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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 149 — 
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Weit bedeutender ijt das Gouvernement Grodno. Im NVahre 
L900 arbeiteten etwa 3400 Betriebe mit über 20000 Arbeitern, 
Der Umfag betrug rzund 12800000 Rubel. Die Stadt jelbjt Hatte vor 
bem Kriege gegen 120000 Einwohner und zählte über 300 Betriebe 
allein für die Webeindujtrie. Neben ihr ijt vor allem die Lederinduftrie 
zu nennen. Einen Weltruf Hat Grodno dur jeine Tabakfabrifen er» 
[angt, die über 2000 Arbeiter bejhäftigen und einen -Umfag von 
nahezu 2 Millionen Rubel Hatten. Bemerkenswert ijt nod) die bei 
Bialyftof belegene Mafjdhinenfabrit von AU. Weczeret mit einem jähr» 
liden Umjag von 110000 Rubel. 
Sn derfelben Weife, wie die Induljtrie unter dem Mangel an 
geordneten Verkehrsverhältnijjen leidet, konnte id der Handel aud 
nicht jo entwideln, wie es ein [o reides Land wie Weikrukßland eigent» 
lid verdiente. Der Handel, der fiH naturgemäß in der Hauptjache 
auf die im Lande vorhandenen Werte Ionzentriert, ijt zum größten 
Teil in den Händen der Iuden und in den groken Städten, wie 
Wilna, Witebjt, Smolen|f, Dünahurg, Mohilew u.a. zu hoher Blüte 
gelangt. Der YMuslandshandel Hatte trog der [Hwierigen Verhältnilfe 
vor dem Kriege einige Bedeutung auf dem Weltmarkt errungen. Der 
Hauptausfuhrartifel ijt Holz, das auf den Flüjlen nad) den groken 
Handelsitädbten an der Oltfee geflößt wurde. Deutihland, England 
und die Ufraine bezogen vor dem Kriege bedeutende Mengen von 
Holz aus Weikrukßland. AWukHerdem gelangten zur AWNusfuhr: Vieh, Ge 
lügel, Getreide, Fladhs und Hanf. Die Ausfuhr diejer beiden lebten 
Artifel betrug vor dem Kriege 4 Millionen Pud (1 Pud= 32 deut|dhe 
Pfund) jährlich, d.h. drei Viertel der von ganz Rukland ausgeführten 
Menge diejer Artikel. 
Was die größeren Induljtrie- und Handelsmittelpunite anlanat, 
jo liegen diefe in ihrer Mehrzahl im Welten des Landes, da hier 
die Verkehrsverhältnijje dank zahlreiden Eijenbahnen und Chauffeen 
günftiger [ind, als im Olten des Landes. So Iiegt die Eijenbahnlinie 
Dünaburg— Wilna—Bialyjtok, die Warjhau mit Petersburg verbin- 
det, auf weikrujfijigem Gebiet. OÖfltlidH vom Gouvernement Wilna find 
nur die allernötigjten Eijenbahnen gebaut worden: Minjf— Kowel und 
Minft— Smolen]i— Moskau. Außer den Eijenbahnlinien gehen wid) 
tige Chauffeen von Bialyjtok, Breit, Wolkownyik, Baranowit|dht, Düna- 
burg und Wilna aus. Alte gefdhidhtlide HandelsitrahHen gehen den 
großen Flüjjen entlang, dem Dnjepr, der Düna, dem Pripet und 
dem Mjemen, mit ihren 3zahlreiden Nebenflüjjen. - Die FJlüjje felbit 
wurden von den RMuffjen in ihrer Schiffbarkeit Teider fehr vernacdhläfligt 
und find, ebenfo wie aud) die Kanäle, jtark verfandet. Bei [orglamer 
Berwaltung Könnten Jie viel zur Hebung von Handel und Indultrie 
beitragen. AWbagelehen von den Eilenbahnlinien, den Chaulfeen, deren
	        

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Das Viehversicherungswesen Im Deutschen Reich. Vollrath, 1876.
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