Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Object: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

5 ' Kap. VIH. Der Arbeitslohn. 
gearbeitet hat, bekommt also als Lohn sagen wir 3% Arbeitsstunde, 
während 1% Arbeitsstunde für die Kapitalbenutzung bezahlt wird. Die 
Sozialisten haben diese Ricardosche Theorie als eine Stütze für 
ihren Satz, daß der Arbeiter ein „Recht auf den vollen Arbeitsertrag‘‘ 
habe, ausgenutzt, aber vollständig mit Unrecht. Es läßt sich in keiner 
Weise als. eine Konsequenz der Ricardoschen Theorie hinstellen, 
daß der Lohn für die Arbeitsstunde eine ganze Arbeitsstunde sein soll. 
Der Satz, daß der Wert begrifflich gleich der Arbeit ist, und die 
darin begründete Forderung, daß die Arbeit auch den ganzen Wert 
des Produktes als Lohn bekommen soll, stehen, man mag sie für richtig 
halten oder nicht, jedoch auf einem wesentlich anderen Boden als 
die Ricardosche‘ Voraussetzung einer approximativen Proportio- 
nalität zwischen Kapitalbenutzung und Arbeitsmenge und damit zwi- 
schen Produktenpreis und Arbeitsmenge. Dieses Sachverhältnis wurde 
lange dadurch verdunkelt, daß die deutsche Wissenschaft trotz aller 
scharfen Kritik gegen die Sozialisten doch daran festhielt,-daß diese 
nur die Konsequenzen der Ricardoschen Wertlehre zogen. Auch ein 
Kenner wie A. Menger und ein Kritiker wie Böhm-Bawerk haben 
dieser falschen Auffassung eine gewisse Stütze gegeben‘). 
Mit weit größerer Berechtigung konnten die Sozialisten Ricardos 
Autorität für die Reduktion der verschiedenen Arten von Arbeit auf 
einen gemeinsamen Nenner in Anspruch nehmen. Ricardo schließt 
tatsächlich mit seiner Voraussetzung einer von vornherein gegebenen 
und unveränderlichen Reduktionsskala die ganze Konkurrenz der 
Arbeiter verschiedener Berufe und Orte oder von gelernter und un- 
gelernter Arbeit untereinander als ein für die Preisbildung in Betracht 
kommendes Moment aus. Ricardo studiert aber nur, wie sich die 
Preise mit der allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft verändern, 
und setzt dabei voraus, daß das Verhaltnis zwischen den Preisen Ver- 
schiedener Arten von Arbeit in dieser Entwicklung als approximativ 
unveränderlich angenommen werden kann. Für die Sozialisten wird 
die theoretische Voraussetzung hier wieder ein praktisches Postulat: 
die Arbeit verschiedener Qualität soll nach irgendwelchen objektiven 
Gründen, nicht nach einem mit der Lage des Arbeitsmarktes wechseln- 
den Lohnsatz bewertet werden. Dies ist in der Tat der tiefere Inhalt 
der Forderung der sozialistischen Programme auf Abschaffung des 
Lohnsystems. 
Der Sozialismus verurteilt das ganze gegenwärtige Lohnsystem 
als unmoralisch, weil es den Arbeiter als eine Marktware behandelt, 
da es den Lohn des einzelnen Arbeiters nicht lediglich nach seiner Tüch- 
tigkeit oder nach der von ihm geleisteten Arbeitsquantität, sondern 
auch wesentlich mit nach der Menge von anderen Arbeitern, die auf dem 
ı) A. Menger : Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag. 2. Aufl. Stuttgart 1891. 
p. 54. Böhm-Bawerk: Kapitalzinstheorie. Innsbruck 1885. pP. 362. 
276
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.