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Ein Arbeitstarifgesetz

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Bibliographic data

Metadata: Ein Arbeitstarifgesetz

Monograph

Identifikator:
881660310
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3054
Document type:
Monograph
Author:
Sinzheimer, Hugo http://d-nb.info/gnd/118614711
Title:
Ein Arbeitstarifgesetz
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (X, 270 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Idee der sozialen Selbstbestimmung im Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

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beschränkt ist“ (S. 43). Diese Regulierung des Marktes, die äußere 
Konkurrenzregulierung, ist gleichsam das Mittel für den inneren 
Endzweck jeder kartellmäßigen Vereinbarung: Förderung der Ren- 
tabilität. Man kann aber sehr wohl die äußere Konkurrenzregulie- 
rung als den dem Markte gegenüber in Erscheinung tretenden 
Zweck bezeichnen, da „jeder Zweck ‚selbst wieder als Mittel für 
höhere entferntere Zwecke dienen“ kann. (Wunderlich, Produktivi- 
tät S. 89). 
Daher muß man von einer Innen- und Außenseite im Kartell- 
Zweck sprechen und ihn dahin formulieren, daß er in einer äuße- 
Ten Konkurrenzregulierung zum Zwecke einer 
Rentabilitätsförderung der angeschlossenen 
ternhmungenbesteht. 
Wie wir sahen, bildeten sich die ersten Kartelle in den De- 
Pressionszeiten nach dem großen Aufschwung in den sogenannten 
Gründerjahren. Die Konkurrenzregulierung stand daher im Dienste 
einer Abhilfe gegen eine durch Überproduktion geschaffene Not- 
lage der Unternehmer. Jedoch mußte die Beurteilung der Kartelle 
als „Kinder der Not“ bald geändert werden durch die Tatsache, daß 
Man sich auch zusammenschloß, um solch ungünstigen Wirtschafts- 
verhältnissen zuvor zu kommen, und daß sich sogar in Hochkon- 
junkturzeiten Kartelle bildeten. Daher wurde in der einschlägigen 
Literatur der Zweck der Organisation meistens in der Erreichung 
einer Monopolstellung und des größtmöglichen Gewinnes erblickt. 
Es ist klar, daß der kartellmäßige Zusammenschluß in den ‘bei- 
den Perioden vor dem Krieg und in der Nachkriegszeit eine ganz 
verschiedene Bedeutung hatte. Man kann von einer Sicherungsten- 
denz und einer mehr monopolisierenden Herrschaftstendenz spre- 
chen in Parallele zu einer mehr föderalistischen und einer mehr im- 
Perialistischen Politik des Staates. Es tritt also auch beim Kartell 
wie bei jedem gesellschaftlichen Gebilde eine Entwicklung in den 
Willensantrieben und Willenszielen zutage. Der Grundgedanke im 
Kartellzusammenschluß ist jedoch der einer Schutzorganisation 
Segen die Nachteile des isolierten Vorgehens, des freien Wettbe- 
werbs. Wenn Liefmann und andere in ihren Definitionen die An- 
Sicht vertreten, der Zweck der Kartelle bestehe in einer monopo- 
listischen Marktbeherrschung, so ist dieser Zwecksetzung nicht zu- 
Zustimmen, da sie dem Wesen der Kartelle keineswegs gerecht wird. 
Monopolistische Marktbeherrschung ist möglich, aber sie ist weder 
Ursache des Entstehens von Kartellen noch vorwiegend oder gar 
37
	        

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Ein Arbeitstarifgesetz. Verlag von Duncker & Humblot, 1916.
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