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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

104 
Erwin Respondek, 
es sei nochmals betont, daß diese kleine Lebhaftigkeit durchgehends 
nicht neu eingegangenen Geschäften, sondern der Abwicklung alter 
Engagements entspringt. 
Über die Lage des Immobiliarmarktes vermögen einige Angaben 
des Credit-Foncier über die jährlichen Tilgungs- und Zinseingänge bessere 
Anhaltspunkte zu geben, als längere rein theoretisch geführte Über 
legungen. Für das Jahr 1915 waren insgesamt 150,6 Mill. Frcs. Amor 
tisationen zu erwarten. Außerdem stammt aus dem vorangegangenen 
Geschäftsjahre ein Rückstand von 55,8 Mill. Frcs., so daß also 206,4 
Mill. Frcs. fällige Verpflichtungen der Hypothekenschuldner zur Ab 
deckung fällig waren. Tatsächlich aber gingen nur 88 Mill. Frcs. ein, und 
118,4 Mill. Frcs. mußten in das neue Jahr hinübergenommen werden. 
Im Laufe des Jahres 1916 wird von dieser Summe nach Kräften ab 
gebaut, denn schon am 29. Februar standen nur noch 111,9 Mill. Frcs. aus. 
Der Tilgungsdienst aus den Kommunaldarlehen ging verhältnis 
mäßig glatt vonstatten, da die Departements, Kommunen und anderen 
öffentlichen Körperschaften aus ihren Einnahmen die erforderlichen 
Summen bereitstellen können. Hier spielten sich die in Zahlen aus 
gedrückte Verpflichtung und Leistung wie folgt ab: 
Restzahlung vom 31. Dezember 1914 .... 8,4 Mill. Frcs. 
Neuzahlung im Jahre 1915 r5o.3 „ „ 
Gesamtsumme 158,7 „ „ 
Leistung ■ 139,7 „ „ 
Restzahlung am 31. Dezember 19x5 19,0 „ „ 
„ „ 29. Februar 1916 16,9 „ „ 
Zieht man die hier weit wichtigeren Ziffern aus dem Hypothekar 
darlehen schärfer in Betracht, so zeigen sie als Resultat das Bild, daß 
von 2857 Mill. Frcs. ausgeliehenen Hypotheken-Darlehen während einer 
jährigen Dauer des Krieges allein gegen 118 Mill. Frcs. Amortisations 
rückstände zu verbuchen waren, während das Soll 206 Mill. Frcs. betrug, 
also nur 88 Mill. Frcs. geleistet wurden, d. h. 42,7 % der Gesamt 
summe. Dieser Ausfall ist keineswegs beängstigend hoch, er könnte viel 
leicht als durchaus günstig bezeichnet werden, sobald die Wirkungen 
des Moratoriums in die Rechnung hineinbezogen werden. Es darf 
bei der Kritik dieser Zahlen auch nicht außer acht gelassen werden, 
daß viele ungünstige Faktoren noch neben jenem drückendsten aller Übel 
auf die Eingänge der Zahlungen verzögernd einwirken. Ein Teil der 
Schuldner steht unter den Waffen, kann durch Verraögensverluste anderer 
Art geschwächt sein, ein Teil hat Haus und Hof im okkupierten Gebiete, 
in Händen des Feindes, und wieder ein anderer verbirgt sich zu Unrecht, 
aber gesetzlich unfaßbar, hinter den schützenden Bestimmungen des 
Moratoriums. In Deutschland haben die Darlehensnehmer der Hypo- 
theken-Aktienbanken nicht im entferntesten mit ähnlich großen Be 
schränkungen oder direkten kriegerischen Einwirkungen zu kämpfen, und 
trotzdem betrugen die Zinsrückstände bei den führenden 35 Banken
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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