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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

478 
IV. Buch. Nachtrage. 
nicht darin, daß sie behaupteten, es gebe auf naturwissenschaftlichem, Psycho 
logischem und ethischem Gebiete dauernd waltende Gesetze, sondern darin, daß 
sie gegen jeden Wechsel der Dinge blind waren und auch da nicht an einen 
solchen glaubten, wo sich ein solcher wirklich vollzieht. Sie ließen sich nicht 
dazu herbei, die unendliche Mannigfaltigkeit in Betracht zu ziehen, welche in 
Bezug auf Volkscharakter, Traditionen, Bildungsgrad, Religion, Sittlichkeit, 
natürliche Beschaffenheit der verschiedenen Länder, Klima, Reichthum und 
Productionsbedingungen unläugbar besteht. Sie übersahen, daß alle diese 
Verhältnisse die Handlungsweise der Menschen in verschiedenster Weise be 
einflussen und ihren Einfluß sogar auf die Beobachtung des Sittengesetzes 
äußern. So haben sich sowohl die Anhänger der klassischen als die der histo 
rischen Schule von Uebertreibungen nicht frei bewahrt. Es ist eben auch für 
die Gelehrten sehr schwer, sich von einem Extrem fern zu halten, ohne in das 
andere zu verfallen. 
Um noch ein Wort über die Bedeutung der Statistik für die politische 
Oekonomie zu sagen, so sind derartige geordnete Zusammenstellungen von 
Zahlen, die bestimmte Thatsachen zum Ausdruck bringen, auf einzelnen Ge 
bieten dieser Wissenschaft, und namentlich soweit es sich um die Production 
und den Austausch der Güter handelt, zweifellos nützlich. Doch werden für 
die Wirtschaftswissenschaft wichtige Informationen und Daten in weit größerer 
Menge dadurch gewonnen, daß man Erhebungen in der Art der königlichen 
Commissionen in England anstellt, oder daß tüchtige und zu diesem Behufe 
ausgebildete Beobachter Monographien verfassen, welche über die gesamte 
Lebensweise bestimmter Arbeiter-Familien und -Gruppen, über ihre Art 
wohnen, sich zu nähren, zu kleiden und zu vergnügen, über die Art ihrer 
Beschäftigung und die Verhältnisse, unter welchen sie arbeiten, über ihre Ein 
nahmen und Ersparnisse, über ihr religiöses und moralisches Leben sowie 
endlich über die Geschichte dieser Familien eingehende Aufschlüsse bieten. So 
ist die Beobachtungsmethode beschaffen, welche Frederic Le Play ihren Ursprung 
verdankt und sowohl in den übrigen Werken dieses großen Gelehrten und 
Menschenfreundes als besonders auch in dem schon mehrfach citirten Werke 
,1^68 ouvriers des deux mondes 4 — der von der Pariser Société intei 
nationale d’Économie sociale publicirten Fortsetzung der Ouvriers euro 
péens ihres großen Begründers — zur Beleuchtung der Verhältnisse der ver 
schiedenen wichtigen Arbeiterfamilientypen angewandt wurde. 
Selbstverständlich ist es durchaus nothwendig, daß sich alle derartigen 
Beobachtungen den Gesetzen der inductiven Methode vollständig anpassen. 
Diejenigen Le Plays und seiner zahlreichen Schule thun das auch gewissen 
haft. Das von diesen Gelehrten und diesen Männern des praktischen Lebens 
gegebene Beispiel ist sicherlich ein ganz hervorragendes. Sie vereinigen das
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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