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Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Monograph

Identifikator:
83457490X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77841
Document type:
Monograph
Author:
Dühring, Eugen http://d-nb.info/gnd/118527797
Title:
Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
Edition:
2., theilw. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Grieben
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, [1] Bl., 595 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

30 
i 
Handel die entscheidende Macht zur Bereicherung der Völker 
sei. Allerdings ist diese Vorstellung sein Ausgangspunkt und 
sie wurzelte in einem Antriebe der Thatsachen, welcher nichts 
Zufälliges an sich hatte. Allein es müssen noch andere Ziel 
punkte hinzutreten, und in dieser Hinsicht sind sogar die ge 
wöhnlichen Erinnerungen an die edlen Metalle und an die 
Bilanzrücksichten im Allgemeinen zutreffend. Doch pflegt man 
die Bedeutung, welche der Mercantilismus den edlen Metallen 
beilegte, ebenso wie die Art, in welcher er die Wirksamkeit 
der Handelsbilanz betrachtete, meist bis zur Caricatur zu ver 
zerren; — gar nicht davon zu reden, dass man den natürlichen 
Zusammenhang, in welchem die Bestrebungen in Rücksicht auf 
den Handel, das Held und die Bilanz standen, gemeiniglich 
übersieht. 
Die bekannte Midasfabel wurde schon im Altorthum und 
speciell auch von Aristoteles gebraucht, um zu beweisen, dass 
man Gold nicht essen könne. Die neuern und neusten Cari- 
kirer des Mercantilismus haben diese uralte und sicherlich nicht 
nach allzu viel Geist aussehende Wendung nachgeahmt und 
den mercantilen Anschauungen die thörichtsten Ansichten und 
Absichten untergeschoben. Sie haben oft genug so geredet, als 
wenn die Geschäftsleute und Staatsmänner beinahe geglaubt 
hätten, dass sich die edlen Metalle zur Nahrung des mensch 
lichen Körpers gebrauchen Hessen. Zu diesen Ausschweifungen 
hat ausserordentlich viel die Feindschaft beigetragen, mit welcher 
die neuaufkommenden Schulen und die veränderten Interessen 
Alles befehdeten, was mit dem Mercantilismus in irgend welcher 
Beziehung stand. Noch heute ist man durchschnittlich von 
einer unbefangenen und geschichtlich zutreffenden Würdigung 
der mercantilen Praxis und der ihr anhängeuden Ideen ziemlich 
weit entfernt. Die Hinweisung auf die Ueberschätzung der 
edlen Metalle durch die Mercantilisten ist zwar im Allgemeinen 
berechtigt, genügt aber nicht, indem man wissen muss, in wel 
cher Art die Vorstellung über die Rolle des Silbers und Goldes 
fehlgegriffen habe. 
In dieser Beziehung giebt es nun keinen andern Ausweg, 
als die innern und äussern Gründe zu untersuchen, aus welchen 
eine bestimmte Idee über die Bedeutung der edlen Me talle her 
vorgehen konnte. Zunächst war der Handel und zwar vor 
nehmlich der auswärtige Handel im Beginn der neuern Ge-
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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