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Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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Bibliographic data

fullscreen: Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

Monograph

Identifikator:
834226952
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69893
Document type:
Monograph
Author:
Blume, Th. http://d-nb.info/gnd/172736765
Title:
Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Meyer
Year of publication:
1884
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 118 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage
  • Title page
  • Contents

Full text

72 
8. Vorschläge zur ^Beseitigung des socialen Nothstandes. 
a. Genossenschaften. 
Was nun zunächst den Arbeiterstand überhaupt betrifft, so ist 
wohl eines der sichersten Mittel, die Lage desselben, mit Einschluß 
der kleinen Industriellen und Handwerker, sowie der Landwirthe 
allnlühlig wesentlich zu verbessern, die auf Selbsthilfe und Selbst 
verwaltung beruhende Genossenschaft, d. h. eine Vereinigung des 
Kapitals und der Arbeit irr einer Hand, wodurch namentlich die 
arbeitende Klasse zu der besitzenden emporgehoben und einem all 
gemeinen Wohlstände näher gerückt wird. Auch bringt die Genossen 
schaft eine wirkliche Gemeinschaft der Betheiligten zu Stande, eine 
Brüderlichkeit im guten Sinn, macht die Einzelnen selbständiger, 
nur abhängig von beni Ganzen; stellt ihn gegen die Ungunst der 
in seiner Vereinzelung ihm drohenden mißlichen Lage sicherer als 
selbst in einer Assecuranz. Durch die Genossenschaft ist dem Mangel 
an Intelligenz und Kapital leichter als auf anderem Wege abzu 
helfen, weil in ihr die Kräfte einander ergänzen. Sie macht rück 
sichtlich des Kapitals den Arbeiter als Genossenschafter durch die 
Gesammtbürgschaft der Genossenschaft kreditfähiger, während dem 
einzelnen Gewerbtreibenden der Kredit meist versagt oder nur unter 
höchst ungünstigen, seinen Arbeitsverdienst schmälernden Bedingungen 
zu Theil wird, überdies die Verwerthung seiner Arbeitskraft, das 
einzige Mittel, seinen Gläubigern gerecht zu werden, von so vielen 
Zufälligkeiten abhängt, auf welche der Arbeiter keinen Einfluß hat, 
und die sich jeder Controle der Gläubiger entziehen und demselben 
keine Garantie bieten können, weshalb sie zum Kreditgeben wenig 
geneigt zu sein pflegen. Wenn dagegen sich größere Gruppen von 
Arbeitern und Gewerbetreibenden verbinden, und der Ausfall, den 
die Gläubiger etwa bei dem Einzelnen erleiden könnten, durch Ein 
stehen Aller für Einen und Einer für Alle, also von der Gesammt 
heit übernommen wird, so wird die Vertheilung des Ausfalles auf 
Viele von den Einzelnen weniger lästig empfunden.
	        

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Der Zukunftsstaat Und Die Lösung Der Socialen Frage. Meyer, 1884.
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