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Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

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Bibliographic data

fullscreen: Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

Monograph

Identifikator:
834298023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87504
Document type:
Monograph
Title:
Die Zucker-Industrie auf Cuba
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Kayssler
Year of publication:
1887
Scope:
1 Online-Ressource (115 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910
  • Title page
  • Contents
  • Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen
  • Zweck, Methode und Material der vorliegenden Arbeit
  • Bearbeitung des Materials
  • Die Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien
  • Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögensverteilung in den Jahren 1901 bis 1910
  • Schluß

Full text

2 
0 
liegt hauptsächlich an den „stillen Reserven“ 1 , die auf dem Wege übertriebener Abschreibungen oder 
Auf-Betrieb-Verbuchungen geschaffen werden, und durch die neben dem eigenen Kapital das Ver 
mögen zu niedrig in der Bilanz erscheint und zwar vor allem das produzierende Anlagevermögen 
und die Wertpapiere und Beteiligungen, da das Betriebsvermögen zur Schaffung stiller Reserven 
dauernd wenig geeignet ist. 2 Die entsprechenden prozentualen Beziehungen werden natürlich in 
Mitleidenschaft gezogen. Auf die Liquidität und das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals 
zum Gesamtanlagevermögen haben dagegen diese stillen Reserven kaum Einfluß. 
Für die Bewertung der Liquidität der Aktiengesellschaften ist zu berücksichtigen, daß sie nicht 
am Schlüsse des Geschäftsjahres, für den sie ja errechnet ist, sondern erst nach der Gewinnverteilung, 
also etwa 4 / 2 Jahr 8 später, ihre geringste Höhe erreicht, für diesen Zeitpunkt aber nicht festgestellt 
werden kann. 4 
Die hier ermittelten finanziellen Verhältnisse der industriellen Aktiengesellschaften der Berliner 
Börse darf man wohl ohne weiteres für die übrigen deutschen industriellen Aktiengesellschaften als 
maßgebend betrachten. Ihre Bedeutung zeigt ein Vergleich mit den Angaben für die gesamten 
deutschen industriellen Aktiengesellschaften in der jährlichen amtlichen Statistik: 
Die Anzahl der untersuchten Aktiengesellschaften im Jahre 1910/11 beträgt 628 mit einem 
Aktienkapital von 4416,84 Milk Mk. 
Die Anzahl, der gesamten industriellen Aktiengesellschaften im gleichen Jahre beträgt 3110 
mit einem Aktienkapital von 7668,38 Milk Mk.; 
mithin enfällt auf die untersuchten Gesellschaften ein Anteil der Zahl nach von 20,2 %, dem Aktien 
kapital nach von 57,6 °/ 0 . 
Inwieweit die Verhältnisse der Aktiengesellschaften auch für die sonstigen privaten Unter 
nehmungsformen in den einzelnen Industrien charakteristisch sind, läßt sich nicht sicher feststellen. 
Der Hauptunterschied liegt wohl in der größeren Kreditfähigkeit 5 der Aktiengesellschaften, die auf 
der Gebundenheit des Aktienkapitals (in gewissem Sinne auch der gesetzlichen Reserven) und der 
Publizität der Geschäftsführung beruht, und vor allem in der Höhe des langfristigen Kredits zum 
Ausdruck kommt. Anzunehmen ist, daß die höhere Inanspruchnahme des Kredits einen höheren 
Anteil des Betriebsvermögens am produzierenden Vermögen bedingt,' und daß bei der leichteren 
1) Siehe Passow, Die wirtschaftliche Bedeutung und Organisation der Aktiengesellschaft S. 89 f. 
2) Siehe Lomnitz S. 36 f. 
3) Dies gilt nur für die Aktiengesellschaften, deren Aktien an der Berliner Börse zugelassen sind; für die 
übrigen siehe Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reiches, Ergänzungsheft zu 1909, II, S. 2: „Im allgemeinen 
wird die Veröffentlichung der Bilanz im 7. oder 8. Monate des neuen Geschäftsjahres erfolgen“. 
4) Würden bei der Ermittlung der Liquidität alle die Summen, die aus dem Reingewinn ausgezahlt werden 
und also nicht wie beispielsweise die Zuweisungen zu den Reserven und der Vortrag zur Verfügung der Gesellschaft 
bleiben, als kurzfristige Schulden betrachtet, so würde sich eine den wirklichen Verhältnissen auch nach der Gewinn 
verteilung nicht entsprechende, zu geringe Liquidität ergeben, da in der Zeit zwischen dem Bilanztage und der Gewinn 
ausschüttung bereits neue Gewinne vorzuliegen pflegen, die wohl in den meisten Fällen das Betriebsvermögen erhöhen. 
Um die Unterschiede der Ergebnisse der beiden Ermittlungsarten der Liquidität zu zeigen, ist im folgenden für die 
Gesellschaften des Akkumulatorenbaues, der Kabelindustrie, des Elektrifcitätsmaschinen- und Apparatebaues, der 
gemischten Elektrizitätsindustrie sowie für die reinen Elektrizitätswerke in den Kolonnen a die in den Tabellen 13 —17 
angegebene, ohne Berücksichtigung des Reingewinns errechnete Liquidität, in den Kolonnen b die bei Einbeziehung 
der Dividende, der Gewinnanteile, der Gratifikationen und der im Reingewinn enthaltenen Tantiemen in die kurz 
fristigen Schulden sich ergebende Liquidität zusammengestellt: 
Akkumulatoren 
bau 
Kabel 
industrie 
Elektrizitäts-, 
maschinell- und 
Apparatebau 
Gemischte 
Elektrizitäts 
industrie 
Reine 
Elektrizitäts 
werke 
a 
b 
a 
b 
a 
b 
a 
b 
a 
b 
1901 
1,75 
1,61 
2,61 
2,46 
1,95 
L79 
2,78 
2.39 
0,50 
0,36 
1902 
M3 
1,29 
3,34 
3.22 
7,92 
3,78 
2,38 
2,20 
°,99 
o,59 
1903 
L73 
i,49 
3,79 
3,oi 
6,40 
3,32 
2,77 
2,44 
0,63 
o,47 
1904 
1,60 
i,45 
2,42 
2,03 
4,23 
2,57 
2,46 
2,00 
o,77 
°,41 
1905 
1,70 
i,49 
2,37 
2,02 
4,94 
3,oo 
2,19 
1,75 
1,02 
o,5S 
1906 
LSö 
1,38 
2,52 
1,98 
4,75 
3,o b 
3,84 
2,81 
1,06 
0,5b 
1907 
1,87 
1,64 
2.73 
2,20 
4,70 
3,24 
4,42 
3,03 
',17 
0,63 
1908 
L79 
I,6l 
3.21 
2,6 r 
4.29 
3,28 
4,73 
3,22 
LU 
0,70 
1909 
1,62 
i,47 
2,1 2 
1,87 
3,83 
2,95 
4,15 
2,97 
0,91 
o,5b 
1910 
1,60 
1,42 
1,62 
1.52 
3,00 
2,55 
3,84 
2,81 
1,05 
o,5 8 
Durchschnitt 
1,67 
1,48 
2,32 
1,99 
3,59 
2,76 
3,19 
2,53 
o,94 
0,5 b 
5) Siehe Passow, Die wirtschaftliche Bedeutung der Aktiengesellschaften S. io6f.
	        

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Der Finanzielle Aufbau Der Deutschen Industriellen Aktiengesellschaften in Den Jahren 1901 Bis 1910. Buchdruckerei des Waisenhauses, 1916.
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