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Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Bibliographic data

fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
  • Title page
  • Contents

Full text

i8 
Alt-Rigas gewerbliches Leben. 
1557 einen städtischen Garten an der Neupforte gegen einen Jahres 
zins von 2 Mark. Offenbar war die Pachtsumme so niedrig angesetzt, 
nicht nur in Anerkennung der guten Dienste, die er der Einwohner 
schaft erwiesen hatte, sondern auch im Hinblick auf den Nutzen, den 
der Garten für die Apotheke versprach (also dal he dcnsulvigen hy 
dem ampt der apoteken gebruckeii mach) Seinem muthmaass- 
lichen Nachfolger in der Apotheke, seinem Sohne Sylvester, wurde 
die Pachtung desselben Gartens gleichfalls in Aussicht gestellt. 
In Hamburg soll die Rathsapotheke schon 1264 bestanden 
haben, trat wahrscheinlich aber erst 1314 in’s Leben. Sie unter 
stand der Beaufsichtigung zweier Rathmannen, die als ^^krudeheren'''^ 
(domini specierum) bezeichnet werden. Dieselben statteten seit 
1376 regelmässig Bericht über ihre Befunde ab In Rostock kommt 
ein Apotheker seit 1262 vor^, doch ist es fraglich, ob darunter 
ein Apotheker in heutigem Sinne verstanden werden kann. Da 
gegen wird in Wismar eine „alte Apotheke“ (apotheca antiqua) 
1336 angeführtund in Lübeck stammt die Apotheke ebenfalls aus 
dem vierzehnten Jahrhundert®, wurde zur Stadtapotheke aber erst 
1412. In Reval errichteten mehrere Mitglieder des Rathes im 
Jahre 1422 auf ihre Kosten eine Apotheke, die indess schon nach 
wenigen Jahren in den Besitz des Raths übergingt. 
Vollzog sich in den genannten Gebäuden ein Th eil der gewerb 
lichen Thätigkeit, die sich überhaupt in Alt-Riga regte, so gab es 
neben ihnen andere Stätten, an denen das gewerbliche Leben nicht 
minder lebhaft pulsirte — diejenigen nämlich, an denen der \ er 
kauf der hergestellten Erzeugnisse vor sich ging. Die mittelalter 
liche Gewerbepolizei suchte dem verzehrenden Publikum den Ein 
kauf der ihm nothwendigen Gegenstände thunlichst zu erleichtern 
und hatte zu diesem Zwecke den Gewerbetreibenden mit ge 
wissen Ausnahmen angesagt ihre Producte ausschliesslich an be 
stimmten Orten in der Stadt feilzubieten. Auf diese Weise war 
Jedermann Gelegenheit gegeben, indem er die sämmtliche vorhan- 
* Napiersky, Lib. red. III, 288. 
^ Koppmann, a. a. O. i, S. LXIII. 
3 Mecklenburg. Urkb. 2, Nr. 954. 
* Mecklenburg. Urkb. 8, Nr. 5637. 
5 A. Sartori, Lübecks Apothekerwesen von 1284—1854. Neue Lübeckische 
Blätter 1855, S. 221, 234. Apotheken sind 1412 und 1433 nachgewiesen im Lü- 
beckischen Urkb. 5, Nr. 435, 7, Nr. 547. 
G J. W. Dchio, Mittheil, über die Medicinal Verhältnisse Alt-Revals in Beiträge 4,
	        

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Schragen Der Gilden Und Aemter Der Stadt Riga Bis 1621. Häcker, 1896.
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