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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Chrysaminsäure 
Coquillas 
83 
(s. d.), die durch Kuppelung von Salizylsäure mit 
diazotiertem Tolidin bzw. Benzidin entstehen. 
Chrysaminsäi.re(Te trän; trochrysazin), eine 
aus Aloe durch Erhitzen mit Salpetersäure dar 
stellbare organische Säure, erscheint in kleinen, 
gelben, glänzenden Blättchen von bitterem Ge 
schmack, die in Wasser nur wenig mit purpur 
toter Farbe löslich sind. Vgl. ferner Aloefarb 
stoffe. 
Chrysanilin, eine stickstoffhaltige organische 
Base, die sich unter den bei der Fuchsinbereitung 
entstehenden Nebenerzeugnissen findet und eine 
der im Handel vorkommenden Arten von Ani 
Bngelb bildet, ist ein gelbes, in Wasser fast 
Unlösliches Pulver, löst sich aber in Alkohol und 
Äther. 
Chrysarobin (Chrysarobinum), ein Derivat 
der Chrysophansäure (s. d.), findet sich in der 
Äraroba (s. d.), aus welcher es durch Auskochen 
mit Benzol rein dargestellt wird. Ch. bildet ein 
Selbes, geruch- und geschmackloses, mikrokristal 
linisches Pulver vom spez. Gew, 0,920, welches 
bei 170—178° schmilzt und in der Medizin zur 
äußerlichen Behandlung verschiedener Haut 
krankheiten angewandt wird. Es darf als Heil 
mittel nur in Apotheken verkauft werden. 
Chrysaurein, ein zur Gruppe der Azofarben 
gehöriger. Teerfarbstoff von orangegelber Farbe, 
S °U mit Orange II identisch sein. 
Chrysen, C 18 H 12 , findet sich in den höchst 
siedenden Teilen des Steinkohlenteers in Form 
"'eißer Kristalle vom Schmelzpunkt 250 0 . 
Chryseolin (Chrysoin, Tropäolin R, Re- 
s °rzingelb), ein zur Gruppe der Azofarben 
gehöriger gelber Teerfarbstoff, Dioxyazoben- 
‘‘olparasulfosaures Kali, wird durch Behänd- 
hing von Dioxyazobenzol mit konzentrierter 
Schwefelsäure oder auch von Paradiazobenzol- 
sulfosäure mit Resorzin erhalten. Der Farbstoff 
erscheint in orangegelben Blättchen, die in kal- 
te m Wasser schwer, in heißem leicht löslich sind, 
Jmd färbt Seide und Wolle schön gelb mit einem 
btich ins Orange. 
Chrysoberyll (Chrysopal, frz. Chrysoberil), 
eitl glasglänzender Schmuckstein von spargel 
grüner, ins Grünlichweiße und Olivengrüne über 
gehender Farbe, der zur Gruppe der Spinelle 
i" 11 rechnen ist und aus Tonerde und Beryllerde 
fi hst Spuren von Eisen besteht, findet sich als 
eschiebe im Sande der Flüsse in Birma, Bor- 
e °. Zey’.on, Brasilien und Sibirien. Ausgezeich- 
gefärbte Stücke werden in Brillantform ge 
j^hliffen und gewöhnlich mit Goldfolie unterlegt, 
o schillernden erhalten den kappenförmigen 
Schnitt. 
s Chrysoidin (Diamidoazobenzolchlorwas- 
er stoff, salzsaures Diamidoazobenzol), ein 
-j. r Gruppe der Azofarbstoffe gehöriger gelber 
^rfarbstoff, wird durch Einwirkung von Meta- 
ä er >ylendiamin auf salzsaures Diazobenzol 
^■■gestellt. Es löst sich in Wasser und färbt 
g °lle und Seide sowie mit Tannin gebeizte 
Di Urr V' v °lle goldgelb, etwas ins Orange ziehend, 
steh “ e ’P e konzentrierte, wäßrige Lösung ge- 
t beim Erkalten zu einer blutroten Gallerte. 
g r , . r ysolin, ein Teerfarbstoff, welcher durch 
und n en Von Resorzin mit Phthalsäureanhydrid 
sjT. Benzylchlorid bei Gegenwart von Schwefel- 
e und nachfolgendes Sättigen mit Natron 
erhalten wird, also die Natron Verbindung des 
Benzylfluoreszeins, kommt in Form eines 
rotbraunen Pulvers oder rotbrauner Stücke in 
den Handel, die nach Benzylchlorid riechen und 
mit Wasser braune, grün fluoreszierende Lösun 
gen liefern. Es dient zum Gelbfärben von Seide 
und Wolle, nicht von Baumwolle. 
Chrysolith. Mit diesem Namen werden zu 
weilen die gelbgrünen Saphire, und als orien 
talische Ch. die Chrysoberylle bezeichnet. Der 
wirkliche oder edle Ch. ist Olivin (s. d.). 
Chrysophansäure (lat. Acidum chrysopha- 
nicum, frz. Acide chrysophanique, engl. Chryso- 
phanic acid), eine in verschiedenen Pflanzen vor 
kommende organische Säure, wurde früher, be 
vor man die Identität dieser Substanzen kannte, 
mit verschiedenen Namen: Rhein, Rhabarbe 
rin, Rhabarbergelb, Rumizin, Lapathin 
und Parietinsäure, belegt und besteht wie 
diese aus Dioxymethylanthrachinon, C u H 5 . 
0 2 ;CH 3 )(0H) 2 . Sie wird medizinisch verwendet 
und zu diesem Zwecke aus dem in der Araroba 
enthaltenen Chrysarobin dargestellt, das eine 
reichlichere Ausbeute liefert als Rhabarber, Senna 
und Parmelia parietina. Die Ch. ist früher für 
identisch mit dem Chrysarobin gehalten und 
häufig mit ihm verwechselt worden. Es hat sich 
aber gezeigt, daß die eigentümliche Wirkung 
auf die Haut nicht der Ch., sondern dem Chry 
sarobin zukommt, aus dem sie durch Oxydation 
entsteht. Die Ch. bildet ein fein kristallinisches, 
geruch- und geschmackloses Pulver von orange 
gelber Farbe, oder auch goldgelbe Kristall 
blättchen, die kaum in Wasser, leicht in heißem 
Alkohol, Äther und Benzin löslich sind. Bei ihrer 
Verwendung muß man sich hüten, etwas an die 
Augen zu bringen, weil dadurch heftige Entzün 
dungen entstehen. 
Chrysophenin, ein orangegelber Azofarbstoff, 
der in kochendem Wasser leicht löslich ist und 
Baumwolle im Seifenbade gelb färbt, besteht aus 
dem Natronsalze des Diamidostilbendisulfosäure- 
disazodiphenoläthyläthers. 
Chrysopras, ein durch Nickeloxydulhydrat 
apfelgrün gefärbter Chalzedon, wird als Halb 
edelstein verwandt. 
Chrysorin, eine aus 72 Teilen Kupfer und 
28 Teilen Zink bestehende Messingsorte, ist in 
der Hitze schrhiedbar und wird zu Luxusartikeln 
verwandt. 
Cibils Fleischextrakt ist ein flüssiges Fleisch 
präparat mit 66 tyo Wasser, 15 °/o Kochsalz und 
erheblichen Mengen Albumosen. 
Cold-cream nennt man weiße Pomaden, welche 
die Haut fein und geschmeidig erhalten, auf 
gesprungene Lippen und andere kleine Wunden 
heilen sollen. In der Grundlage bestehen sie 
aus weißem Wachs und Walrat mit Verdünnungs 
mitteln, wie Mandelöl, Schweineschmalz oder 
Lanolin, die unter Umständen mit andern Stoffen 
versetzt oder parfümiert werden, wie z. B. Rosen-, 
Mandel- (mit Bittermandelöl), Kampfereis, Gurken 
pomade (mit Gurkenessenz), Glyzerine-cream. 
Coquillas (Lissaboner Kokosnüsse), die 
harten Fruchtschalen einer brasilianischen Pal 
me, Attalea f unifera, welche denen der eigent 
lichen Kokosnüsse in Gestalt ähnlich, aber weit 
kleiner und sehr dick sind, dienen wie jene zu 
kleinen Drechsler- und Schnitzarbeiten.
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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