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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

56 
XXV 1. 
jährlich 45 000 innerhalb zweier Jahre auf irgendeine Weise 
ums Leben kamen, d. h. beinahe die Hälfte (Clarkson, S. 105, 
Ingram, S. 152/53). Die Entbehrlichkeit des Negerhandels 
folgert Clarkson (Impolicy, S. 130) zuletzt auch aus den Er 
fahrungen des Krieges mit Nordamerika. „1779 gab es eine 
Zeit, wo er so gut wie tatsächlich abgeschafft war. Die Sklaven 
schiffe hatten bis auf 28 Stück abgenommen (siehe S. 76), und 
trotzdem war keine der daran geknüpften schlimmen Prophe 
zeihungen eingetroffen.“ — 
Britisch-Westindien hatte nicht nur genug, sondern eher 
zuviel Sklaven. Alle vernünftigen Beurteiler der im ersten 
Teil geschilderten Krisis waren sich einig darüber, dafs die 
fortdauernden Sklavenimporte als das Grundübel des Not 
standes bezeichnet werden mufsten und die Lage der Pflanzer 
nur verschlimmerten, anstatt sie zu verbessern. Die Leichtig- * 
keit, mit der Neger eingeführt werden konnten, drückte die 
Sklavenpreise und verleitete die Pflanzer zu unüberlegten Er 
weiterungen und Neuanlagen von Zuckerplantagen (Penny, 
S. 311). Jedes Fleckchen Erde wurde, blofs um die billigen 
Arbeitskräfte auszunutzen, mit Rohr bepflanzt, und den 
Negern kaum der kümmerlichste Boden überlassen, um dort 
für ihren eigenen Bedarf einige Nahrungspflanzen anzubauen. 
Dies erhöhte die infolge der französischen Konkurrenz ohne 
hin schon vorhandene Überproduktion an Zucker, führte zu 
Preisdruck, zu Absatzschwierigkeiten, Zahlungsstockungen, 
oft zu Bankerotten, und veranlafste die Herren, ihre Sklaven 
noch mehr anzuspornen und ein immer gröfseres Quantum 
Arbeit aus ihnen herauszupressen, nur um die Schulden 
und andere Verpflichtungen herauszuwirtschaften. Die armen 
Neger hatten in letzter Linie den ganzen Druck der wirt 
schaftlichen Not zu ertragen; sie wurden überanstrengt, un 
zureichend ernährt und gekleidet, mifshandelt und starben 
massenweise dahin. Oft machte sich ihre Verzweiflung in 
blutigen Gewalttaten gegen ihre Peiniger Luft. Die durch 
die jährlichen Todesfälle verursachten Verluste wurden durch 
verstärkte Importe wieder wettgemacht. Zum Sklavenkauf 
stürzte sich aber der Pflanzer in neue Schulden, die neue 
Mifshandlungen und neue Todesfälle unter den Negern zur 
Folge hatten. Krisis und Sklavenimporte drehen sich so wie 
eine Schraube ohne Ende im Kreise herum. Solange der 
Handel nicht verboten war, kam der Pflanzer nie aus der 
Geldnot heraus. 
Dieser Zusammenhang der Dinge ist frühzeitig durch 
schaut worden. Schon Mr. Long (I, S. 437, erwähnt bei 
Clarkson, Impol., S. 99) hatte um die Mitte des 18. Jahr 
hunderts geschrieben: „The purchase of new negroes is the 
most chargeable article attending these estates, and the true 
source of distress, under which the owners suffer; for they
	        

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Der Steinkohlenbergbau in Preussen Und Das Gesetz Des Abnehmenden Ertrages. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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