Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

2. Die Währungssysteme. 
233 
2. Die Währungssysteme. 
Von Erwin Nasse. 
Nasse, Das Gew- und Münzwesen. In: Handbuch der politischen Gkonomie. Heraus- 
gegeben von v. Schönberg. <(. Jlnfl. y Bd. Tübingen, H. Lauxp, ^896. S. 2S8—S7t. 
Fast so alt, wie die Prägung von Gold und Silber zu Münzen, scheint auch 
das Bestreben, beide im Münzwesen zu vereinigen. Die Wege, die man, um dies 
Ziel zu erreichen, eingeschlagen hat, sind folgende: 
1. Doppelte Währung, Bimetallismus. Die scheinbar einfachste und des 
halb älteste Art der Vereinigung ist, daß man beide Metalle in einem festen Wert 
verhältnis zu einander als rechtlich gleichstehende Kurantmünzen des Landes ausprägt. 
So hat schon das älteste Münzsystem, das wir kennen, das babylonische, Gold 
und Silber in dem festen Wertverhältnis von 1: ISVa ausgeprägt und die so geprägten 
Münzen allem Anschein nach als gleichberechtigt behandelt. Während es doch nahe 
gelegen hätte, bei den ersten Anfängen des Münzwesens die Silbermünzen und die 
Goldmünzen gleichmäßig, den Gewichtseinheiten entsprechend, jede zu gewissen Teilen 
des Pfundes auszuprägen, befolgte man diesen Weg nicht, sondern prägte nur die 
Goldmünzen den Gewichtseinheiten entsprechend, die Silbermünzen aber so aus, daß der 
Gewichtseinheit in Gold eine gewisse Zahl von Gewichtseinheiten in Silber dem Werte 
nach entsprach. Dasselbe Verfahren wurde bei der persischen und lydischen Prägung 
und zur Blütezeit des römischen Münzwesens eingeschlagen und ist seitdem im Laufe 
der Jahrhunderte das weitaus vorherrschende gewesen, nur daß man die Übereinstimmung 
der Goldmünzen mit der Gewichtseinheit aufgab. Die Feststellung des richtigen Wert- 
verhältnisses der beiden Metalle im Münzwesen war daher eine der wichtigsten und 
am meisten erörterten Fragen der Münztechnik. 
Zur vollständigen Gleichberechtigung der beiden Metalle im Münzwesen gehört 
aber auch die unbeschränkte Ausprägung jedes derselben, und zwar nach der Ent 
wicklung, die das moderne Münzwesen genommen hat, auch die unbeschränkte Aus 
prägung auf Privatrechnung. Im Fall aber in dieser Weise die Gleichstellung der 
beiden Metalle verwirklicht wird, pflegt früher oder später das eine derselben aus der 
Zirkulation zu verschwinden, das andere ausschließlich oder doch ganz überwiegend als 
Zahlungsmittel verwendet zu werden. Denn das Wertverhältnis der beiden Metalle 
im Welthandel ist häufigen Änderungen unterworfen gewesen, und so wie dies Ver 
hältnis von dem im Münzwesen des betreffenden Staates bestehenden, ein für allemal 
gesetzlich bestimmten, abweicht, wird es vorteilhaft, die in dem vom Münzgesetz zu 
niedrig angesetzten Metall ausgeprägten Münzen einzuschmelzen und im Lande! ander 
weitig zu verwerten, dafür das vom Münzgeseh zu hoch angesetzte Metall herbeizuschaffen 
und zu Münzen des betreffenden Staates auszuprägen. Das Münzgesetz gestattet bei 
der doppelten Währung jedem zu Geldzahlungen Verpflichteten die Wahl zwischen einem 
gewissen Gewicht Goldes und einem gewissen Gewicht Silber als gleichberechtigten 
Zahlungsmitteln für die Erfüllung seiner Zahlungsverbindlichkeiten. Nichts ist natürlicher, 
als daß er dasjenige der beiden Metalle wählt, in welchem er mit den geringsten 
Opfern seine Zahlungsverbindlichkeiten erfüllen kann. 
Die Folgen dieses Vorgangs sind nun einigermaßen verschieden, je nachdem Gold 
oder Silber im Welthandel besser als in dem Münzwesen eines Staates mit doppelter 
Währung zu verwerten sind. 
Steigt Gold über den im Münzgesetz des Staates festgesetzten Silberpreis, so 
werden Goldmünzen seltener. Indes können sie sich doch im Verkehr erhalten, wenn 
man sich entschließt, dieselben zu einem ihren gesetzlichen Silberwert überschreitenden
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.