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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

240 
II. Buch. Der Güteraustausch. 
drücken. Uebrigens kann es selbst bei nicht beträchtlicher Abnutzung vor 
kommen, daß man die Münzen einschmelzen oder sonst ans dem inländischen 
Verkehr verschwinden laßt, weil man Gold oder Silber für den Export be 
darf. Um dem zu begegnen, empfiehlt es sich, in dieser oder jener Form eine 
Prägegebühr einzuführen. Dadurch erhalten die Münzen in der Regel einen 
entsprechend größern Tauschwerth und würde demnach das Einschmelzen der 
selben keinen Gewinn, sondern Verlust bringen. 
Wollte der Staat aber den Versuch machen, sich durch eine hohe Prķ 
gebühr eine bedeutende Einnahmequelle zu verschaffen, so würde das dazu 
führen, daß man zu Münzzeichen und andern Stellvertretern des Geldes 
seine Zuflucht nähme, und daß dadurch auch ein vermehrter eintrieb zur An 
fertigung falscher Münzen hervorgerufen würde. Dagegen erscheint eine Präge- 
gebühr, welche mindestens den Prägungskosten gleichkommt, ganz angemessen- 
Wird eine solche nicht eingehoben, so besteht die Gefahr, daß eine künstliche 
Entwerthung der Metallwährung eintrete, und auch ganz abgesehen von der 
Gefahr, daß die Münzen eingeschmolzen werden könnten, ist ein größerer 
Betrag derselben erforderlich, um eine gewisse Menge von Zahlungen bestimmten 
Umfangs machen zu können. Das aber bedeutet eine, zwar nicht große, aber 
immerhin zwecklose Verschwendung von Nationalvermögen. 
Am Ende des vorigen Kapitels war bereits die Rede von den Übeln 
Wirkungen, welche sowohl ein bedeutendes Steigen als ein beträchtliches Fallen 
des Tauschwerthes des Geldes und als Folge davon ein allgemeines Hinunter- 
beziehentlich Hinaufgehen der Preise nach sich zieht. Ein noch bei weites 
schlimmeres Uebel ist die künstliche Herbeiführung von Werthveränderungen 
der Tauschmittel, mit andern Worten, die Herabsetzung des Münzfuß 
von seiten der Staatsgewalt. Man ist dabei auf dreierlei Weise vor- 
üegmiücn: - 
1. auf dem Wege der Fälschung, indem man zwar eine Quantität ^ 
mettili von gleicher Schwere als Grundlage des Münzfußes beibehielt, delN- 
selben aber eine stärkere Mischung werthlosen Metalls beifügte; 
2. indem man Goldstücken von kleinerem Umfang und Gewicht den Wcr^ 
größerer und schwererer beilegte und das Publikum zwang, sie zu diesem Wer y 
anzunehmen. Derartige offenkundige Gewaltmaßregeln sind im Laufe der 
oftmals versucht worden und auch zur Durchführung gelangt. Das 
alter ist an Beispielen größter Mißbräuche dieser Art nur zu reich. ^ 
3. Endlich gibt es noch eine dritte, insbesondere den Verhältnissen unsers 
Zeitalters entsprechende Art: die übermäßige Ausgabe unverzinslicher Umlauf 
mittel aus Papier, also eine zu große Emittirung von Papiergeld, wie # 
es gemeiniglich nennt. Eine solche vollzieht sich in der Weise, daß ^ 
Umlaufsmittel über den Betrag hinaus, welcher zur Ersetzung des aus e
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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