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Die Reichseisenbahnen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Reichseisenbahnen

Monograph

Identifikator:
881868930
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-5857
Document type:
Monograph
Author:
Quaatz, Reinhold Georg http://d-nb.info/gnd/118892673
Title:
Die Reichseisenbahnen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (77 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Organisation der Betriebsverwaltung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Reichseisenbahnen
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Auseinandersetzung zwischen Reich und Bundesstaaten
  • II. Die Reichseisenbahngesellschaft
  • III. Die Organisation der Betriebsverwaltung
  • IV. Das Kleinbahnwesen

Full text

60 
Fachrichtungen ausmachen. Dieses Übel muß an der Wurzel gefaßt 
und alles das, was der leitende Beamte nicht unbedingt machen muh, 
auf seinen Vertreter und Gehilfen abgewälzt werden. 
Damit würde viel Segensreiches erreicht: Ein Nerv des „Bureau 
kratismus" würde zerschnitten, zwischen höheren und mittleren Beamten 
würde ein jetzt vielfach fehlender enger Zusammenhang geschaffen. End 
lich aber würde der Klasse der mittleren Beamten, die man geradezu 
als das Rückgrat der preußischen Verwaltung bezeichnen darf, die Mög 
lichkeit eines Aufstieges gegeben. Zur Zeit liegt es so, daß der Bureau 
beamte normalerweise Mitte, bei ungünstigen Verhältnissen Ende der 
zwanziger Jahre, spätestens im Anfange der Dreißiger in die Stelle als 
Sekretär oder Vorsteher oder eine Stelle gleichen Ranges (sogenannte 
Stellen I. Klasse nach der bisherigen Ordnung) einrückt, um in ihr 
zeitlebens zu verbleiben, falls ihm nicht eine Ausnahmefügung einen 
Posten als Ministerialfekretär, Rechnungsdirektor oder Verkehrsinspektor 
usw. beschert. Hat er nicht außer Befähigung und Geschick auch recht viel 
Glück, so stehen ihm weitere Aussichten nicht mehr offen. Daß solche 
Lage trotz der Pflichttreue, die gerade diese vielverkannte Beamtenklasse 
auszeichnet, nicht geeignet ist, besonders hohe Leistungen zu erzielen, ist 
klar. Solche erfordern einen gewissen inneren Schwung, der ohne einen 
ständigen Anreiz nun einmal der menschlichen Natur, wie sie die Regel 
ist, nicht gegeben ist. Man soll aber Einrichtungen nur aus Menschen 
berechnen, wie sie wirklich sind. 
So könnte sich von Stufe zu Stufe eine umfassende Abwäl 
zung von Zuständigkeiten nach unten vollziehen. Sie 
würde oben eine Entlastung bringen, die wirklich schöpferischer Arbeit 
zugute käme. Unten würde sie die vielbeschriene „Dienstfreudigkeit" 
heben, der man weit weniger mit freundlichen Redewendungen als durch 
kraftvolles Vertrauen an den Leib kommt. 
Auch in den Arbeitsmethoden läßt sich noch sehr vieles 
vereinfachen. Zwar sind Fernsprecher und Schreibmaschine auch in den 
staatlichen Bureaus nicht mehr unbekannt; aber es wird von ihnen 
nicht immer zweckentsprechender Gebrauch gemacht. Vor allem aber 
arbeiten in der Regel noch heute „Dezernenten", „Expedienten", „Regi 
stratur" und „Kanzlei", kurz alle die Faktoren des behördlichen Geschäfts 
gangs, die fast zu jeder Geschäftshandlung zusammenwirken müssen, 
räumlich und organisatorisch völlig getrennt voneinander. Der Verkehr 
zwischen ihnen ist daher in der Regel schriftlich; das ergeben schon die 
äußeren Verhältnisse. 
Künftig wären Dezernent, Bureaubeamter, Schreibkraft, Schreib 
maschine usw. in die engste Verbindung zu bringen. Die Zerschlagung 
der Riesenbureaus öffnet den Weg hierzu. Für Geschäfte einfacher Art 
müßten auch den Bureaubeamten Hilfskräfte zur Verfügung stehen. In
	        

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Die Reichseisenbahnen. Verlag von Julius Springer, 1919.
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