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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

Object: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
834582015
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77707
Document type:
Monograph
Title:
Régime des chambres de commerce
Place of publication:
Paris
Publisher:
Libr.-impr. réunies
Year of publication:
1894
Scope:
1 Online-Ressource (390 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
81 
tauschmittel im Sinne des internationalen Zahlungsverkehrs. Aber die 
Einlösbarkeit der Noten ist doch hier wie in Frankreich und Deutsch 
land nur verschoben, auf einen späteren und glücklicheren Zeitpunkt 
prolongiert und nicht effektiv für immer ausgesprochen. Tatsächlich 
ruht in der Bank von Frankreich ein bestimmter Goldschatz, der zur 
realen Deckung ihrer zirkulierenden Noten prädestiniert ist und den 
Noten wirklichen, inneren Wert verleiht. Es dürfte so ziemlich schwer 
fallen, das Disagio des Franken allein oder vorwiegend auf eine durch 
übermäßige Notenemission herbeigeführte Geldentwertung erklären zu 
wollen, obwohl nochmals betont werden soll, daß auch sie in Grenzen 
ihre Einflüsse zur Geltung bringt. 
Durch welche Maßnahmen sich die französische Republik aus dieser 
schlimmen währungspolitischen Lage befreien wird, sei es noch im Kriege 
oder im künftigen Frieden, ist gar nicht vorauszusehen. Hier werden 
der Ausgang des Krieges und die sich anschließenden Friedensbedingungen 
ein entscheidendes Wort mitzusprechen haben, so daß alle Betrach 
tungen über dieses interessante Problem bis in friedliche Zeiten verschoben 
werden müssen. 
Ein Rückblick auf die dargelegte vielseitige und mit so weit 
herziger Bereitwilligkeit entwickelte Kredittätigkeit der Bank von 
Frankreich kann nur das Urteil uneingeschränkten Lobes zulassen. 
Es steht fest: Die Notenbank versagte im entschei 
denden Augenblicke nicht, und sie zeigt sich 
während der ganzen bisherigen Kriegszeit als 
ein unerschütterlicher Pfeiler, auf dem alle 
finanziellenTransaktionen sicher ruhen können, 
und als die unerschöpfliche Quelle, aus der Staat 
und Volkswirtschaft jede berechtigte und not 
wendige Hilfe in weitestem Maße schöpfen kön 
nen. Sie finanziert den Krieg, sucht das Wirtschaftsleben durch leichten 
Kredit zu beleben, stützt Banken und Private, arbeitet in vollster Kraft 
an dem Abbau der Wechsel-, Börsen- und Bankmoratorien, regt überall 
zur Arbeit an und verzagt nicht, den schweren Kampf gegen die Ver 
schlechterung der nationalen Währung, die ihr als höchstes Gut an 
vertraut ist, in unermüdlicher Tatkraft und energievoller Hingebung 
zu führen. 
Alle diese unschätzbaren Dienste und ihre Arbeit als Notenbank 
Werden als wertvolle Dokumente zu den bereits errungenen in ihre Ge 
schichte eingetragen werden und so für immer fortbestehen. 
Eine so hervorragende Stellung, wie sie die Bank von Frankreich 
im nationalen Wirtschaftsleben, im Kredit-, Bank- und Finanzwesen 
einnimmt, bleibt von Anfeindungen nicht verschont. Wirtschaftspoli 
tische und rein politische Interessen der verschiedensten Parteien suchen 
durch ihre Beziehungen und Machtmittel Einfluß auf die Notenbank 
zu gewinnen, gegen sie anzurennen, um ihre Kraft in einer ihnen jeweilig 
genehmen Weise, oftmals für eigennützige Zwecke zu gebrauchen. Am 
Respondek, Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft# 6
	        

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Régime Des Chambres de Commerce. Libr.-impr. réunies, 1894.
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