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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

112 
XXV 1. 
Juni 1796 gelang. Ende 1796 revoltierten auf Jamaika, während 
von draufsen her die Franzosen ihre Angriffe unternahmen, die 
unabhängigen, im Innern wohnenden Maroonen, d. s. verwilderte 
Negersklaven (Bridges II, 8. 210 ff.). Gegen sie muiste ein regel 
rechter Feldzug geführt werden, der 500000 & kostete. Die 
Engländer schreckten nicht vor den barbarischsten Mi# •’ 
zurück. Nach alter spanischer Art wurden Bluthunde-Was 
Cuba besorgt und auf die Aufständischen gehetzt. Der 
Ernst der Lage liefs freilich keine Wahl in den Mitteln. 
Man fürchtete für Jamaica dasselbe Schicksal wie das Do 
mingos. „Every church, every house resounded with a fear 
ful litany : Save us from the example of St. Domingo and 
from the daggers of our slaves!“ (Bridges, II, S. 211.) In 
einer Petition der Pflanzer von Jamaica 1792 flehten sie 
den König an : „If you will not relieve us from the calami 
ties of our commercial ruin, save us at least from the knives 
of our slaves!“ (Bridges, II, S. 214.) 1798 fand unter dem 
Häuptling Cuffey eine Insurrektion statt, die leichter nieder 
geschlagen wurde. 
Erhöhte Wichtigkeit kam diesen Aufständen dadurch zu, 
dafs sie von den europäischen Feinden in jeder Weise unter 
stützt wurden. Es war von jeher in jedem Kriege eine be 
liebte Praxis gewesen, dafs eine Kolonie der andern feindlichen 
durch Aufwiegelung der Sklaven den Untergang zu bereiten 
suchte. Auch jetzt versah England die Aufständischen auf 
Domingo und Guadeloupe mit Pulver und Blei (Roloff, S. 155). 
Frankreich rächte sich auf genau dieselbe Art; Guadeloupe 
hatte es ja auf diese Weise den Engländern wieder abgejagt. 
Durch die vereinigten Angriffe der Maroonen im Innern und 
der Franzosen von aulsen kam Jamaika 1796 in ein höchst 
kritische Lage, deren Ernst von der Londoner Regierung 
keineswegs verkannt wurde, wie aus der Korrespondenz des 
Staatssekretariats mit den westindischen Gouverneuren hervor 
geht (Lord Parsons, H. o. C., 7. Juni 1804). 
Die Verteidigungsmittel der Inseln waren nie allzustark 
gewesen. Mehrmals stellte sich die Notwendigkeit heraus, 
mangels europäischer Truppen Negersklaven, denen dafür die 
Freiheit versprochen wurde, zu bewaffnen und zum Sicherheits 
dienst heranzuziehen. So sollten 1798 auf Jamaica fünf Neger 
regimenter an Stelle von weifsen Soldaten, die das Klima nicht 
vertragen konnten, ausgehoben werden. Die gesetzgebenden 
Versammlungen von Jamaika und Barbadoes protestierten heftig 
dagegen (Bridges II, S. 243). Aus Furcht vor derselben Ge 
fahr, mit Negern überschwemmt zu werden, hatten sie kurz 
zuvor nicht einmal die mit ihren Sklaven flüchtenden fran 
zösischen Pflanzer, die Englands Partei ergriffen hatten, zu 
gelassen; wieviel weniger die Bewaffnung so vieler Neger! 
Lieber erboten sie sich, 2000 weifse Soldaten aus eigener
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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