Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Konsumtion

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Full text: Die Konsumtion

Monograph

Identifikator:
876375174
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1989
Document type:
Monograph
Author:
Lilienthal, Johann
Title:
Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1907
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 220 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Betriebsbuchführung.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Konsumtion
  • Title page
  • Contents
  • § 1. Die Literatur
  • § 2. Der Begriff
  • § 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion
  • § 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
  • § 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion
  • § 6. Haushaltsrechnungen
  • § 7. Moderne Wandlungen der Konsumation
  • § 8. Zukunftsfragen der Konsumtion
  • § 9. Konsumtionspolitik
  • § 10. Speziell Einfluß der Steuer auf die Konsumtion
  • Index

Full text

I. Buch B III: K. Olden b erg, Die Konsumtion. 
Vorbehalten. Hier kam es nur darauf an, die zentrale Stellung des Konsumtions 
bedarfs im ganzen der Volkswirtschaft zu markieren; für die konstruktive Be 
trachtung der Volkswirtschaft ist der Bedarf ihr Ausgangspunkt, die realisierte 
Konsumtion ihr Schlußpunkt. 
Die erste Frage, die wir in diesem Teile des Handbuchs nach unsern obigen orien 
tierenden Erörterungen stellen, ist vielmehr die nach der rationellsten 
Gestaltung der Konsumtion. 
Rein wirtschaftlich beantwortet sie sich leicht: diejenige Konsum 
tion ist wirtschaftlich rationell (gehorcht dem „ökonomischen Prinzip“), die mit 
den gegebenen Mitteln die meiste Befriedigung von Bedürfnissen erzielt. In einem 
Volke wird dieses Maximum der Befriedigung ceteris paribus in dem Maße erreicht 
werden, wie das Einkommen den Bedürfnissen entsprechend verteilt ist, also Be 
dürfnisstärke und Kaufkraft korrespondieren; bei ungleicher Einkommensverteilung 
und gleichen Bedürfnissen befriedigt der Reiche auch entbehrliche Bedürfnisse mit 
hohen Aufwendungen, verschwendet insofern Volkseinkommen und kauft in Miß 
erntejahren dem Armen das Brot vom Munde weg;'wie noch heute z. B. im Kriegs 
fall bei einer russisch-amerikanischen Sperrung der Getreideausfuhr die Engländer 
wohl versuchen würden, die indischen Getreidevorräte zu kaufen und so die Hungers 
not auf das weniger wohlhabende Land abzuwälzen; und wie in älteren Jahrhunderten 
bei den damals noch großen Unterschieden des örtlichen Geldwerts der Getreide 
handel in dem Rufe stand, die Hungersnöte nicht zu mildern, sondern (örtlich) zu 
verschärfen; sein Interesse war ja, die Gebiete hohen Geldwerts und niedriger Preise 
von Vorräten zu entblößen; erst bei gleichmäßig verteilter Kaufkraft ist der Handel 
geeignet, die Bedürfnisse gleichmäßig zu befriedigen. Mag im Interesse der Pro 
duktion und aus Gründen nicht wirtschaftlicher Art ungleiche Einkommensver 
teilung vorzuziehen sein: dem Interesse der Konsumtion entspricht eine Verteilung 
gemäß den Bedürfnissen. Ein Glück für den Armen *), daß der Bedarf des Reichen 
an Existenzgütern seine durch die Bedürfnisstärke gezogene enge natürliche 
Grenze hat. 
Vom privatwirtschaftlichen Standpunkt des einzelnen Konsu 
menten, und darum indirekt auch vom Standpunkt der Volkswirtschaft ist ferner 
diejenige Konsumtion die rationellste, die, auf der Grundlage wirtschaftlichster 
Produktion, mit vollendeter Haushaltungskunst die Bedürfnisgrade des eigenen 
Haushalts richtig einschätzt und die verfügbaren Geldmittel richtig zu Rate hält, 
also zwischen Mitteln und Bedürfnissen des Einzelhaushalts das vorteilhafteste 
Kompromiß findet, auch bei keiner Ausgabe verschwendet oder geizt. 
Dabei ist freilich die Kommensurabilität der Bedürfnisse unter sich schon voraus 
gesetzt. Wie diese vorzustellen sei, macht die moderne „Grenznutze n“ - W ert- 
lehre einigermaßen anschaulich, indem sie auf den verschiedenen Gebrauchswert 
die Aufmerksamkeit lenkt, den jedes Gut in verschiedenen Mengen für dieselbe 
Person besitzt: je größer die schon konsumierte oder erworbene Menge, um so kleiner 
der Gebrauchswert einer hinzutretenden Konsumtionseinheit; wer schon eine große 
Wohnung hat, schätzt jedes weitere Zimmer, das er hinzumieten könnte, weniger; 
zwei Güter haben den gleichen Gebrauchswert, wenn ihr Bedürfnisgrad durch vorher 
sukzessive erfolgte Teilbefriedigung so abgestimmt ist, daß der Konsument bereit 
wäre, für die fernere Befriedigung beider im Höchstfälle annähernd das gleiche wirt 
schaftliche Opfer zu bringen. Indem nämlich kraft eines Naturgesetzes jedes Be 
dürfnis durch fortschreitende Teilbefriedigung abnimmt, wird es rationell, die Be 
friedigung bis zu einem Grade fortzusetzen, der noch annähernd die gleiche Genuß 
stärke auslöst, wie die letzte Teilbefriedigung eines andern Bedürfnisses mit gleichem 
Aufwande an wirtschaftlichen Opfern. 
So bildet sich für jeden Einzelfall eine bestimmte Rangordnung der Bedürfnisse, 
allerdings aus zwei Faktoren komponiert, die wir aber gedankenmäßig trennen 
!) Block II 520.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Tote Und Lebendige Wissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.