leute ziehen 
aus der Unwissenheit und der Oberflächlichkeit vieler Menschen oder aus der 
Abhängigkeit der Armen ihren Vortheil und beuten die Betreffenden schamlos 
aus. Bisweilen geschieht dies ganz öffentlich, nämlich da, wo die Geschäfts 
akt vermöge ungerechter Schuldgesetze arme Leute in Abhängigkeit von sich 
ringen und sie alsdann dazu nöthigen, das Verlangte zu zahlen. In andern 
füllen nimmt die Ausbeutung hingegen die Gestalt irgend eines Betruges an, 
'ņbem man falsches Gewicht anwendet, verfälschte Waren verkauft und andere 
dergleichen Mittel wählt. 
In Gegenden, in welchen übertriebene Detailhandelspreise allgemein ver 
set sind, stellt sich dann meist noch die weitere unheilvoll wirkende Er 
scheinung ein, daß sich so viele Leute dem Detailgeschäft zuwenden, daß sie 
^egen der übermäßigen Concurren; und des dadurch hervorgerufenen schwachen 
/kschäftsganges von gerechten Preisen gar nicht leben können. So führt eine 
Ermäßige Concurren; auf seiten der Verkäufer unter Umständen zu hohen 
^ bisen, was dann wieder Gegenmaßregeln zur Folge hat, durch welche gewisse 
g[ U * C , die es wenig verdienen, hart betroffen werden. Es hat demnach die 
c . Endung und Ausbreitung der Consumvereine, welche in den verschiedenen 
^iisirten Ländern eine immer größere Bedeutung erlangt haben, einerseits 
er ^ngs den größten Nutzen gestiftet, indem sie die Consumenten vor Be- 
Verfälschung und Uebertheuerung schützte und der Versuchung, sich in 
Schulden zu stürzen, Schranken zog, andererseits hat aber diese treffliche Re- 
diele achtbare Detailhändler geschädigt oder sogar gänzlich um ihr 
t0 *> gebracht. 
h s übrigens wolle man beachten, daß solche Vereine die Kosten des Tetail- 
^ aufs nicht gänzlich beseitigen. Sie kaufen im großen billiger ein und 
Mindern auch die Kosten des Detailverkaufs. Es wird dabei ein Verfahren 
^schlagen, daß ein allerdings nur mäßiger Ueberschuß der Laden- über die 
^^°spreise beibehalten wird oder daß die Käufer zwar sehr billig kaufen, 
* îņehr Zeit und Mühe auf ihre Einkäufe verwenden, oder auf einmal
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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