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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

264 
II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik. 
über den Demokraten und Republikanern selbständig Vorgehen sollte. 
Äußerlich war die Arbeiterreformpartei unabhängig von der National 
Labor Union, was aber einen inneren Zusammenhang nicht ausschloß 
und nicht ausschließen sollte. Sowohl die Union als auch die Reform 
partei hatten 1869 ihren höchsten Stand erreicht. Der Mangel eines 
geeigneten Nachfolgers für den 1869 verstorbenen Sylvis, innere Gegen 
sätze, die durch den Aufschwung im Anfang der 70er Jahre mit seinen 
günstigen Löhnen vermehrte Gleichgültigkeit vieler Arbeiter führten 
einen raschen Verfall herbei. Mitte der 70 er Jahre war die Union 
schon ohne Bedeutung. In der dann folgenden langen Zeit wirt 
schaftlichen Niedergangs gingen viele Gewerkvereine zugrunde, und 
erst in den 80 er Jahren machte die Organisationsform wieder große 
Fortschritte. Sie ergriff jetzt auch die ungelernten Arbeiter, deren 
Vereine hier — ebenso, wie in England — von sozialistischen Ideen 
stark beeinflußt waren. Lokale Verbände von Gewerkvereinen ver 
schiedener Berufe und nationale (und zum Teil internationale, d. h. 
die Grenzen der Vereinigten Staaten überschreitende) Verbände von 
Gewerk vereinen gleichen Berufes entwickelten sich in erheblicher Zahl. 
Ein Zusammenschluß aller Gewerkvereine war schon durch die 1881 
von mehreren großen Vereinen begründete Federation of Organised 
Trades and Labor Unions in loser Form herbeigeführt. Daraus ging 
1886 ein fest organisierter Zentralverband der Gewerkvereine, die 
American Federation of Labor hervor. Sie umfaßt einen ansehn 
lichen Teil der Gewerkvereine. Verschiedene große Verbände hielten 
sich aber fern. Die Vereine der Eisenbahnarbeiter schlossen sich 
später (1893) zu einer selbständigen American Railway Union zu 
sammen. Ein Teil der Gewerkvereine hat sich dem Orden der Ritter 
der Arbeit (knights of labor) angeschlossen, obwohl dieser 1869 ge 
gründete Bund zur allgemeinen Hebung der Arbeiterklasse und zur 
gemeinsamen Vertretung der Arbeiterinteressen von dem Gedanken 
der allgemeinen Interessensolidarität der Arbeiter ausgeht und deshalb 
seine Organisation nicht auf die Berufsgliederung stützt. Er umfaßt 
Ortsvereine (local assemblies), die alle Arbeiter ohne Unterschied des 
Berufs, der Rasse, der Religion usw. in sich vereinen. Die Ortsvereine 
werden zu Bezirksverbänden (district assemblies) zusammengefaßt. 
Über ihnen steht als oberste Instanz die jährlich zusammentretende 
General assembly. Sie wählt den mit großen Befugnissen ausgerüsteten 
Vorsitzenden (Grand master workman) und zu dessen Kontrolle den 
aus 5 Personen bestehenden Aufsichtsrat. Der Orden war bis 1881 
ein freimaurerartig ausgestalteter Geheimbund. Er steht an sich allen 
politischen Richtungen neutral gegenüber. Aber es ist unverkennbar, 
daß sich sozialistische Ideen eine Zeit lang erheblichen Einfluß ver 
schafft haben. Die Beseitigung des kapitalistischen Systems der Pro
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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