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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Monograph

Identifikator:
882692321
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-5020
Document type:
Monograph
Author:
Agahd, Konrad http://d-nb.info/gnd/116256575
Schulz, Max von http://d-nb.info/gnd/1033198951
Title:
Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben
Edition:
Zweite Auflage, neub bearbeitet
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (X, 168 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Kommentar zum Reichsgesetz, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben vom 30. März 1903
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Elftes Buch
  • Zwölftes Buch
  • Dreizehntes Buch

Full text

78 
Elftes Buch. Zweites Wapitel. 
Dem Papst war die Bitte nicht unwillkommen gewesen. 
Schob er ihre Erfüllung einstweilen auf den Termin des 
2. Februar 1312 hinaus, so war es ihm doch wünschenswert, 
zur Erhaltung seiner Selbständigkeit gegenüber Frankreich einen 
Rückhalt an Heinrich, sei es als Kaifser, sei es noch besser als 
Bewerber um die Kaiserkrone, zu besitzen. Ja selbst die Ent— 
wicklung einer neuen deutschen Herrschaft in Oberitalien, vor— 
ausgesetzt, daß diese nicht allzu stark ward, schien ihm, als Gegen⸗ 
gewicht gegen die Fortschritte Frankreichs im Rhonethal, nicht 
unzulässig. Und auch Frankreich widersprach zunächst dem 
Wunsche Heinrichs nicht. König Philipp glaubte schwerlich an 
andere als Scheinerfolge Heinrichs in Italien. Zudem fand 
sich Heinrich mit den Bestrebungen Frankreichs an der deutschen 
Grenze eben wegen seiner italienischen Pläne eilig und in 
einem für Philipp günstigen Sinne ab: er gab z. B. die Frei— 
grafschaft Burgund unter Aufschub der Huldigung an einen 
Sohn Philipps; Frankreich heimste so den Gewinn der Rom— 
fahrt ein, noch eh sie begonnen war. 
Die Lage in Italien aber war für eine deutsche Kriegs⸗ 
fahrt nicht eben günstig. Zwar in Unteritalien ließ sich die 
noch immer vorhandene Spannung zwischen den sizilischen 
Königen und den Anjous von Neapel ausnutzen, und in 
Mittelitalien waren größere Schwierigkeiten nur von dem wel— 
fisch gefinnten Toscana zu erwarten. Mißlicher aber, weil un— 
klar, lagen die Dinge in den zunächst zu betretenden Gebieten 
Oberitaliens. Hier tobte noch von den staufischen Zeiten her 
ein wüster, mit allen Mitteln der Kraft und List geführter 
Kampf der Parteien, der, durch keinerlei höhere Gewalt be— 
herrscht und durch keinerlei allgemeine Gegensätze geregelt, sich 
in ein wirres Durcheinander städtischer Feindschaften innerhalb 
einzelner Gegenden, persönlicher und fraktioneller Streitigkeiten 
innerhalb einzelner Städte aufgelöst hatte. Nur langsam waren 
in diesen Krieg aller gegen alle neue beherrschende Gärungsstoffe 
gedrungen. Gegenüber den alten Patrizierherrschaften in den 
Städten hatte sich das Volk der Handwerker und Kleinbürger 
erhoben und Teilnahme an der Verfassung geheischt und erhalten.
	        

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Über Die Behandlung Der Verbrecherischen Und Arg Verwahrlosten Jugend in Österreich. Manz, 1894.
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