Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
882692321
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-5020
Document type:
Monograph
Author:
Agahd, Konrad http://d-nb.info/gnd/116256575
Schulz, Max von http://d-nb.info/gnd/1033198951
Title:
Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben
Edition:
Zweite Auflage, neub bearbeitet
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (X, 168 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Kommentar zum Reichsgesetz, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben vom 30. März 1903
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Menschenführung im Betrieb (Betriebliche Personalpolitik). 
85 
darstellt. Zwar sind bei den vorbesprochenen Verfahren durch die Einführung 
von Einflüssen je nach diesen Bestimmungsgründen (z. B. „Zeitfaktor“ bei Stück- 
und Prämienlohn) Ausgleichungen möglich; doch wird durch sie das Ziel des ge 
rechten Lohnes nur unvollkommen erreicht, da besonders das wirtschaftliche 
Ergebnis der Arbeit nur schwierig — weder im positiven noch im negativen 
Sinne — berücksichtigt werden kann. 
Die sog. Gewinnbeteiligungssysteme kranken einmal an ihrer geringen 
Höhe des Gewinns für den einzelnen, an ihrer zu langfristigen Auszahlung (und 
damit dem geringen Leistungsanreiz), an der Möglichkeit von Verlusten trotz guter 
Arbeit, an den Meinungsverschiedenheiten über die Gewinnfestsetzung an sich 
und der angemessenen Beteiligung der einzelnen Betriebsangehörigen u. a. Eine 
Gewinnbeteiligung hat, abgesehen von besonders gelagerten Ausnahmefällen, nur 
für die Personen einen Sinn, die an der Entstehung des Gewinns maßgeblich be 
teiligt sind. Auf Grund monatlicher Erfolgsrechnungen sind ferner für Betriebs 
leiter und Meister Zahlungen von sog. Betriebstantiemen möglich (ihre Fest 
stellung ist nicht einfach und durchaus nicht immer gerecht). Die vielfachen Ver 
suche einer unmittelbaren Beteiligung durch Arbeiteraktien, Genußscheine, Ver 
selbständigung der Fabrikation insgesamt oder einzelner Teile (autonome Fa 
brik, Bata), Übertragung des Unternehmens an eine Stiftung (Zeiß) u. a. haben 
immer wieder die fast unüberwindlichen Schwierigkeiten einer gerechten Ent 
lohnung gezeigt. Nur nach eingehender Untersuchung von Fall zu Fall wird eine 
gerechte Entlohnung gefunden werden können, wobei dem Prämienverfahren bei 
genau bekanntenArbeitsmethoden, dem Zeitlohn mit besonderen, fallweisen Lohn 
prämien — trotz vieler Schwächen — bei allen anderen Arbeiten der Vorzug zu 
geben wäre. Etwas anderes ist es mit der allgemeinen Gewinnbeteiligung, indem 
sämtlichen Arbeitern und Angestellten nach der Höhe des sich ergebenden Jahres 
gewinns Sonderbeträge ihrem Lohn und Gehalt zugeschlagen werden. 
IV. Die Menschenliihrung im Betrieb (Betriebliche Personalpolitik). 
1. Wesen und Bedeutung. Das Ziel der Menschenführung im Betrieb besteht 
darin, die zur Durchführung des Betriebszwecks erforderlichen Menschen in eine 
möglichst gute Übereinstimmung mit den zu leistenden Aufgaben zu bringen und 
zu erhalten. Das bedeutet, daß für jede einzelne Tätigkeit der richtige Mensch 
gefunden, herangezogen und vorgebildet werden muß, daß ferner die Hergabe der 
Arbeitskraft, die persönliche Arbeitswilligkeit jedes einzelnen nicht nur erkannt 
und ausgewertet, sondern ebenso im fortlaufenden Betrieb gepflegt und erhalten 
werden muß, daß endlich die körperliche Leistungsfähigkeit im günstigsten Ver 
hältnis ausgenutzt und vor Gefahren geschützt werden soll und zuletzt die Zu 
sammenarbeit der Menschen untereinander reibungslos und auf die Dauer be 
friedigend für alle Teile vor sich gehen muß. 
Um diese Ziele restlos erreichen zu können, wäre in erster Linie die Kenntnis der den 
einzelnen Mitarbeitern vorschwebenden Lebenswünsche notwendig, um dann zu versuchen, die 
Erreichung dieser persönlichen Wünsche und Zielsetzungen mit den Zwecken des Betriebes zu 
verbinden. Es leuchtet wohl ohne weiteres ein, daß, je größer die Betriebe geworden sind, die 
Annäherung an dieses Wunschbild um so schwieriger und aussichtsloser wurde. Im Klein 
betrieb ist es eher möglich, daß Einzelwünsche mit dem Betriebszweck in Übereinstimmung 
gebracht werden können, zumal der einzelne, der die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der 
Erfüllung besser übersehen kann, leichter geneigt ist, auch seine Wünsche den harten Not 
wendigkeiten des Betriebsablaufs anzupassen oder unterzuordnen. Mit der räumlichen und 
sachlichen Vergrößerung jedoch wird es dem Einzelnen unmöglich, die Zusammenhänge des 
Ganzen zu erkennen und den Sinn oder Unsinn der einzelnen Maßnahmen oder Gegebenheiten 
zu beurteilen. Andererseits fordert auch der Großbetrieb in seinen mannigfachen und bis ins 
kleinste gehenden organisatorischen und arbeitstechnischen Vorschriften eine so unbedingte 
und genaue Unterordnung, wie sie im Kleinbetrieb nicht notwendig vorhanden zu sein braucht.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.