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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gebietsveränderungen und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Teil I. Produktion und Absatz
  • Teil II. Betriebsergebnisse und öffentliche Lasten
  • Teil III. Vermögen und Verschuldung
  • Teil IV. Abhilfemaßnahmen
  • Schlußbemerkung

Full text

Fläche bedeutend größer ist als in den meisten anderen preußischen Provinzen. 
Die erheblichen Viehseuchen, unter denen Ostpreußen alljährlich zu leiden hat, 
hängen, abgesehen von der langen Auslandsgrenze, die die Einschleppung von 
Seuchen erleichtert, und von dem Tiefstand auf .veterinärem Gebiete in den Nach- 
barländern, mit der unzureichenden Entwässerung der Wiesen und Weiden ursäch- 
lich zusammen. Wie groß das Meliorationsbedürfnis in der Provinz Ostpreußen 
ist, geht auch aus den großen Unwetter- und Frostechäden hervor, denen die 
Provinz in den letzten Jahren, namentlich im Jahre 1928, ausgesetzt gewesen ist 
und deren außergewöhnlicher Umfang nicht zuletzt auf den Mangel an Melio- 
sationen zurückzuführen ist; sie erforderten bei der großen Armut der landwirt- 
schaftlichen Bevölkerung in den letzten Jahren wiederholt Notstandsmaßnahmen, 
durch die nicht nur Reich und Staat, sondern auch die Provinz nicht unerheblich 
belastet, wurden. Die Summe von 760000 RM., die im Haushaltsplan des Pro- 
vinzialverbandes für derartige Notstandsmaßnahmen im Jahre 1927/28 vorgesehen 
war, bedeutete eine Überschreitung der Provinzialumlage um etwa 20 %. Bei diesen 
Notstandsaktionen muß der Provinzialverband bestimmungsgemäß ein Drittel der 
Notstandsbeihilfen tragen. Anträge, die Beteiligungsquote auf ein Sechstel herab- 
zusetzen, sind mit der Begründung, keinen Präzedenzfall schaffen zu können, 
abgelehnt worden. Solche Notstandemaßnahmen und die sich aus ihnen ergebenden 
öffentlichen Belastungen können auf die Dauer nur durch ein umfassendes 
Meliorationsprogramm vermindert werden. Auch die allgemeine wirtschaftliche 
Notlage der ostpreußischen Landwirtschaft und die durch die örtliche Lage und 
das Klima bedingte kurze Feldbearbeitungszeit zwingt zur Durchführung von 
Meliorationen. Bei einer großen Zahl von Betrieben, namentlich der bäuerlichen 
Landwirtschaft, ist die Bestellung des Ackers durch mangelnde Entwässerung, er- 
schwert und verzögert. Das häufige Auswintern des Getreides ist zum erheblichen 
Teil auf den Mangel an Dränagen zurückzuführen, Da durch den Mangel an Meliora- 
:ionen die Feldarbeitszeit gerade in Ostpreußen erheblich. verlängert wird, zieht die 
oagtpreußische Landwirtschaft durch Meliorationen auch in der schwierigsten Zeit 
zroße Vorteile. Auf dem gedränten Acker kann eher gepflügt werden, die lange 
arbeitslose Zeit im Winter für die Gespanne verkürzt sich, die Arbeitsverteilung 
wird verbessert, die Auswinterungsschäden gehen zurück und die Maschinen- und 
Gespannarbeit wird erleichtert. Zahlreichen Betrieben namentlich des kleinen 
Grundbesitzes fehlt es an dem erforderlichen Grünland, um die vielfach noch ein- 
seitig auf Stallviehhaltung aufgebaute Viehwirtschaft auf eine wirtschaftlich‘ ge- 
sunde Grundlage zu stellen. Viele Betriebe verfügen nur über saure Wiesen. 
Auch auf dem Grünland bringt die Entwässerung mit, anschließenden Folgeein- 
richtungen der ostpreußischen Landwirtschaft außerordentliche Vorteile. Durch 
die verbesserte Futtererzeugung wird das Vieh gesünder und die Qualität der 
Butter und Molkereierzeugnisse verbessert. Ohne Meliorationen müssen alle Ver- 
suche zur Qualitätserzeugung in Ostpreußen ohne Erfolg bleiben, weil von den 
sauren Acker- und Grünlandflächen keine Qualitätserzeugnisse gewonnen werden 
können. Auch vom volkswirtschaftlichen und nationalpolitischen Standpunkte ist 
die beschleunigte Ausführung von Meliorationen in Ostpreußen dringend erforder- 
lich. Es muß berücksichtigt werden, daß wir durch den Friedensvertrag weiter 
Landstrecken mit ausgesprochenem Agrarcharakter beraubt wurden und auch der 
Stand unserer Handels- und Zahlungsbilanz es dringend wünschenswert erscheinen 
läßt, die landwirtschafiliche Einfuhr zu verringern. Ertragssteigerungen auf 
heimatlichem Boden setzen aber Meliorationen voraus. Nur durch Meliorationen 
und schnelle Durchführung der Jandwirtschaftlichen. Folgeeinrichtungen nach er- 
folzter Wasserregelung sind die Grenzkreise Masurens so lebensfähig zu machen,
	        

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Die Technik Des Wirtschaftlichen Verkehrs. Manz, 1927.
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