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Das kommunistische Manifest

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Bibliographic data

fullscreen: Das kommunistische Manifest

Monograph

Identifikator:
870039539
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-736
Document type:
Monograph
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Engels, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118530380
Title:
Das kommunistische Manifest
Edition:
Sechste autorisierte deutsche Ausgabe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Expedition der Buchhandlung Vorwärts (Th. Glocke)
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (32 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Sozialistische und kommunistische Literatur
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das kommunistische Manifest
  • Title page
  • I. Bourgeois und Proletarier
  • II. Proletarier und Kommunisten
  • III. Sozialistische und kommunistische Literatur
  • IV. Stellung der Kommunisten zu den verschiedenen oppositionellen Parteien

Full text

27 
Willens, des Willens, wie er sein muß, deS wahrhaft menschlichen 
Willens. 
Die ausschließliche Arbeit der deutschen Literaten bestand darin, die 
neuen französischen Ideen mit ihrem alten philosophischen Gewissen in 
Einklang zu setzen oder vielniehr von ihrem philosophischen Standpunkte 
aus die französischen Ideen sich anzueignen. 
Diese Aneignung geschah in derselben Weise, wodurch man sich über 
haupt eine fremde Sprache aneignet, durch die Uebersetzung. 
Es ist bekannt, wie die Mönche Manuskripte, worauf die klassischen 
Werke der alten Heidenzeit verzeichnet waren, mit abgeschmackten katholi 
schen Heiligengeschichten überschrieben. Die deutschen Literaten gingen 
umgekehrt mit der profanen französischen Literatur um. Sie schrieben 
ihren philosophischen Unsinn hinter das französische Original. Z. B. 
hinter die französische Kritik der Geldverhältnisse schrieben sie „Ent 
äußerung des menschlichen Wesens", hinter die französische Kritik des 
Bourgeoisstaates schrieben sie „Aufhebung der Herrschaft des abstrakt 
Allgemeinen" u. s. w. 
Die Unterschiebung dieser philosophischen Redensarten unter die fran 
zösischen Entwicklungen tauften sie „Philosophie der That", „wahrer 
Sozialismus", „Deutsche Wisfenschast des Sozialismus", philosophische 
Begründung des Sozialismus" u. s. w. 
Die französische sozialistisch-kommunistische Literatur wurde so förmlich 
entmannt. Und da sie in der Hand des Deutschen aufhörte, den Kampf 
einer Klasse gegen die andre auszudrücken, so war der Deutsche sich 
bewußt, die „französische Einseitigkeit" überwunden, statt wahrer Be 
dürfnisse das Bedürfniß der Wahrheit, und statt der Interessen des 
Proletariers die Interessen des menschlichen Wesens, des Menschen über 
haupt vertreten zu haben, des Menschen, der keiner Klasse, der über 
haupt nicht der Wirklichkeit, der nur dem Dunsthimmel der philosophischen 
Phantasie angehört. 
Dieser deutsche Sozialismus, der seine unbeholfenen Schulübnngen 
so ernst und feierlich nahm und so marktschreierisch ausposaunte, verlor 
indeß nach und nach seine pedantische Unschuld. 
Der Kampf der deutschen, namentlich der preußischen Bourgeoisie, 
gegen die Feudalen und das absolute Königthum, mit einem Wort, die 
liberale Bewegung wurde ernsthafter. 
Dem „wahren" Sozialismus war so erwünschte Gelegenheit geboten, 
der politischen Bewegung die sozialistischen Forderungen gegenüber 
zustellen, die überlieferten Anatheme gegen den Liberalismus, gegen den 
Repräsentativ-Staat, gegen die bürgerliche Konkurrenz, bürgerliche Preß 
freiheit, bürgerliches Recht, bürgerliche Freiheit und Gleichheit zu schleu 
dern und der Volksmasse vorzupredigen, wie sie bei dieser bürgerlichen 
Bewegung nichts zu gewinnen, vielmehr Alles zu verlieren habe. Der 
deutsche Sozialismus vergaß rechtzeitig, daß die französische Kritik, deren 
geistloses Echo er war, die moderne bürgerliche Gesellschaft mit den 
entsprechenden materiellen Lebensbedingungen und der angemessenen 
politischen Konstitution vorausgesetzt, lauter Voraussetzungen, um deren 
Erkämpfung es sich erst in Deutschland handelte. 
Er diente den deutschen absoluten Regierungen mit ihrem Gefolge von 
Pfaffen, Schulmeistern, Krautjunkern und Bureaukraten als erwünschte 
Vogelscheuche gegen die drohend aufstrebende Bourgeoisie.
	        

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Das Kommunistische Manifest. Expedition der Buchhandlung Vorwärts (Th. Glocke), 1904.
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