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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

fullscreen: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
834298023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87504
Document type:
Monograph
Title:
Die Zucker-Industrie auf Cuba
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Kayssler
Year of publication:
1887
Scope:
1 Online-Ressource (115 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

34 
je nach der Beschaffenheit, und 4 Realen für das Tausend Cigarren. Die 
Ausfuhrzölle späterer Jahre sind oben kurz erwähnt worden. 
Der Tabaksban wird am stärksten im nordwestlichsten Theile der Insel 
betrieben, nicht unbedeutend auch int östlichen, namentlich im Bezirke von 
San Jago de Cuba; nur wenig im mittleren Theile. Der beste Tabak, 
der sogenannte Havana-Tabak im engeren Sinne, wächst in der vuelta abajo 
bei Havana; namentlich ein schmaler Landstrich von la Leña, bis zu dem 
Flüßchen 8an Juan y Martinez, am Fuße einer Hügelkette daselbst, ist es, 
welcher diese Tabakssorte berühmt gemacht hat. Im Handel unterscheidet 
man noch die eigentliche vuelto abajo und die partidos, jene im westlichen 
Theile der Insel bis zum Herraduraflusse, die zweiten bildet der Bezirk 
zwischen diesem Flusse und der Havana. Dem in ersterer Gegend gebauten 
Tabak wird wegen feineren und stärkeren Aromas der Vorzug gegeben. 
Ursprünglich wurden zum Anbau der Tabakpflanzen nur die zur Regenzeit 
überschwemlnten Uferländereien benutzt. Die vermehrte Nachfrage steigerte 
die Preise und reizte zur Benutzung auch anderer Ländereien. Nene Pflan 
zungen wurden angelegt und die bestehenden vergrößert; dazu kam, daß 
für die Ausfuhr, namentlich nach Deutschland, leichtere Sorten bevorzugt 
wurden: seither nub besonders seit etwa dreißig Jahren benutzt man auch 
die sogenannten sabanas, die Ländereien an bett Hügelketten entlang. In 
den Partidos, wo der Boden fetter ist, wird nur theilweise Tabak gebaut, 
die größere Hälfte diente zum Anbau des Zuckerrohrs und zu potreros 
(Viehzüchtereien). In der vuelta abajo ist vielfach der Anbau des Tabaks 
übertrieben worden und in Folge dessen der Boden ansgesogen. Die Pflanzer 
haben deshalb einige Jahre hindurch versucht, dem Ertrage mit Guano 
düngung nachzuhelfen, allein mit sehr ungünstigem Erfolge, insofern die 
Güte der Blätter dadurch beeinträchtigt wurde. Im Osten von Havana 
wird von den sogenannten remedios-Tabaken eine nicht unbedeutende Menge 
von geringerer, aber intmer noch geschützter Güte gewonnen; am lvenigsten 
Beachtung findet der im Osten bei San Jago, Gibara re. erzeugte Tabak. 
Während des Aufstandes haben namentlich die Pflanzer in den letztgenannten 
Distrieten Schaden gelitten, lvährend die in der Nähe der Havana wohn 
haften wenigstens von der Heimsuchung durch die Insurgenten fast ganz 
verschont blieben. Int Jahre 1880 sank die Ernte in der vuelta abajo auf 
einen außerordentlich geringen Ertrag herab. Der Grund dafür lag nicht 
blos in ungewöhnlich ungünstigen Witterungsverhältnissen, sondern auch 
in den Verheerungen durch den Tabaksivurm, welcher die noch zarte Pflanze 
abnagt und vernichtet, dessen Erscheinen sich seither auch wiederholt hat. 
Seit einer Reihe von Jahren werden übrigens nicht unbedeutende Mengen 
fremden Tabaks nach Cuba eingeführt, vermuthlich um für die starke Nach 
frage auszuhelfen. Diese Einfuhr fand zunächst ans Portorico statt und 
wurde eine Zeit lang geheim betrieben. Sie lvird auch gern in Abrede
	        

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Die Zucker-Industrie Auf Cuba. Kayssler, 1887.
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