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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

144 
Erwin Respondek, 
Der Präsident der amerikanischen Union hat keine direkte Ant 
wort erteilt, sondern erklärt, daß er sich mit dieser Anfrage amtlich 
nicht befassen wolle und die Verantwortung der Bank überlasse! Hier 
nach ist wohl mit Sicherheit anzunehmen, daß die Anleihe von J. P. 
Morgan & Co. übernommen wurde. 
Im Verlauf des Jahres 19x5 entwickelten die Banken eine leb 
haftere Kreditvermittlungstätigkeit, ohne freilich besonders große Er 
folge zu erzielen. Gegen sichere Pfänder, die sich charakteristischer 
weise nicht aus französischen Wertpapieren, sondern aus amerikanischen 
Effekten zusammensetzten, nahmen sie in New York für die Republik 
Vorschüsse auf. Die Summen sind nicht einwandfrei festzustellen. In 
der „Bank" 1 ) wird vermerkt, „größere Vorschüsse“, die anderen Zeit 
schriften und Blätter melden unter Vorbehalten. Für die im inter 
nationalen Kreditverkehr durch Banken aufgenommenen Vorschüsse 
hat die Notenbank oftmals Bürgschaft übernommen. So vornehmlich 
in London und New York. Laut Bericht für 1915 gab die Notenbank 
in London wechselmäßige Garantie für einen Vorschuß, der einer Pariser 
Bank gewährt wurde, und sie stellte für einen Akzeptkredit in Höhe von 
5 Mül. £, der von einer Gruppe Londoner Bankiers auf einjährige Dauer 
eröffnet wurde, Kaution 2 ). Auch auf dem amerikanischen Markt über 
nahm die Bank wechselmäßige Bürgschaft für 2 Mill. Doll. Außerdem 
führte sie mit Brown Brothers eine Anleihe-Transaktion von 20 Mill. Doll, 
durch. Einer anderen französischen Bankengruppe wurde durch ihre grund 
sätzliche Garantie von 19 Banken und Trust-Gesellschaften New Yorks 
Akzeptkredit eingeräumt, der durch 90 tägige Tratten in Anspruch ge 
nommen werden kann 3 ). Die Notenbank mußte die Zusicherung geben, 
am Tage der Fälligkeit für Golddeckung Sorge zu tragen, falls die anderen 
Ausgleichsmittel versagen sollten. Weiter berichtet die Bank von Kredit 
eröffnung für ein großes industrielles Unternehmen in New York 4 ). 
Andererseits bedient sich die Notenbank der internationalen Be 
ziehungen der Kreditinstitute und sucht durch sie auf den internatio 
nalen Geldmärkten Kapitalien aufzunehmen. Ende Juni 1915 gelingt es 
den Banken für ihre Notenbank bei dem Londoner Bankhause Mon- 
tague einen mit französischen Schatzscheinen gedeckten Kredit von. 
etwa 100 Mill. Frcs. aufzunehmen 5 ). Dieser Betrag bleibt in London 
stehen und wird durch Schecks zur Bezahlung der aus England bezogenen 
Waren verwandt. Ein weiterer kleiner Kredit wurde den Banken von 
einem New Yorker Finanzhause (J. P. Morgan & Co.) eröffnet, und 
zwar in Höhe von 20 Mill. Doll. 6 ). Auch dieser Betrag wurde zur Ab 
zahlung der bestehenden Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen ver- 
9 Die Bank, Juli 1915, S. 647. 
2 ) Bank von Frankreich, Geschäftsbericht 1915, S. 15. 
a ) a. a. O. S. 15. 
ä ) Die „Frankfurter Zeitung“ vermutet, daß es die Firma Schneider-Creuzot sei. 
(siehe März 1916). 
5 ) Die Bank, August 1915, S. 764. 
*) Bank, September 1915, S. 848.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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